Forum: Wirtschaft
Studie zur Einkommensverteilung: "Die Reichen bleiben reich, die Armen arm"
DPA

Die soziale Ungleichheit in Deutschland verfestigt sich. Laut einer Studie schaffen es immer weniger Arme, in eine höhere Einkommensgruppe aufzusteigen. Vom Abstieg bedroht sind Teile der Mittelschicht.

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Nordstadtbewohner 10.10.2016, 17:48
1. Eine Frage der Zeit.

"Es gebe steigende Armutsquoten - auch durch die Flüchtlinge"

Das mag momentan so sein, wird sich aber ändern.
Die Rekordsteuereinnahmen und extrem niedrigen Arbeitslosenzahlen sind ein Beleg dafür, dass Arbeitskräfte in Deutschland gebraucht und gesucht werden. Die Flüchtlinge sind momentan "arm dran", aber wenn sie in den Arbeitsmarkt integriert werden, steigen sie massiv auf. Ich denke, die Momentaufnahme täuscht darüber hinweg, dass sich hier einiges tun wird und die Unterschicht stark aufsteigen und profitieren wird.

Interessanterweise wird in dem Artikel übrigens nicht geklärt, was in Deutschland unter "arm" zu verstehen ist. Verhungern muss hier niemand.

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Bürger Icks 10.10.2016, 17:55
2. Im Westen nichts Neues...

Arm bleibt Arm, Reich wird reicher.
Aber zum Glück gehts uns allen ja so gut wie noch nie, laut "scharzer Null" und diversen anderen Realitätsverweigern!

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Freidenker10 10.10.2016, 18:00
3.

Zitat von Nordstadtbewohner
"Es gebe steigende Armutsquoten - auch durch die Flüchtlinge" Das mag momentan so sein, wird sich aber ändern. Die Rekordsteuereinnahmen und extrem niedrigen Arbeitslosenzahlen sind ein Beleg dafür, dass Arbeitskräfte in Deutschland gebraucht und gesucht werden. Die Flüchtlinge sind momentan "arm dran", aber wenn sie in den Arbeitsmarkt integriert werden, steigen sie massiv auf. Ich denke, die Momentaufnahme täuscht darüber hinweg, dass sich hier einiges tun wird und die Unterschicht stark aufsteigen und profitieren wird. Interessanterweise wird in dem Artikel übrigens nicht geklärt, was in Deutschland unter "arm" zu verstehen ist. Verhungern muss hier niemand.
Nicht verhungern zu müssen kann ja wohl nicht der Maßstab sein, oder? Auch ist ein Arbeitsplatz heutzutage längst keine Garantie mehr auch von seinem Einkommen leben zu können. Die Lohnentwicklung der letzten 20 jahre dokumentiert die Misere doch wunderbar! Die Gerringverdiener schauen doch schon seit Ewigkeiten in die Röhre, aber die ohnehin schon reichen oder Gutverdiener profitieren vom Aufschwung. Jetzt kommt halt dazu, dass die s.g. Mittelschicht auch so langsam in die Abwärtsspirale rutscht. Fragen Sie doch mal einen Polizisten, Pfleger, Handwerker wie er/sie mit seinem Gehalt klarkommt bei immer extremer steigenden Mieten und Nebenkosten. Die Politik unternimmt nichts gegen diese Entwicklung weil die Statistiken einen immer größer werdenden Wohlstand ausweisen, nur wie dieser verteilt ist juckt niemanden.

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frysoto 10.10.2016, 18:00
4. lächerliche Studie

Wessen Geld ich bekomme, dessen Lied ich singe.

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cosifantutte 10.10.2016, 18:03
5. Wenn man sich anstrengt (richtig ernsthaft)

und noch ein bisschen Glück hat kommt man schon auf das Doppelte des Medianeinkommens. Es gibt aber leider sehr viele, die den gemütlichen Weg gehen. Dann hat man halt nur das Medianeinkommen oder weniger bis zur definierten Armut.

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TomBoe 10.10.2016, 18:03
6. Inhaltlich reicher erhöht Leseverständnis

Ich hoffe niemanden auf die Füße zu treten. Wahrscheinlich bin ich schon unterhalb des vorausgesetzten Intelligenzquotienten. Aber leider ist mir nicht bekannt, ob die Jahresgehälter Brutto oder Netto zu verstehen sind. Ich gehe einfach mal von Netto aus. Und wer ist bitte WSI?
Und – ist es denn so schwer, die Quelle zu verlinken? http://www.boeckler.de/pdf/p_wsi_report_31_2016.pdf

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002614 10.10.2016, 18:04
7. Es ist doch lächerlich

jetzt (wieder) eine Studie aus 2013 zu veröffentlichen und die Binsenweisheit, dass
Arme eher arm bleiben, wieder zu thematisieren.

Dass 1991 bis 1995 noch 58 Prozent der Armen in eine höhere Gehaltsgruppe aufsteigen
konnten und zwischen 2009 und 2013 nur noch 50 Prozent ... - was soll uns das sagen?
Ab 1991 konnten viele DDR-Bürger in der Bundesrepublik besser bezahlte Arbeit bekommen.
Das macht vielleicht den Unterschied von den 8 Prozent !

Dass Bildung dazu verhilft, dass man nicht die am schlechtesten bezahlten Jobs annehmen muss,
ist doch wohl auch klar. (!)

Wer hat eigentlich ein Interesse daran, uns immerzu arm zu reden? - Wenn einige Milliardäre wie
Bill Gates und Mark Zuckerberg ihren Wohnsitz nach Deuitschland verlegten, wären auf einen Schlag
Zig-Tausende in Deutschland "arm" geworden.

Der Umstand, dass die Reichen reicher werden, macht nach unserer Berechnung die Armen ganz
automatisch ärmer, auch wenn sie keinen Cent weniger in der Tasche hätten.

Was nie berücksichtigt wird ist, dass es mit den jetzigen Internet-Möglichkeiten einige Menschen gibt,
die "auf das richtige Pferd setzen", vielleicht ein Start-up gründen und es zum Erfolg führen, das sie für
viel Geld verkaufen können und dadurch tatsächlich "reich" werden. - S t a t i s t i s c h werden aber allein
dadurch wieder etliche Leute "arm".

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muellerthomas 10.10.2016, 18:14
8.

Zitat von 002614
Wenn einige Milliardäre wie Bill Gates und Mark Zuckerberg ihren Wohnsitz nach Deuitschland verlegten, wären auf einen Schlag Zig-Tausende in Deutschland "arm" geworden.
Nein, das würde das Medianeinkommen nicht verändern.

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Xantos73 10.10.2016, 18:25
9. Arm und Reich...

wird im Turbo-Kapitalismus immer weiter auseinander laufen. Die Sozialsysteme werden immer weiter nach unten gefahren, das Bildungssystem ist eine Schande für solch ein reiches Land und wir werden zunehmend amerikanische Verhältnisse bekommen. Die Getto-Bildung in den Großstädten ist schon lange Realität. Es gibt teilweise Stadtviertel in die sich die Polizei gar nicht mehr rein traut. Diese Artikel ist allein durch Worte wie "bleibt" sehr moderat in der Benennung der realen Verhältnisse. Und dem Forenmitglied das schrieb "Verhungern muss hier niemand..." Der soll man in Berlin die Zahl erfrohrener Menschen nachfragen, die sich die Heizkosten nicht mehr leisten konnten, oder der Opa der an CO-Vergiftung gestorben ist weil er seinen alten Kanonenofen aus Not wieder in Betrieb genommen hatte. Einzelschicksale? In Summe aber sehr bezeichnend oder?

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