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Studie zur Rente: Altersarmut nimmt in Deutschland drastisch zu
DPA

Den Ruhestand sorgenfrei genießen? Für immer mehr Senioren wird das unmöglich. Bis 2036 steigt die Altersarmut laut einer Studie deutlich - und die Reformpläne der Politik helfen kaum.

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Freidenker10 26.06.2017, 06:37
1.

Eine niedrige Arbeitslosigkeit ändert gar nichts an einer bevorstehenden Altersarmut solange die Löhne nicht nur beim Management und bei Politkern steigen. Wer heute kaum von seinem Lohn leben kann, der wird ganz sicher keine Rente beziehen von der er leben können wird! Bessererung ist auch nicht zu erwarten, da man sich scheinbar gesellschaftlich damit abgefunden hat das immer mehr Menschen in die Röhre schauen und sich eine kleine Schicht die Taschen füllt! Deshalb wäre ja eine Gerechtigkeitsdebatte so wichtig, aber wie es scheint wählt man halt wieder aus Gewohnheit Merkel und belässt damit alles wie es ist...

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pierrotlalune 26.06.2017, 07:00
2.

Was wirken würde, wäre, dass die Beamten, selbstständige etc. ebenfalls einzahlen müssten. Keinen sonderstatus mehr für Beamten, die ja mit 70 % vom brutto in die Rente gehen. Wie in der Schweiz oder Österreich, kleinere Länder wie Deutschland wo die Menschen jedoch einen besseren Lebensabend geniessen dürfen. Es gab ein Bericht, eine Rentnerin im kleinen Österreich bekommt ca. 350 Euro mehr dort, als wenn sie HIER gearbeitet hätte. Armes Deutschland.

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DJ Bob 26.06.2017, 07:01
3. unglaublich

Als die OECD eine Statistik über die Eigentumsquote in der EU gestellt hat war der Aufschrei groß als heraus kam das selbst die "gebeutelten" Griechen mehr Eigentum haben wie wir.

Und jetzt kommt das unglaubliche! Unsere BK Merkel meinte das sei "verzerrend" denn schließlich hätte jeder Deutscher auch noch "Anwartschaften" auf die Rente.

Anwartschaften auf Armut? Deutschland hat es NICHT geschafft die Eigentumsquote annähernd an zb Spanien oder Italien heranzubringen. Tja wenn man KEINE Steuer zahlt kann man natürlich in ein eigenes Häuschen investieren

Und da diese Länder chronisch Pleite sind müssen wir Sie unter den Armen greifen..Mit anderen Worten die hohe Eigentumsquote im Süden Europas wird auch von uns und andere nördlicheren Staaten finanziert

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observerlbg 26.06.2017, 07:02
4. Das sieht ja noch sehr moderat aus

Bedenkt man die hohe Jugendarbeitslosigkeit und damit Perspektivlosigkeit der Jugend in Südeuropa, ist unsere Altersarmut mit später geschätzt 20% der Betroffenen wenig relevant. Allerdings glaube ich diesen Prognosen nicht. Meine Abschätzung nach wird mindestens ein Viertel der Rentner der späten Babyboomer (geboren zwischen 1965 und 1970) kaum genug Geld zum Leben haben. Denn die relativ gute wirtschaftliche Situation Deutschlands wird sich deutlich verschlechtern. Die getroffenen Maßnahmen im Zusammenhang mit der Agenda 2010 werden sich ab 2020 übel auswirken. Im Grunde genommen waren Teile dieser Agenda ein Kredit, der in den nächsten Jahren mit hoher Verzinsung zurück gezahlt werden muss. Wohingegen die Niedrigzinspolitik derzeit nur die Einkommen der reicheren Rentner schmälert. Aber die von Altersarmut bedrohten hatten eh nie die Möglichkeit, vorzusorgen > Alleinerziehende, Teilzeitbeschäftigte, Mindestlohnverdiener....

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amuseemanc 26.06.2017, 07:04
5. Die Studie ist für die Tonne.

Die Bertelsmannstiftung sollte das Geld für die Studie zurückfordern!

Denn, unsere alleseits beliebte und ach so tolle Kanzlerin hat erst letzte Woche auf dem Industrietag verkündet, dass alles auf den Weg gebracht sei, was für die Rente bis 2030 nötig sei. Sie sehe keinen Handlungsbedarf.

Also bitte!

Es ist alles bestens und was juckt die Kanzlerin schon, dass zukünftig Millionen in die Altersmaut wandern...oh sorry, dass ist ja alles nur Polemik!

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danielc. 26.06.2017, 07:06
6. Allgemeine Basisrente und Plus

Da die Solidargemeinschaft eh einspringen wird, fände ich es sinnvoll, eine einheitliche, steuerfinanzierte Basisrente für alle zu etablieren. (Alternativ ginge natürlich auch das bedingungslose Grundeinkommen.) Dann wären alle betroffenen erfasst, auch keine Unternehmer, bzw. Scheinselbstständige. Die bisherigen Beiträge zur Rente könnte eingefroren werden, weil diese nur ein zusätzliches Einkommen generieren würden. Aber Gerechtigkeit definiert jeder anders.

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rabbijakob 26.06.2017, 07:07
7. Und wieder ein Bericht....

...der die Menschen in die private Altersvorsorge treiben soll, damit die Versicherungen ihre Gewinne machen. Schröder hatte damals die gesetzliche Rente zerschlagen, damit die Versicherer den Reibach machen. Da für die private Rente die Zielgruppe die Gleiche ist, wie bei der Gesetzlichen, bekommen heute schon viele Rentner fast nichts ausbezahlt. Das steht in den Verträgen versteckt. Oder wenn private Vers. Pleite gehen. Riester ist eine Lüge und Betrug, und wird auf die Grundsicherung angerechnet. Dann lieber jeden Monat das Geld auf ein Konto legen...dann ist es sicher vor dem Diebstahl der Versicherer...

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ofelas 26.06.2017, 07:19
8. verstehe ich nicht

Wenn bis 2030 jeder 2 Rentner in die Grundsicherung faellt, muesste doch die Altersarmut sehr viel hoeher sein.

https://www.tagesschau.de/inland/altersarmut-101.html
http://cicero.de/innenpolitik/droht-auch-normalverdienern-die-altersarmut/51731

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Gutenmorgenallerseits 26.06.2017, 07:20
9. Ich vermisse Steuersenkungen!

Meine Mutter ist 71 Jahre alt und alleinstehend. Und arbeitet noch. Nicht nur, weil es ihr Freude bereitet. Sie hat ein normales Berufsleben hinter sich und lange Zeit in die Rentenkassen eingezahlt. Dennoch wird ihre Rente beängstigend sein, sie zahlt aber den höchsten Steuersatz. Für mich eine absolute soziale Ungerechtigkeit.

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