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Studie zur Schattenwirtschaft: Mehr Schwarzarbeit dank Mindestlohn
DPA

Der Mindestlohn hilft nicht nur Geringverdienern. Laut einer Studie wird er auch die Umsätze der Schwarzarbeit erhöhen - um 1,5 Milliarden Euro.

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Bin_der_Neue 03.02.2015, 09:11
40. Ungerecht, ungerecht, ich höre immer ungerecht..

Warum nur wird Mindestlohn permanent mit Ungerechtigkeit in Zusammenhang gebracht? Ist das eine unterschwellige Kampagne der der Sklaventreiber - pardon - Arbeitgeber? Wäre eine anständige Bezahlung für anständige Arbeit (jawohl, dazu zähle ich auch einfache, aber dennoch körperliche Arbeit, die ebenfalls irgendjemand erbringen muss) selbstverständlich, anstatt Gewinnmaximierung auf dem Rücken der Arbeitnehmer, dann gäbe es nun dieses Schreckgespenst namens Mindestlohn incl. seiner Bürokratie nicht. Und mal ganz ehrlich, es mag auch Ausnahmen gaben, aber wer aufgrund anständiger Entlohnung seiner Angestellten nun den Ruin befürchten muss, macht von vornherein etwas falsch. Mein Mitleid hält sich in Grenzen. Traurig nur, dass es letztendlich doch wieder nur den Arbeitnehmer trifft, ob der Laden nun schließt oder "zu teures" Personal entlässt, der Effekt ist für den Arbeitnehmer der gleiche. Bauernopfer eben. Armes Deutschland.

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syracusa 03.02.2015, 09:15
41. Belege?

Gibt es für diese Studie auch Belege? Oder will da irgend ein rechter marktradikaler Thinktank nur wieder seine politische Agenda durchdrücken?

Im traditionell von Schwarzarbeit durchseuchten Baugewerbe gibt es schon seit Jahren einen relativ hohen branchenspezifischen Mindestlohn. Hat sich dadurch die Schwarzarbeit vermehrt?

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w.moritz 03.02.2015, 09:15
42. Diese widerliche Neiddebatte

angestoßen von der Sakkoabteilung, mittleres Managment in den Unternehmen. Diese Herren, zumeist zugeschüttet mit Geld und Privilegien sollten doch auch einmal die Stunden ableisten, welche ich als LKW-Fahrer abgeleistet habe und dann mit 1.800.-Euro/netto vergütet wurde, was einem Std/Satz von 5-6Euro netto gleich kam. Diese Herren und Damen, welche in einer Etage sitzen, die neu geschaffen wurde und für die Wirtschaft insgesamt von geringem Nutzen ist beschwören den Untergang der BRD und geifern von oben herab. Die sollen sich überlegen wer denn die Arbeit verrichtet. Denn wenn der Arbeiter zu Hause bleibt, dann bleibt die Arbeit liegen auch wenn diese Capo´s fünf Telefone auf dem Schreibtisch haben, denn wenn der LKW-Fahrer nicht fährt, dann gibt´s kein Geld, das gilt auch für die Kollegen von der Schicht. Wir wurden 20Jahre ohne Lohnerhöhungen abgespeist während sich der Speckgürtel in den Unternehmen immer weiter ausgebreitet hat. Diese Leute und auch die Berichterstatter auf ihrem hohen Gehaltsroß sollten zum Wohle der Firma auf Geld verzichten bis sie dort angekommen sind wo der Arbeiter heute steht mit seinen 8,50Euro Mindestlohn, das macht bei 200Std, doch 1.700Euro brutto. Diese Neidkampagne ist für mich in höchstem Maße verachtenswert.
W.Moritz,Worms

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piccolo-mini 03.02.2015, 09:16
43. jaja

Dann muss man wohl etwas gegen die unsozialen Verbrecher unternehmen, die versuchen, die gesetzlich vorgesehenen Kosten zu umgehen und statt ihrer Verantwortung nachzukommen, Journalisten beeinflussen, die Artikel mit dem Tenor, "Gehälter sind schlecht für den Unternehmensgewinn" schreiben sollen.
Im Postillon stand das auch schon, aber da gehört es auch hin.
Das ist so eine Argumentation, als würden Arbeitnehmervertreter bei 40 Stunden und normalem Gehalt behaupten, das würde dazu führen, dass Arbeitnehmer nun mindestens drei Stunden täglich während der Arbeit mit schlafen verbringen müssten, weil sonst natürlich bei 40 Stunden Arbeit in der Woche, nicht genug Freizeit übrig bliebe und in der übrigen Zeit immer mit einem Auge schauen, was man denn auf der Arbeit so alles klauen kann, weil man zuwenig verdient um sich alles leisten zu können, was man heute so braucht. Darüber müsste sich keiner wundern. 20 Stunden bei doppeltem Lohn wären alternativlos...

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mongolord 03.02.2015, 09:17
44. Dann soll man das konsequent verfolgen

Der Mindestlohn ist ne gute und notwendige Sache und meiner Meinung nach leider immer noch zu niedrig und nicht konsequent genug. Wir in Deutschland wollen kein Niedriglohnland sein und es soll jeder von seiner Vollzeit- Arbeit leben können, ohne noch zusätzlich Hilfe vom Hartzamt zu benötigen.

Das permanente Gejammer der CDU und der Arbeitgeber ist unerträglich. Am Ende wird eh kaum ein Arbeitsplatz wegfallen und um solche, die ihren Mitarbeitern nichtmal lausige 8,50€ zahlen können und den Rest per Steuergeld alimentieren lassen wollen, ist es auch nicht schade.

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hombre55 03.02.2015, 09:18
45. Sozial ist....

Nicht an der Absicht, sondern am Ergebnis ist zu erkennen, ob eine Maßnahme sozial ist, also die Teilhabe am Erwerbsleben auch weniger qualifizierten oder benachteiligten Menschen ermöglicht, den sozial schwachen Menschen, z.B. mit niedrigster Rente, den Konsum von Dientleistungen, wie Zeitung, Friseur, Taxi, Gastronomieangeboten, Pflegeleistungen zu ermöglichen. Da scheint der Mindestlohn eher sozial schädlich zu sein. Die Bundeskanzlerin wußte genau, warum sie das Thema der intelligenten Frau Nahles überlassen hat.

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dasdondel 03.02.2015, 09:20
46. Zusammenhang nicht zwingend

erstens ist das eine Prognose, die muss nicht unbedingt so zutreffen. Und selbst wenn die Schwarzarbeit nicht weiter sinken wird, kann das auch andere Ursachen haben. Wenn mein Wecker morgens klingelt, geht die Sonne auf... herjee, wenn der mal stehenbleibt.

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hassun_problem 03.02.2015, 09:23
47. Der Mindestlohn ist unser Untergang!

Wo kommen wir denn hin wenn jeder im Lande eine Entlöhnung bekommt, von der er (so knapp) leben kann? Das ist ja Kommunissmus! Reicht doch wohl wenn die Rikschafahrer in China ne Tasse Reis/Tag bekommen. Hauptsache ich kann mir meinen Ultra HD 100 Zoll 3D Sensourround Bend Flatscreen mit Mediaportal und Hbbtv Schnittstelle für 1000 Ocken hinstellen und der Kurs von Äppel steigt schön an.
Da sollen auch noch die osteurpäischen Fernfahrer den Mindestlohn bekommen? Die sollen mal froh sein wenn sie überhaupt unsere schönen Strassen für billig Geld benutzen dürfen. Und ne Flasche Wodka wärmt auch ganz gut und dämpft das Hungergefühl.

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hevopi 03.02.2015, 09:24
48. Bei der Schwarzarbeit

geht es doch nicht um die armen Schlucker, die oft dazu gezwungen sind, sich noch ein wenig Lohn zu erwirtschaften, um über die Runden zu kommen. Es geht um Unternehmer, die brutal Menschen ausnutzen, um richtig Kohle zu machen. Beispiel: Am Frankfurter Hauptbahnhof ist der Umschlagsplatz für Schwarzarbeiter (hat augenscheinlich die Polizei noch nicht mitbekommen). Ganze Busladungen von zum Teil sehr begabten Fliesenlegern, Bauarbeitern und Facharbeitern aus Osteuropa werden an Schlepperbanden vermittelt und arbeiten für eine Hungerlohn. Die armen Menschen sind bedauernswert, nicht aber die Organisatoren, die selbstverständlich mit einem 500 SE vorfahren.

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pom_muc 03.02.2015, 09:24
49.

Zitat von fred2013
auch mit 8,50 EUR bleiben die Arbeitnehmer arm. Eine Schande für D.
Natürlich fehlen in SPON-Artikeln immer die Angaben wie viele Menschen in Vollzeit überhaupt vom Mindestlohn betroffen sind.
Denn wüsste man dass es sich in D lediglich um 340.000 Vollzeitbeschäftigte handelt würde die Diskussion wieder sachlich statt ideologisch geführt.

Wenn die Arbeitsministerin Nahles jetzt von 3,7 Millionen Betroffenen spricht dann meint sie überwiegend die Teilzeitbeschäftigten unter den 42 Millionen Beschäftigten.
Sie sollten sich also mal überlegen ob dieser "Promillebereich" an Vollzeitbeschäftigten die vom Mindestlohn betroffen sind für "die Arbeitnehmer" stehen.

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