Forum: Wirtschaft
Studie zur Wettbewerbsfähigkeit: Euro-Krisenländer holen auf
AP

Eine neue Studie über die Konkurrenzfähigkeit innerhalb der Euro-Zone zeigt Unerwartetes - die Krisenländer werden im Vergleich zu den Kernländern immer wettbewerbsfähiger. Das Problem: Griechenland und Co. fehlt es an Nachfrage, denn die ist durch den Sparkurs eingebrochen.

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gestiefelterkater33 31.07.2012, 10:42
1. Gutverdienende Deutsche Europas Nachfrage anfeuern

ich muss wirklich lachen. Gutverdienende Deutsche ? Wenn ich meinen Gehaltszettel betrachte, dann wird mir ein ums andere mal klarer, dass ich in Zkunft Schwierigkeiten haben werde, dass ich Nahrung, ein Dach überm Kopf und irgendwie Mobilität bezahlen kann. Hiebei zweifle ich schon an, dass ich mir weiterhin ein Auto leisten kann. Ich denke an Elektrofahrrad. Aber wahrscheinlich bin ich da in Deutschland eventuell der EInzige, wenn ich mir die vielen dicken fetten Autos mit den genauso...ähem mit den schlanken Insassen so ansehe...
Also viel zum Spenden und Ankurbeln für Europa habe ICH nicht übrig. Wie soll das überhaupt praktisch aussehen ? fahre ich nach Holland zum Aldi oder extra nach Griechenland zum Lidl ? zum Einkaufen ? oder nur griechische Oliven beim deutschen LIDL ?

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leovigildo 31.07.2012, 10:53
2. Konkurrenzfähigkeit

In Spanien die meisten konkurrenzunfähige Firmen waren Baufirmen. Der Rest waren (und sind immer noch) sehr konkurrenzfähige Firmen, die seit 10 Jahren Marktanteile erobern.

In Spanien die Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit ist eine Konsequenz des Platzens der Immobilienblase.

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MeineMeinungist... 31.07.2012, 10:58
3. Ich sehe keinen Unterschied!

Ein AUSTRITT aus der Gemeinschaftswährung dagegen wäre auch für die restlichen Euro-Länder mit großen wirtschaftlichen Risiken verbunden.

oder
Ein VERBLEIBEN in der Gemeinschaftswährung dagegen wäre auch für die restlichen Euro-Länder mit großen wirtschaftlichen Risiken verbunden.
Die Kiste ist so festgefahren, dass es keinen Unterschied mehr macht, ob Griechenland bleibt oder geht. Das Kind ist in den Brunnen gefallen.
Der Egoismus auf allen Seiten ist Sieger und gleichzeitig Verlierer.

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marthaimschnee 31.07.2012, 10:58
4.

Wo soll denn auch die Nachfrage herkommen, wenn man zugunsten der Wettbewerbsfähigkeit die Löhne zertrampelt und Arbeitslose generiert! Seht ihr den Wald vor lauter Bäumen nicht, oder sind euch diese Zusammenhänge zu simpel, um sie verstehen zu können?
Und noch etwas weiter gedacht, wenn diese Sparorgie, die Frau Merkel der EU verordnen will, auch den Rest der Welt erreicht, dann wird der Export regelrecht zusammenbrechen. Dann wird man die Preise senken müssen, was natürlich die Konkurrenzfähigkeit bedroht und womit bekämpft werden muß ... NA KLAR, mit Lohndumping! Es mag nicht der schnellste Weg zur Hölle sein, aber dafür führt er garantiert dort hin!

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pruefer 31.07.2012, 10:59
5. Naja

ein staat kann schon wettbewerbsfähiger werden, wenn er ausgaben senkt (streicht) und druck auf die löhne ausübt. allerdings nur dann, wenn die länder, mit denen das land geschäfte bertreibt, nicht das gleiche machen. und genau das wird ja überall in der eu gemacht. man konkurriert sich also in gegenseitig ins elend (rentner und malocher zahlen die zeche) und
der binnenmarkt geht vor die hunde. produktiver
kann jeder werden. wettbewerbsfähiger nur, wenn
jemand weniger wettbewerbsfähiger wird (relatives konzept).

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heiko1977 31.07.2012, 11:00
6.

Zitat von sysop
Eine neue Studie über die Konkurrenzfähigkeit innerhalb der Euro-Zone zeigt Unerwartetes - die Krisenländer werden im Vergleich zu den Kernländern immer wettbewerbsfähiger. Das Problem: Griechenland und Co. fehlt es an Nachfrage, denn die ist durch den Sparkurs eingebrochen.
Wie jetzt es die Konkurrenzfähigkeit der Krisenländer wächst? Und die Binnennachfrage ist zu klein? Na wer hätte damit denn rechnen können! Radikal sinkende Löhne heizen immer die Konkurrenzfähigkeit an, am besten wäre natürlich dafür die Rückkehr zur Sklavenwirtschaft oder Leibeigenschaft der Schuldner, die Geschichte bietet da
sehr schöne Beispiele. Auch sehr überraschend, dass der Sparkurs zu sinkender Binnennachfrage führt und der Konsum nicht gerade anheizt. Ach im übrigen noch zur Konkurrenzfähigkeit: da muss doch die dt. Wirtschaft wieder nach Sozialreformen und Arbeitsmarktreformen grunzen, wie wäre es mal eine Gehaltsenkung für Arbeiter und Angestellte der mittleren und unteren Lohnstufen, und gleichzeitiger Aufstockung der Finanzkraft der oberen unf höchsten Lohnstufe durch Lohnsteigerungen? Hatten wir doch lange nicht mehr.

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Baikal 31.07.2012, 11:00
7. Allein Lohnstückkosten als Indikator

für eine gestiegene "Wettbewerbsfähigkeit" zu nehmen, hat schon das geistige Format von FDP-Wirtschaftsministern: rund die Hälfte der irischen Exporte sind etwa Pharmazeutika die von Amis in die EU geschleust werden. Dafür ist die Arbeitslosigkeit in IR aber kräftig gestiegen, die Binnennachfrage im Eimer und die Steuereinnahmen sinken, weil nicht nur dank der niedrigen Sätze nichts ankommt, sondern der Rest sofort auf die Bahamas transferiert wird. Irland hat nichts davon, darf nur sparen um die Banken zu retten. Schöne Erfolge.

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mukkesucker 31.07.2012, 11:00
8. eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied

die Sorgenländer holen nicht auf, sondern die Zugpferde schwächeln! Die unbegrenze Feuerkraft des Rettungsschirms wird alle Probleme nachhaltig lösen! 1000 Milliarden für 3 Monate Ruhe, 10.000 Milliarden für 6 Monate Ruhe. Auf die Weise bleiben uns noch viele entspannte Krisenjahre. Unsere Kinder werden es dann richten ;)

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optikus64 31.07.2012, 11:03
9. Die Frage ist - was noch?

Es ist unbestreitbar, am Wohlstand Deutschlands und seiner Bewohner wollen alle verdienen. Neben dem Fiskus die diversen Versicherungen, die man so braucht, und die nicht müde werden uns zu erklären nur unser Bestes im Sinne zu haben, klar, unser Geld. Und mir macht zwischenzeitlich auch niemand mehr weis, der Euro wäre kein Teuro - in der Statistik mag das ja rechenbar sein, in der Realität kommt das aber nicht an. Als vergleichsweise gut Verdienender nage ich nicht am Hungertuch, das wird sich aber rasant ändern, wenn mal meine Rente fällig wird, mit dem Ergebnis, dass an allen Enden und Ecken zurückgelegt werden muss - wenn am Ende des Arbeitslebens noch ein Fünkchen der Früchte geerntet werden soll, die man zeitlebens mit langen Arbeitstagen und Verantwortung auf den Schultern gesät hat. Und nun soll ich über das notwendige hinaus meinen Konsum steigern - sprich Geld verpulvern - damit es meinen monetär undisziplinierten Nachbarn im Süden besser geht. Prima, hoch die Tassen für die anderen. Klar, die fehlen dann im Schrank, die Tassen. Ich frage mich nur bei wem. Vermutlich dort, wo dieser Schwachsinnsvorschlag ersonnen wurde.

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