Forum: Wirtschaft
Studie zu prekär Beschäftigten: Mieser Job, mieses Leben
DPA

Leiharbeiter, Minijobber und Teilzeitbeschäftigte müssen nicht nur mit geringem Einkommen vorlieb nehmen. Die Berufssituation wirkt sich einer Studie zufolge auch negativ auf ihr Privatleben aus. Besonders bei Frauen.

Seite 7 von 22
alexander1965 25.06.2015, 12:27
60. So gewollt

Offenbar ist das alles von der Politik so gewollt, denn dort werden die Rahmenbedingungen ja festgelegt. Lohnt sich nicht, einen schlecht bezahlten Job anzunehmen, arm im Alter ist man so oder so. Das Geld, diese Bedingungen für Einheimische zu verbessern wäre zwar da, es werden aber lieber Fremde finanziert, die die deutsche soziale Hängematte gerne in Anspruch nehmen und damit besser leben als in ihrer Heimat mit Arbeit. Wie ein Magnet zieht Deutschland solche Leute an. Jaja, sind alles 'Verfolgte', ich weiß...

Beitrag melden
burkhardschaffeld 25.06.2015, 12:28
61. prekäre Beschäftigungsverhältnisse

Es gehört wohl zu den unausrottbaren falschen Behauptungen, Mini-Jobber würden in prekären Beschäftigungsverhältnissen tätig. Dass das nicht richtig ist, zeigt folgende Rechtslage: Minijobber haben Anspruch auf den gleichen Bruttostundenlohn wie Vollzeitbeschäftigte, die eine gleiche oder vergleichbare Tätigkeit ausüben. Der Nettostundenlohn eines Minijobbers ist sogar ungleich höher, da er keine Sozialabgaben und keine Lohnsteuer zu zahlen hat, vielmehr führt der Arbeitgeber eine 30%-ge Pauschale auf den Lohn an die Mini-Job-Zentrale ab. Der Minijobber erhält damit seinen Lohn brutto für netto. Dass sein Monatsverdienst absolut gesehen geringer ist als der eines Vollzeitbeschäftigten, liegt an der geringeren Arbeitszeit.

Beitrag melden
nixkapital 25.06.2015, 12:29
62. ...

Zitat von 01099
Warum werden die beschriebenen Jobs immer noch als "atypisch" bezeichnet, obwohl sie immer mehr zunehmen und zur Realität gehören? Dahinter steckt deutscher Erz-Konservatismus und das Ignorieren von Realität. Und viel schlimmer noch: dahinter steckt ein, mehr oder weniger verborgener, Klassenkampf. Denn "atypisch" könnte man auch mit "unnormal" übersetzen und wer nicht der Norm .....
Nachvollziehbar.

Ein BGE würde den Arbeitsmarkt komplett umkehren, d.h. die Arbeitgeber müssten sich um Arbeitnehmer bemühen, um überhaupt jemanden zum Arbeiten zu bekommen. Sicher würde die große Mehrheit weiterhin gerne arbeiten wollen, aber sie würde hoffentlich so geschickt sein, und den AG angemessen dafür bezahlen lassen.

Andererseits finanziert sich ein BGE ja auch nicht von alleine. Also - woher mit dem Geld? Computersteuer? Automationssteuer? Warum nicht? Das würde doch bedeuten, dass das Geld gerechter und nicht nur an Wenige verteilt wird.

Beitrag melden
PowlPoods 25.06.2015, 12:30
63. Wieso

wundert man sich darüber? Das ist doch politisch gewollt. Ein Teil der Bevölkerung sollte als willige, billige Verfügungsmasse aus der Gesellschaft abgestoßen werden. Ziel erreicht, würde ich sagen.

Beitrag melden
harald_maier 25.06.2015, 12:30
64.

Zitat von Ben Major
Ich zahle mehr Steuern an deen Staat, als ich selbst verdiene...
Das Kunststück sollten sie bitte mal erläutern.

Beitrag melden
cwernecke 25.06.2015, 12:30
65. Sinnfreier Artikel

Was will man uns denn nun vermitteln? Dass es schöner wäre, wenn es keine prekär Beschäftigten mehr gibt?
Bis auf Beamte sind ja wohl alle Beschäftigten prekär beschäftigt. Das bedeutet nämlich widerruflich, unsicher, heikel, schwierig, problematisch. Man nenne mir einen Job, bei dem nicht ein oder mehrere Merkmale zutreffen.

Und wie will man denn Leuten helfen, die die Qualifikation für einen besseren Job und damit für ein bessere Leben nicht mitbringen? Will man bei denen nehmen, die einen guten Job haben und ein gutes Leben, einfach weil sie in der Schule vielleicht aufgepasst haben?
Ich verstehe den Sinn des Artikels nicht.

Beitrag melden
Gaussen 25.06.2015, 12:31
66. Da war Deutschland 1960 schon weiter

Damals wollte Ludwig Erhard "Wohlstand für Alle" und erzeugt damit ein Wirtschaftswunder*.
Existenzminimum.
*China hat seine Prinzipien übernommen und ebenfalls ein Wirtschaftswunder produziert.

Beitrag melden
AusVersehen 25.06.2015, 12:32
67. An den Kopf fassen

Zitat von claterio
Bei 1150 Euro netto und zwei Kindern stockt der Staat kräftig auf, insofern stellt sich das von Ihnen skizzierte Problem gar nicht.
Wenn man sowas liest, kann man sich nur noch an den Kopf fassen.

Auf was stockt der Staat denn kräftig auf? Auf Hartz IV Niveau!
Dafür soll man arbeiten gehen, damit die Familie auf Hartz IV Niveau regelmäßig beim Arbeitsamt vorstellig werden darf, dort runtermachen lassen darf, Auflagen bekommen, Verfügbar am Ort sein muss und ständig mit Kürzungen bedroht wird!

Dann lieber gar nicht arbeiten!

Beitrag melden
ernstullrichschultz 25.06.2015, 12:32
68. Grundeinkommen - bedingungslos!

Wann endlich begreift die Politik und die Mehrheit der Bevölkerung, dass wir das Grundeinkommen einführen müssen! Kein geringerer als Sir Ralf Dahrendorf, ein führender Ökonom und ehemaliger FDP Vizevorsitzender fordert das schon seit Jahrzehnten, genau wie andere kluge Köpfe.
Arbeiten tun 95% der Menschen gern, warum also müssen fleißige Leute mit Hungerlöhnen auskommen und finanzkräftige Nichtstuer sich ein gutes Leben auf Kosten der Mehrheit ein tolles Leben machen?
Unser Sozialstaat ist marode und ein Tummelplatz für nichtsnutzige Bürokraten!

Beitrag melden
TangoGolf 25.06.2015, 12:32
69. Hans-Boeckler-Stiftung

Das tragische an Studien heutzutage ist doch, dass der politisch gebildete Mensch nur den Stiftungsnamen/Auftraggeber einer solchen Studie lesen muss - und schon kennt er das Ergebnis.

Beitrag melden
Seite 7 von 22
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!