Forum: Wirtschaft
Studie zur Autoindustrie: Warum Deutschland auch ohne VW, Daimler und BMW klarkommt
DPA

Ohne die großen Autohersteller wäre unsere Wirtschaft am Ende. Mit dieser Gewissheit im Hinterkopf verfolgen viele die Krise der Branche mit großer Sorge. Eine neue Studie zeigt: Wir würden auch das schlimmste Szenario überstehen.

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koves 18.12.2018, 16:08
20. Garant für Fortschritt...

Ich kann die Automobilhersteller schon lange nicht mehr ‚als Garanten für technischen Fortschritt‘ erkennen. Ihr wird es ihr hierzulande genauso ergehen, wie in Nordamerika; Denn wie sagt der Volksmund so schön: Hochmut kommt vor dem Fall! Anders kann man das arrogante Verhalten ihrer Vertreter nach den Abgasskandalen nicht bezeichnen. Leider lässt sich die Politik noch immer zu sehr von deren Lobbyverbänden einspannen und verschläft witerhin Maßnahmen für umweltfreundlichere Mobilität. Das beste Beispiel hierfür ist das Chaos bei der Bahn!

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apetri1 18.12.2018, 16:09
21. Da sieht man es mal wieder

wie sich unsere Regierung und auch die Medien immer wieder von den erpresserischen Industrielobbies ins Bockshorn jagen lassen. Statt sinnloses Geld in industrienahe Beratungsfirmen zu pumpen, wie in letzter Zeit vor allem auch das BMVg, sollte man sich gratis an die bislang zu allermeist seriösen und zutreffenden Studien von Prognos halten.

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Sharoun 18.12.2018, 16:09
22. Geldfresser Auto

Es wäre interessant zu untersuchen, wie es sich auf die Volkswirtschaft auswirkt, wenn breite Schichten auf das Konsumprodukt Auto verzichten (bzw. sich nur das leisten, was ohne Verschuldung machbar wäre). und stattdessen ihr sauer verdientes Einkommen alternativ vor Ort ausgeben für gutes Essen, Teilnahme an sozialem und kulturellem Leben, werthaltige Gegenstände, ein eigenes Haus, eine Altersvorsorge usw.

Schlecht für die stark monopolisierte Autoindustrie, aber den häufig weggebrochenen Strukturen in der Fläche (Restaurants, Kneipen, Kinos, Ballsäle...) käme das zugute.
Man muß sich immer vor Augen halten, daß das NICHT für das Automobil rausgeschmissene Geld ja nicht verfällt - es wandert nur in andere Portemonaies als in die des Autosektors.

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Ein_denkender_Querulant 18.12.2018, 16:10
23. Muss man Trendsetter sein?

VW hat immer jedem Trand abgewartet und 3-5 Jahre später aus allen vorhandenen Fahrzeugen das beste übernommen. Warum sollte man in eine Technik, die in Europa bisher kaum gefragt wird, sämtliche Entwicklungsgelder stecken?

Es sind bestimmte völlig versmogte Regionen wie z.B. Being, in denen Elektrofahrzeuge als erstes eingeführt werden. Und bei uns passiert mit dem Diesel doch auch eine langsame Entwicklung. Seit zahn Jahren wird das Thema diskutiert und seit zehn Jahren ist Dieselfahren nur aus steuerlichen Gründen attraktiv, weil Diesel merklich geringer besteuert wird als Benzin.

Da hätte der Gesetzgeber längst gegensteuern können und z.B. Kraftstoffe nach dem CO2 Ausstoß besteuern können, dann würde Methan massiv gestärkt, Benzin und vor allem Diesel würde relativ bewertet massiv teuerer. Und Strom sollte ebenso ein Umweltsteuer in ähnlicher Höhe bekommen. Wie billig wird dann auf einmal Solar- und Windstrom.

VW briungte gerade 24 reine Elektrofahrzeuge auf den markt. Vermutlich immer noch zu früh, aber so lange geht der Trend los, da kann man ja mal mitmachen. Was fehlt, ist die europäische Natterieproduktion. Da sollten Fördergelder zur Lenkung fließen.

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muunoy 18.12.2018, 16:10
24. Brennstoffzellen

Zitat von zweifler001
Meistens werden bei solchen Betrachtungen die Batterien als unerlässlich vorausgesetzt. Die Herstellung von Lithiumbatterien ist sehr energieaufwendig und umweltschädigend. Die Entsorgung ist auch sehr problematisch. Zudem sind die Lithiumvorräte zu klein, um die ganze Weltbevölkerung mit Lithiumbatterien für E-Autos zu versorgen. Sie können aber durch Brennstoffzellen ersetzt werden. Diese Szenario wurde anscheinend in der Studie nicht berücksichtigt.
Vollkommen korrekt. Energie zentral zu erzeugen, zu transportieren, zwischen zu speichern und dann dezentral in Batterien mit sich rum zu führen, kann eigentlich kein erfolgreiches Zukunftsmodell sein. Die elektrochemische Verbrennung dagegen schon. Schön daran ist, dass es sich bei elektrochemischer Verbrennung nicht um eine Wärmekraftmaschine handelt, dessen Wirkungsgrad durch den 2. Hauptsatz der Thermodynamik begrenzt ist. Daher sehe auch ich die Brennstoffzelle als wegweisend an. Damit sind die Menschen zwar schon auf dem Mond gelandet (die Eagle wurde von einer Brennstoffzelle versorgt), aber die Forschung wurde lange vernachlässigt. Mercedes hat da eine Menge investiert. Aber aufgrund der zunehmenden Forschungs- und Technologiefeindlichkeit in Deutschland sehe ich da eher Innovationen selbst deutscher Hersteller im Ausland. Mercedes baut ja gerade ein Entwicklungszentrum in China. Bei der Politik von Bundesregierung und EU wäre es ja auch ziemlich dämlich, ausgerechnet in Deutschland für neue Technologien zu investieren, wenn ca. 20% der Wähler auch noch den Grünen ihre Stimme geben wollen.
Klasse wäre es übrigens, wenn Brennstoffzellen, welche Methanol elektrochemisch verbrennen, große Leistungen abwerfen würden. Dann muss nur noch der Katalysator gefunden werden, der ein einfache Reduktion von CO2 zu Methanol erlaubt. Dann wären auch die Klimagläubigen glücklich.

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spmc-125536125024537 18.12.2018, 16:14
25. Weissagung der Cree 2.0

Erst wenn das letzte Kraftwerk abgeschaltet und der letzter Verbrenner stillgelegt ist, werdet ihr feststellen, dass man saubere Luft nicht essen kann

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henry_org 18.12.2018, 16:14
26. Brutaler Denkfehler

Zum einen werden eben nicht ausländische Wettbewerber dazustoßen, denn die haben dasselbe Problem mit den Grenzwerten der EU, mit E-Autos, Ladesäulen und CO2-freier Stromerzeugung. Zum anderen werden sich recht wenig deutsche Michels diese E-Autos leisten können, vor allem, wenn dann zusätzlich hundertausende Hartz4 oder ähnliches, halt Leistungen von einem Staat mit immer weniger Steuereinnahmen, bekommen werden. Und zum dritten ist der Rohstoff Deutschlands das Automobil. In allen Bereichen. Was haben wir denn sonst noch an Industrie, die die Wurzel einer Wertschöpfungskette ist? Neben den direkt betroffenen der Automobil- und Zulieferindustrie werden sämtliche Bereiche im Dienstleistungsgewerbe, Handwerk, Bäcker Metzger, Zeitungen, Versicherungen...etc. betroffen sein. Denn wer Hartz 4 hat baut kein Haus, geht zu Aldi& Co, gibt kein Geld für Zeitschriften und Bücher aus und versichert sich nicht. Und zu guter letzt wird man sich den Rundfunkbeitrag, an dem auch die Rente der ÖR-Beschäftigten hängen, nicht mehr leisten können und auch die üppigen Gehälter und Renten der Politiker und EU-Parlamentarier. Das alles fliest in die Prognos-Rechnung nicht ein. Also lieber weiterdieseln.

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demiurg666 18.12.2018, 16:15
27.

Ich habe sogar gehört, wenn man weltweit alle Beratungs- und Prognoseinstitute schließen würde, würde die Wirtschaft nicht negativ davon in Mitleidenschaft gezogen werden. Was für's für die dort arbeitenden Menschen bedeutet ist ja auch egal. Kommt, wir machen Deutschland zusammen kaputt. Alles was klassische Industrie ist machen wir zu. Zukünftig bedienen wir dann in Deutschland Geld in Consulting Firmen die sich gegenseitig beraten. Viel besser als diese schlimme deutsche Großindustrie, die halt ja nur über 1000000 Menschen in neue und Lohn, deren Familien werden sich auch freuen, das Papa und Mama kein Geld mehr nach Hause bringen werden. Viel besser das an Firmen im Ausland zu verlieren.

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Spiegeldings123 18.12.2018, 16:17
28. Ha, ha, ha!!!

"Warum Deutschland auch ohne VW, Daimler und BMW klarkommt."

Lieber Herr Kröger,

Deutschland kommt schon jetzt nicht mehr klar. Der Berliner Flughafen, die Bundeswehr, die Deutsche Bahn alles nur noch ein Witz. Deutschland verliert sich in Öko-Flausen, Weltrettungsversuchen hinter offenen Grenzen, ohne über diese zu schauen. Wir geben ab. Fachkräfte muss man selber ausbilden. Das erfolgt u.a. auch bei Daimler, VW und BMW. Die Liste, was Deutschland schon alles nicht mehr kann, wird jeden Tag länger. Aber wenn wir als nächstes mit einem Agrarland auf dem Stand des 19. Jahrhunderts zufrieden sein wollen der müssen ...?! Deutschland schleift sich runter. Und noch etwas, wir sind ein Auswanderungsland. In den Kreisen, die mir zugänglich sind, geht der gut ausgebildete Nachwuchs zu nahezu 100% weg hier. Aber es kommt ja auch "Ersatz" über das Mittelmeer usw. Deutschland bzw. seine Politiker, diese EU sind so von ihren "Missionen" so besessen, dass sie gar nicht mehr merken, dass die 80 Mio. Deutsche lediglich 1% der Weltbevölkerung ausmachen, die sie retten wollen. Sry aber Deutschland ist perspektivlos regiert worden. 2030, wo dann hier das letzte Kohlekraftwerk abgeschaltet sein soll, nehme ich als den Zeitpunkt, zu dem hier die Lichter ausgehen. Das halten wir kaum mehr 10 Jahre so durch so. Gesponnen wird zwar immer aber jetzt geht es dann an die Substanz. Und ja auch reiche entwickelte Länder können verarmen und abgehängt werden. Schlagen sie es in den Geschichtsbüchern nach.

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salomohn 18.12.2018, 16:18
29. Subjektive Wahrnehmung

Die großen deutschen Hersteller werden bald ihre Bedeutung verlieren, sind de facto schon jetzt technisch abgehängt.
Eine Vision ist,- wie in der deutschen Politik-, nicht mehr erkennbar, nur noch Marketingsprüche.
Das kommt von kurzfristigem sharholder-value-Denken. Es hat gegen z. B. die Chinesen mit ihren langfristigen Konzepten keine Chance. Manager und Aktionäre in Deutschland haben doch viele Jahre satt abgeschöpft, was sollen also die Krokodilstränen?

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