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Studie zur Kinderarmut: Einmal unten, immer unten
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Den meisten Familien mit Kindern geht es gut in Deutschland - doch vielen bedürftigen Haushalten gelingt es kaum, sich aus der Armut zu befreien. Das hat Folgen für Bildungschancen und Gesundheit.

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axel_roland 23.10.2017, 11:21
1. Das Problem ist Bildungsferne

Ich kann allen Politikern und Sozialarbeitern nur beipflichten, die immer wieder betonen, dass Bildungsferne das Problem ist.

Ja, in Deutschland hat jeder die Möglichkeit seinen sozialen Status zu verbessern - auch wenn viele Linke das naturgemäß anders sehen.

Tatsächlich hat man hier im internationalen Vergleich sogar mit die besten Chancen, wenn man denn wollte - und genau da ist das Problem: Kinder können oft nicht, weil ihre Eltern nicht wollen.

Das ist aber kein Problem, dass der Staat angehen kann, ohne Kinder aus prekären Familien zu entfernen.

Wenn man sich Familien anschaut, bei denen Opa und Papa von Hartz 4 leben und die Kinder schon unter Beifall der Assi-Familie bekunden es ebenfalls mal so handhaben zu wollen - was will man da schon machen? Es auf den Staat schieben? Kann man machen - ich würde es nicht - ich fordere mehr Eigenverantwortung von meinen Mitmenschen - sorry dafür!

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wug2012 23.10.2017, 11:27
2. -Den meisten Familien mit Kindern geht es gut in Deutschland"

Alleine die Einleitung des Artikels spiegelt bereits die ganze Arroganz und Iggnoranz des Verfassers gegenüber Familien mit Kindern in Deutschland wieder. Als vierfacher Familienvater steht mir dieses Urteil zu. Wer sich in Deutschland für Kinder entscheidet, entscheidet sich für ein Leben mit erheblich finanziellen Entbehrungen. Da unsere Politiker so gerne Reformen auf den Weg bringen, wäre doch hier ein Betätigungsfeld gegeben. Warum profitieren Kinderlose von den Mühen der Väter und Mütter. Dieses System wird mir immer ein Rätsel bleiben.

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mps58 23.10.2017, 11:35
3. Geld beseitigt keine Bildungsferne

Mit Geld alleine wird es nicht gelingen, in bildungsfernen Familien einen Hunger nach Bildung zu stimulieren. Das Problem liegt in den Köpfen und es gibt eine Verbindung zum kulturellen Hintergrund, speziell in der Wertschätzung von Leistung.

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Nordstadtbewohner 23.10.2017, 11:36
4. Erst denken, dann handeln

Ich denke, viele (angehende) Eltern machen es sich zu einfach: Sie setzen zuerst Kinder in die Welt und überlegen dann, wie sie sie finanzieren können. Wer vorher nicht rechtzeitig nachdenkt, findet sich dann natürlich in der "Armutsfalle" wieder.

Dazu kommt, dass ich die derzeitige Armutsdefinition für grundsätzlich falsch halte. Arm ist für mich jemand, der kein Dach über den Kopf hat und nichts zu essen. Die im Artikel genannte 60%-Regel halte ich für dekadent.

Meine Frau und ich haben gemeinsam 3 Kinder. Wir haben uns vor der Elternschaft eine entsprechende wirtschaftliche Existenz aufgebaut, um unseren Kinder eine wohlbehütete Zukunft zu schaffen inklusive dem Besuch einer Schule in freier Trägerschaft, die Schulgeld verlangt.

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meinungsforscher 23.10.2017, 11:37
5. Leider!

Diese Familien sind leider isoliert und die Kinder somit auch. Ich erlebe das jeden Tag: im Kindergarten werden die Kinder aus Hartz 4 Haushalten quasi morgens mit rauchender Kippe im Mund "abgeschoben"; nachmittags sieht man das Klientel dann bei Aldi an der Kasse (im Einkaufwagen überwiegend Tabakprodukte, Alkohol, Fertiggerichte und Süßigkeiten); beim Kindergarten-Sommerfest sind alle Hartz 4 Familien ebenfalls vor dem Tor vereint (weil man auf dem Kindergartengelände nicht rauchen darf): alle Eltern helfen mit (Auf-, Abbau, Grill- und Getränkestand): die Hartz 4 Eltern nicht; dafür wird reichlich Bier konsumiert (vorher wurde auf dem Elternabend noch diskutiert ob überhaupt Alkohol ausgeschenkt werden soll: die Leiterin des Kindergartens sprach sich dafür aus, weil sonst eben diese Familien nicht kommen würden!); muss von zu Hause etwas mitgebracht oder organisiert werden: Fehlanzeige; Elternabende werden ignoriert usw. Es ist leider so, dass sich diese Familien selbst ausgrenzen und die Kinder keine Entwicklungsmöglichkeiten bekommen. Ausnahmen aus meiner Wahrnehmung leider Fehlanzeige!

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dasmagazin2017 23.10.2017, 11:40
6. Wir können auf keinen klugen Kopf verzichten!

Diese Kinder dürfen nicht zurückbleiben und vergessen werden. Erst Recht nicht in Zeiten der Flüchtlingskrise. Hier darf politisch kein Ungleichgewicht entstehen. Das wäre fatal, denn diese Menschen merken das und sind Wähler

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GoaSkin 23.10.2017, 11:40
7. Schulnoten

Reiche Kinder haben deshalb bessere Noten, weil nicht nur die Kinder von ihren Eltern Druck bekommen, in der Schule etwas zu leisten, sondern reiche Eltern auch dazu geneigt sind, den Lehrern Druck zu machen, dass ihre Kinder unbedingt Noten brauchen und das "dafür Notwendige" passieren soll.

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joomee 23.10.2017, 11:42
8. Gesünder und bessere Schüler

Klar muss man hier was machen. Aber ob die Mehrzahl der Kinder dann bessere Schüler wären und gesünder leben würden, wenn es nur mehr Geld gibt, bezweifle ich.

Nach meiner Beobachtung (auch im der weiteren Familienkreis) legen vielen Eltern in diesen Haushalten leider auch wenig Wert auf Bildung, gesundes Essen, Sport etc.
Man müsste also auch ganz stark in das Selbstbestimmungs- und Erziehungsrecht der Eltern eingreifen. Schwieriges Thema...

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genugistgenug 23.10.2017, 11:42
9. Immer wieder Studien statt Arbeit/Lösung!

Eine Studie ist kein Ersatz für eine Entscheidung/Arbeit.

Die Studien sind doch nur noch Beschäftigungstherapie und Ersatz für Aktivitäten um das Problem anzugehen, bzw. die Verantwortung abzuwälzen.
Es gibt doch inzwischen für alles Studien und wenn diese älter sind, werden neue beauftragt - dazu die Ausrede für die Faulheit 'Im Moment wird eine Studie erstellt - wir haben dazu eine eigene/neue Studie in Auftrag gegeben - usw.'.
Dabei sind die Ergebnisse dieser "Studien" doch maximal Allgemeinwissen, aufgebauscht mit den üblichen Phrasen.
Was kosten diese Studien eigentlich?
Wie oft werden sie recyclet?
Wer erstellt die Sudien eigentlich? Denn Bertelsmann Stiftung ist zu allgemein und vermutlich gibt dann dieselbe Person auch die Gegen/Folgestudie ab.

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