Forum: Wirtschaft
Studie zur Kinderarmut: Wenn das Geld nicht mehr für den Zoobesuch reicht
Christian Charisius/ DPA

Eis auf Ausflügen, Märchen im Theater oder Spielzeug: Kinder aus ärmeren Familien haben laut einer Studie zufolge immer weniger Geld für soziale Teilhabe zur Verfügung - mit gravierenden Folgen.

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salomohn 01.08.2019, 11:06
1. Einerseits

Höhere Transferleistungen sind sinnvoll, wenn sie bei den Kindern ankommen. Was fehlt, ist eine Betreuung, die die Leistungen moderieren kann. Und viel Bildung für alle, damit die zukünftigen Eltern mehr Kompetenz erwerben.

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Jörg Gehrke 01.08.2019, 11:10
2. Kosten für Zoobesuch

Für einen Besuch im Zoo Hannover muss eine 4-köpfige Familie mindestens 42€ bezahlen. Essen und Trinken sollte aber selbst mitgebracht werden - sofern für selbiges dann überhaupt noch Geld übrig ist.

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Flinsenberger 01.08.2019, 11:13
3. Skandal

Dass reiche Kinder dem Staat mehr Geld wert sind als arme (oder gar durchschnittliche) Kinder, ist in der Tat ein seit Jahren bestehender Skandal.

Hier wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle Kinder ein sinnvoller Schritt. Jedes Kind sollte dem Staat gleich viel wert sein. Für den Rest sorgen dann schon die Eltern.

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josho 01.08.2019, 11:14
4. Sehr traurig....

.....für ein Land, das sich selbst eines der reichsten der Welt nennt und welches in den letzten 15 von 20 Jahren von einer Partei mitregiert wurde, die sich soziale Gerechtigkeit auf die Fahnen geschrieben hat.

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michaelXXLF 01.08.2019, 11:15
5. Thema Zoobesuch

Ich weiß nicht so recht, wann sie zuletzt in einem Zoo waren, aber die verlangen heutzutage Eintrittspreise, da wird einem übel. Wenn es dann so ein Erlebnis-Zoo wie in Gelsenkirchen sein soll, da ist eine Familie direkt mal 55,-€ für zwei Erwachsene plus ein Kind los, pro weiteres Kind nochmal 13,-€. Das ist abartig teuer.

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hausi_gdr 01.08.2019, 11:17
6. Wo kommen denn diese Daten her

Verheiratet mit drei Kindern über 5.000 Eur netto HH Einkommen. Finde den Fehler.lol.

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Rocco Siffredi 01.08.2019, 11:18
7. Wär hätte das gedacht, die Armen werden Ärmer, die Reichen reicher.

ist das jetzt was Neues? Man kann viel darüber palavern. Man kann aber auch einfach ehrlich sein, es ist politsch gewollt und fertig. Die finanziellen Eliten machen sich es schön, der Rest kann schauen, wo er bleibt. Also alles wie immer ;-)

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hugolette 01.08.2019, 11:19
8. Alleinerziehende zahlen hohe Steuern, wie Singles

Es gibt kein Familiensplitting, nur das veraltete Ehegattensplitting, auch für kinderlose. Alleinerziehende sind am meisten von Armut betroffen, auch wenn sie Vollzeit arbeiten.
Weg mit dem Ehegattensplitting und steuerliche Förderung da, wo Kinder sind und nicht Ehe!

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syracusa 01.08.2019, 11:19
9. Armut ist relativ

"Die Autoren fordern daher mehr Sozialleistungen für Kinder aus armen Familien. Die existenzsichernden Leistungen seien nicht bedarfsdeckend, um Armut und soziale Ausgrenzung zu vermeiden."

Weil Armut als soziale Kategorie immer relativ ist, werden Sozialleistungen niemals in der Lage seim Armut zu beseitigen. Beseitigt wird dann nur der Abstand zwischen Armen und Nicht-Armen.

Der Maßstab für Sozialleistungen muss deshalb grundsätzlich die soziale Teilhabe sein. Wenn in einer Gesellschaft aus lauter Einkommensmillionären die Schule einen Klassenausflug auf die Seychellen beschließt, dann kann die einzige Familie mit nur einer halben Million Einkommen das eventuell nicht finanzieren, und dann muss es für sie Sozialleistungen geben, die den Kindern die soziale Teilhabe ermöglichen.

In Deutschland ist Armut sehr weit verbreitet, viele Kinder werden sozial ausgegrenzt und dadurch ihrer Chancen beraubt. Das muss sich ändern.

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