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Studie zur Kinderarmut: Wenn das Geld nicht mehr für den Zoobesuch reicht
Christian Charisius/ DPA

Eis auf Ausflügen, Märchen im Theater oder Spielzeug: Kinder aus ärmeren Familien haben laut einer Studie zufolge immer weniger Geld für soziale Teilhabe zur Verfügung - mit gravierenden Folgen.

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LirumLarom 01.08.2019, 15:15
180.

Zitat von Thomas Magnum
Da das Kindergeld den Eltern und Kindern SOFORT und direkt an der Sozialhilfe bzw. am Hartz IV abgezogen wird, kommt dabei kein einziger Cent mehr herum.
Das z.Z. Kindergeld geben den ALGI-Satz für Kinder angerechnet werden ist doch nicht das eigentliche Problem. Letztendlich kommt es darauf an wie hoch die entsprechenden Sätze sind.

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exxilist 01.08.2019, 15:24
181. 50 Millionen Zoobesuche

Wenn wir in Merkelland Hunderte Milliarden ausgeben um Banken zu retten, die sich mit Hochrisikogeschäften, die 1. Keiner braucht und 2. Nur dazu dienen dem kleinem Mann das Geld aus der Tasche zu ziehen bzw. ihn zu verarschen, selbst in die Kacke gesumpft haben,
dann brauchen wir uns auch nicht wundern wen für Kinder kein Geld mehr da ist. Dazu kommt dann noch das unsinnige, dilettantische verbraten von Steuergeldern.
Man nehme nur einmal 2 dieser CDU/CSU Minister.
Scheuer hat gerade 300 Millionen in den Sand gesetzt weil er zu doof ist allereinfachste Grundsätze des Vertragswesens anzuwenden.
Und Von der Leyen hat in den letzten 5 Jahren 660 Millionen verbraten ohne das da irgendetwas fruchtbares bei rumgekommen wäre.
Macht knapp ein Milliarde €. Zeitraum 5 Jahre. Ein Zoobesuch mit Eis und Pommes kostet ca. 20 €. Macht 50 Millionen Zoobesuche nur durch die Unfähigkeit von 2 Ministern. Wenn wir dann noch die Rettungsmilliarden der Banken hinzurechnen könnten ja zudem nahezu alle maroden Spielplätze und Schulen saniert werden.
Aber es sind ja nur Kinder.

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Freier.Buerger 01.08.2019, 15:30
182.

Zitat von mhwse
kostet EUR 13 für den ganzen Haushalt - das ÖR (das keiner sehen will - und bei dem Kinder populistisch verunglimpft werden) - kostet EUR 18 teuer dagegen: Schwimmunterricht, Tagesausflüge, Fußballverein, speziellere Kurse - die ggf. wirklich Spaß machen. (Tauchen/Kampfsport z.B.) Was meinen Sie, kann sich der Arme leisten? Und im Zoo kranke, eingesperrte Tiere angucken - ist es einfach auch nicht.
Sie haben mich nicht verstanden.
Hier wird zum Skandal erklärt, dass es 80% der Menschen in diesem Land viel besser geht als früher. Nur 20% geht es eben nicht viel besser sondern nur wenig besser oder gleich schlecht wie früher. Diese fühlen sich aber jetzt viel ärmer.

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mina2010 01.08.2019, 15:59
183. Familien werden vom Rest der Gesellschaft gnadenlos ausgeplündert.

Zitat von jemde
Grundsätzlich muss meiner Meinung nach immer wieder darauf hingewiesen werden, dass die Aufwände, die beim Aufziehen der Kinder entstehen, um Größenordnungen höher sind, als die Zuwendungen des Staates an die Eltern. Das ist oft genug vorgerechnet worden und muss hier nicht wiederholt werden. Jüngstes Beispiel: Weil unsere mittlere Tochter 25 geworden und noch nicht ganz mit ihrem Master-Studium fertig ist, wird uns das Kindergeld gestrichen - peng. Dass ihre Miete und die Lebenshaltungskosten, für die wir natürlich aufkommen, weiterlaufen, interessiert niemanden. Familien werden vom Rest der Gesellschaft gnadenlos ausgeplündert. Ärmere Familien trifft das besonders hart, besser gestellte fühlen sich, wenn die Kinder aus dem Haus gegangen sind, wie eine ausgepresste Zitrone. Wir bräuchten ein familienfreundliche Steuerreform zum Beispiel mit einem Familien-Splitting. So wie es im Moment ist, nehmen uns die kalte Progression und die hohen Lebenshaltungskosten gnadenlos in die Zange. Der Staat nimmt sich den größten Teil und gibt nur Almosen zurück.
Würde ich mal nicht so sehen, der kinderlose Rest finaziert das schon ganz gut mit.
Bei gleichen Einkommen zahlt ein Single genausoviel Krankenkassenbeiträge wie ein arbeitender Familienvater mit nichtarbeitender Frau und Kind zu hause. Wird der Single dreimal so oft krank. Steurklasse eins, kein Kinderfreibetrag.
Wer finanziert Kitas oder Schulen mit?

Ist aber eine relativ überflüssige Diskussion.

Massgeblich ist eigentlich nur dass man Kinder mit Herz und Seele haben möchte ... und sie nicht zum Rechenbeispiel machen.

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charlybird 01.08.2019, 16:08
184. Ihre Sichtweise ist ein wenig zu naiv.

Zitat von Freier.Buerger
Hoho, Sie haben es erfasst. Das Problem ist nicht, dass die Spaltung zunimmt, oder dass es vielen schlechter geht als früher. Nein. Das Problem ist, es geht den allermeisten viel besser als früher. Es gibt viel mehr Freizeit und viel mehr Optionen diese auch gegen Geld zu verbringen. Die allermeisten, können sich das auch leisten. Leider gibt es 10..20% denen es nicht so viel besser geht. Das wenige, was es ihnen immer noch besser geht als früher, geht halt fürs Smartphone und Netflix drauf und reicht dann nicht mehr für den Zoo. Der Skandal ist also, 80% geht es viel besser als früher. 20% nur wenig oder nicht besser als früher.
Im Prinzip geht es allen Menschen besser als früher und in jedem Fall als ganz früher.
Aber der Reichtum nach oben hat deutlich und überproportional schneller und drastisch zugenommen, gegenüber der Mitte und Unten und das großenteils sogar leistungslos.
Wir haben nachweislich ein erodierende Mitte, die teilweise mit den Existenzkosten nicht mehr Schritt halten kann und eine Armutsgefährdung und bereits vorhanden Armut von ca. 25-30 % unserer Bevölkerung.
Und solche Einwände wie Smartphone ,Netflix und Internet wären eben die Hindernisse für einen Zoobesuch sind lächerlich.
Eine digitale Grundversorgung ist heutzutage und zukünftig unerlässlich und sollte eben so behandelt werden.
Diese Gesellschaft hat sich mehr und mehr mit Hilfe konservativer Politik in diese Entwicklung begeben und es wird weiter dafür gesorgt, vor allem medial, dass Meinungen wie die Ihre das auch nicht mehr aufhalten, weil Armut ist ja erst, wenn man hungern muss.
Das aber muss keiner, weil die Tafeln in der Republik in den letzten Jahren von ein paar wenigen auf mittlerweile über EINTAUSEND angestiegen sind, während man sich in diesem Zeitraum zwei oder dreimal die Diäten erhöhte und solche verantwortlichen ''freien Mitbürger'', wie Sie, glauben macht, in diesem Land lebt es sich auch arm ganz komfortabel.

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kika2012 01.08.2019, 16:12
185. spon-facebook-10000371014

So ein Unsinn. Man kann ja auch beides haben. Mein Sohn hat ziemlich viel Spass und Fantasie. Trotz Netflix.
Immer diese rückwärtsgewandten Jammerer

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Doberitz 01.08.2019, 16:13
186. Es geht Null um Chancen, nur um Freizeitgestaltung

Wegen Zoo oder Eis hat man nicht weniger Chancen. Wenn die Eltern wollten ginge auch das. Die Mehrzahl der Leute haben keinen finanziellen Abstieg erlebt, sondern das konnte man vorher kalkulieren. Die eigenene Kinder sind nicht primär Aufgabe der Gesellschaft. Übernimmt die einfach alles, fehlt jeglicher Anreiz zur Vernunft, ein wenig darf einen das Kind auch selbst was kosten, eine Art Schutzgebühr, dann muss man was vom eigenen Geld abzwacken und da ist viel Luft. Den besten Verdiener bekommt man mit genug Familie arm gerechnet, während der Singlekleinverdiener scheinbar fett verdient. Konsequenzen aus Partnerwahl und Kinderzahl bitte nicht weiter sozialiseren. Und weg mit dem relativen Armutbegriff.
Klar geben Leute, die auf mehr Leistungen hoffen, im interview an, dass kein Geld für Zoo da wäre.

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mostly_harmless 01.08.2019, 16:17
187.

Zitat von lame77
Bildung ist übrigens auch kein Garant mehr für mehr Teilhabe oder gesellschaftlichen Aufstieg. Auch wenn das die Apologeten des gegenwärtigen Systems gerne noch behaupten. [...]
Bildung war noch NIE ein Garant für gesellschaftlichen Aufstieg. Wenn Sie vor 30 Jahren Meeresbiologie (ein Beispiel unter vielen) studiert haben, und das nicht an der Kieler Uni, war das Studium in 99,9% aller Fälle für die Katz. Haben Sie in den 70ern Ägyptologie studiert, sah es ähnlich aus. etc. pp.
Und NIEMAND behauptet (oder hat jemals behauptet), das sei anders.

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sj_comment 01.08.2019, 16:20
188. Überhaupt kein Problem

dann müssen auch keine Tiere beengt in Käfigen mit Hospitalismus leben! Die Tiere leiden, das erzählt mal euren kindern genau! Gleiche beim Zirkus! Es müssen keine 55 eur hierfür ausgegeben werden - gibt sinnvollere und preiswertere Unternehmungen!

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LirumLarom 01.08.2019, 16:26
189.

Zitat von mina2010
Würde ich mal nicht so sehen, der kinderlose Rest finaziert das schon ganz gut mit. Bei gleichen Einkommen zahlt ein Single genausoviel Krankenkassenbeiträge wie ein arbeitender Familienvater mit nichtarbeitender Frau und Kind zu hause. Wird der Single dreimal so oft krank. Steurklasse eins, kein Kinderfreibetrag. Wer finanziert Kitas oder Schulen mit? Ist aber eine relativ überflüssige Diskussion. Massgeblich ist eigentlich nur dass man Kinder mit Herz und Seele haben möchte ... und sie nicht zum Rechenbeispiel machen.
Anmerkung zur Familienversicherung der KK.

Oftmals, so auch bei ihnen, schwingt unterschwellig mit das die kostenlose Familienversicherung des nichtarbeitenden Ehepartners eine (ungerechtfertigte) Unterstützung sei!

Dem ist nicht so!
Erste gilt die Mitversicherung des Ehepartners ohnehin nur wenn dieser kein oder nur ein geringfügiges Einkommen hat.
Zweites wird für die KK kein fester (absoluter) Beitrag gezahlt, sondern ein prozentualer Anteil vom Bruttoeinkommen.

Folglich zahle ein Ehepaar wo jeder 2000€ verdient (in Summe also 4000€) den selben Kassenbeitrag wie ein Ehepaar bei dem einer 4000€ und der andere Nichts verdient!
Ungerechtigkeiten gibt es nur dann wenn im zweiten Fall das Einzeleinkommen die Beitragsbemessungsgrenze der KK erreicht.

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