Forum: Wirtschaft
Studie zur "Generation Mitte": Deutschlands Angst vor dem Abstieg
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Den Deutschen geht es materiell so gut wie selten zuvor. Und doch glauben laut einer neuen Studie sehr viele Menschen, dass es mit der Wirtschaft bald bergab geht. Die Verunsicherung ist offenbar riesig.

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_annoyed 17.09.2019, 12:15
230. Und.. haben Sie das mal mit den Nachrichten abgeglichen?

- Die Mehrheit sagt es ginge ihr besser als noch vor 5 Jahren?

Welch Überraschung. in den letzten 3 Jahren hatten wir erstmals seit 2000 (!) wieder Reallohnsteigerungen für einen Großteil der Bürger.

- Die Mehrheit geht davon aus, dass die Wirtschaft stagniert oder zurückfällt?

Komisch, wo doch 95% der Experten rund um die Uhr in den Medien verkünden, die Wirtschaft würde stagnieren oder zurückfallen. Wegen des Brexit, wegen des Handelskrieges zwischen USA und China, Klimaerwärmung, und den immer offensichtlicher werdenden Folgen des Raubbaus an der Mitwelt.. multiresistente Keime, Absterben empfindlicher Monokulturen, Versteppung.... (Realität)

... und Dingen wie "Fachkräftemangel", die zwar eine reine Erfindung ist (oder vielmehr Definitionssache - wenn sich weniger als 10 qualifizierte Bewerber auf eine Stelle bewerben, ist das per Definition bereits "Fachkräftemangel"), aber eben trotzdem ständig in den Medien wiedergekäut wird.

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Hier also von einer "tiefgreifenden Verunsicherung" zu sprechen scheint mir nicht übermäßig sinnvoll. Das dürfte eher eine recht realistische Einschätzung der Lage zu sein, größtenteils nach Faktenlage, oder zumindest nach der Faktenlage wie sie sich in den Medien darstellt.

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Multiresistente Keime, die Ungerechtigkeiten der Steuerpolitik, Umsatzsteuerkarussells, und der Einfluss von Oligarchen und Konzernen auf die Politik werden ja deutlich weniger thematisiert als z.B. Terror, Flüchtlinge, Brexit oder Fußball, Adel und süße Zootiere.

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_annoyed 17.09.2019, 12:21
231.

Zitat von jk1!
sondern den Deutschen mit guten Jobs und Vermögen. Der Anteil der Menschen ohne Vermögen und mit kleiner Rente oder der Aussicht auf Altersarmut ist hoch wie nie seit den 1950er Jahren. Warum passt das nicht in den Kopf der Journalisten? Mögliche Lösung: sie kommen mittlerweile alle aus dem Milieu derer, denen es tatsächlich gut geht, leben in großstädtischen Blasen mit sozialen Kontakten in die mittleren und hohen sozialen Milieus und kennen schlicht die Sorgen und Nöte der wirtschaftlich schwachen Menschen nicht aus eigenem Erleben. Intellektuelle Blasenbildung im Journalismus?!
Nun muss man allerdings sagen, dass die Leute, die heute bereits auf die Altersarmut zulaufen, das auch schon vor 5 Jahren getan haben. Nur dass sie heute eben ein oder zwei Gehaltserhöhungen oberhalb der Inflation hinter sich haben, und vor 5 Jahren eben nicht.

Das ändert natürlich nix daran, dass sie im Alter Grundsicherung beantragen werden müssen, und heute durch ihre geringen Löhne und hohen Steuern die Vermögen der Reichen subventionieren. Aber immerhin mit ein klein wenig mehr Kaufkraft als früher.

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j.kawalek 17.09.2019, 12:37
232. Angstschüren um bei dem Alten zu bleiben.

Wie Putin vor der Wahl einen Krieg braucht, um den Frieden zu verteidigen, um wiedergewählt werden, so braucht die dt. Regierung Konjunkturschlagstock, um bloß nicht die "unerfahrene" Alternative zu Macht zuzulassen....wir alten Hasen können gut mit den Kreisen umgehen (die wir selbst verursacht haben) Grüsse!

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stephan.b.rey 17.09.2019, 13:02
233. tja, seltsam es ist

Die Angst der Deutschen vor irgendwas, vor allem aber um ihren materiellen Wohlstand, liegt eher in der Unwissenheit über wirtschaftliche Zusammenhänge begründet, als in der Sache selbst. Klar, da war was mit Autos und da ist das Klima, auch das politische, dort sind Hiobsbotschaften und hier sind Katastrophen. Ich bezweifle, dass die Angst auf Abstieg tatsächlich aus der Sache kommt.

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Aliensquadron 17.09.2019, 17:36
234. Vermögensverteilung

Unser System ist so gestrickt dass nur sehr wenige Millionen produktive Menschen die anderen über 60 Millionen Menschen versorgen, dafür bekommen diese selbst das kleinste Stück vom Kuchen. In Zeiten von Kapitalismus und Ausbeutung in Verbindung im einer Grün-Linksliberalen korrupten Regierung fährt das Land den Abgrund herab. Die Medien sind clever von Tatsachen abzulenken und das Volk lässt sich an der Nase herumführen damit die nächsten Steuererhöhungen und Enteignungen (Negativzins) ihren Lauf nehmen kann...
Volksfeindliche Regierungen führen irgendwann zu Konsequenzen ...

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whisler3000 17.09.2019, 17:56
235. je höher, desto platsch..

Also ich darf seit neusten, ein Tag weniger arbeiten. der Sonntag mit 12 Stunden wurde gestrichen - Auftragslage zu schlecht.. ist letzte Woche eingebrochen.
Es geht runter, die Rezession greift durch? Um eine steigerung zu erfahren kann es nicht immer nur nach oben gehen, auch wenn alle gern den Wachstum sehen, es wird ja Produziert ohne ende als hätten wir Rohstoffe ohne ende.. und es wird überwiegend für die Tonne produziert um den Konsum zu fördern.. Der Kapitalismus kennt keine Skrupel es geht nur ums Geld und Macht. Auf kosten aller die nicht davon profitieren.

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berndbriele 17.09.2019, 19:32
236. Keine Angst, sondern sehr konkrete Befürchtungen....

Wenn es "dem durchschnittlichen Deutschen" tatsächlich so gut ginge wie nie, dann wäre das alles in der Tat nur leeres "German-Angst"-Gerede. Fakt ist allerdings, dass es für sehr viele Menschen in Deutschland ganz konkrete und "erlebte" Gründe gibt, sich vor einem wirtschaftlichen Abstieg zu fürchten:
- die weltpolitische Lage ist so unübersichtlich und instabil wie seit Jahrzehnten nicht; die exportabhängige deutsche Wirtschaft in großer Gefahr;
- die kaum zu kontrollierenden Migrationsströme führen zu einer zunehmenden Verunsicherung der Bevölkerung mit erlebter Kriminalität und Gewalätigkeit bestimmter Migrantengruppen und einem zunehmenden rechtsradikalen Gewaltpotenzial;
- einem Komplettversagen der Politik der letzten Jahrzehnte in Bezug auf die Zukunftsfähigkeit unseres Landes: notwendige Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Gesundheit wurden entweder verschlafen oder vermurkst.
- ein erheblicher Teil der Menschen, welche innerhalb der kommenden Jahre in Rente gehen, landet in der Altersarmut (höchtes Renteneintrittsalter in Europa bei gleichzeitig niedrigstem Rentenniveau in Bezug zum Bruttoeinkommen).
Noch Fragen?

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camilli79 18.09.2019, 13:52
237.

Zitat von Aliensquadron
Unser System ist so gestrickt dass nur sehr wenige Millionen produktive Menschen die anderen über 60 Millionen Menschen versorgen, dafür bekommen diese selbst das kleinste Stück vom Kuchen. In Zeiten von Kapitalismus und Ausbeutung in Verbindung im einer Grün-Linksliberalen korrupten Regierung fährt das Land den Abgrund herab. Die Medien sind clever von Tatsachen abzulenken und das Volk lässt sich an der Nase herumführen damit die nächsten Steuererhöhungen und Enteignungen (Negativzins) ihren Lauf nehmen kann... Volksfeindliche Regierungen führen irgendwann zu Konsequenzen ...
man sollte auch nicht vergessen, dass die Medien bei der dreistesten Selbstbedienungs Action unseres deutschen Parlaments 2001 einen dezenten Mantel des Gewährens gelegt hatten, weil die Medien den Parteine verbunden sind. 2001 tauschte der BT die Gehälter der Abgeordneten 1:1 von DM in Euros. Nur die Linken waren dagegen, auf die sowieso niemand hörte. Bei ca 700 Abgeordneten ist die Belastung natürlich vernachlässigbar aber es war eine Signalwirkung, die heftige Proteste in den Medien hätte hervorrufen müssen. Schliesslich sind danach noch mehrere Diäten Erhöhungen passiert, alle von Linken und der AFD abgelehnt, von den Etablierten aber kalt beschlossen.

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