Forum: Wirtschaft
Sturm, Gewitter, Hagel: EU-Staaten wollen Bahnreisende weniger entschädigen
Arnulf Hettrich/ imago images

Bahnreisenden in Europa steht eine Entschädigung zu, wenn sich ihr Zug wegen schlechten Wetters stark verspätet oder ausfällt. Die EU-Verkehrsminister wollen das ändern.

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Sueme 02.12.2019, 13:13
1.

Also gibt es bei Vulkanausbruch, Erdbeben und Sintflut zukünftig keinen Ausgleich mehr, ich denke damit kann jeder leben. Denn umgestürzte Bäume, Schnee/Eis auf den Schienen oder ausgefallenen Heizung/Triebwerke kann man durchaus vermeiden, wenn man nur wollte.

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Mancomb 02.12.2019, 13:16
2. Und wer definiert "höhere Gewalt"?

Am Ende läuft es so: Im Winter schneit es, die Bahn ist wie immer völlig überrascht davon und beruft sich auf "höhere Gewalt".

Das ist eine Aushöhlung des Verbraucherschutzes, mehr nicht.

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chrismuc2011 02.12.2019, 13:17
3.

Vollkommen richtig! Höhere Gewalt sollte nicht zu Entschädigungen führen. Dafür kann die Bahn oder die Airline nichts. Allerdings sollte die Bahn dafür verantwortlich sein, wenn Bäume z.B. wegen Schneelast auf Ihre Gleise fallen. Das gehört zu Ihrer Sorgfallspflicht.

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bansky 02.12.2019, 13:19
4. Extremes Wetter bei der DB...

heißt: Wetter. Allgemein. Dann wird nie wieder Entschädigung gezahlt, abseits von 20 Grad und leichter Brise. Darüber und darunter sind Extremwetterlagen.

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Skeptiker99 02.12.2019, 13:25
5. was ist denn nun höhere Gewalt?

dass die Bahn nicht entschädigen muss, wenn sie den Fehler nicht zu verantworten hat klingt erst mal logisch und macht bestimmt auch in vielen Ländern Sinn.
In Deutschland allerdings wird die Bahn z.B. jeden Herbst von herabfallendem Laub überrascht. Hohere Gewalt kann nur gelten gemacht werden wenn trotz guter Vorsorge nicht gefahren werden kann.
Wenn eine Strecke von einem umgestürzten Baum blockiert wird ist das nicht der eigentliche Grund für einen Zugausfall, sondern es liegt daran, dass alle alternativen Strecken zurückgebaut wurden.

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markusmoeller89 02.12.2019, 13:30
6.

Gilt das dann auch, wenn die Bahn Verspätung hat, weil diverse Sachen ausfallen, weil sie schlecht gewartet oder fehleranfällig für diverse Temperaturschwankungen sind? Ich mache der Bahn bei einem Elbhochwasser etc. keinen Vorwurf, einen Vorwurf mache ich, wenn irgendein Gerät keine -10 Grad aushält.

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holzghetto 02.12.2019, 13:49
7. @ chrismuc2011

um die Sorgfaltspflicht kümmert sich die DB heutzutage schon nicht und gleicht diese Entschädigungen aus. Wer Bäume bis auf 10m an seinen Verkehrswegen stehen lässt handelt grob fahrlässig! Ich habe das jahelang auf meiner Strecke bemerkt weil man zu faul war dort ein paar kaputte Bäume zu fällen. Zack nur wegen zu viel Wind war die Strecke wieder 24 Stunden gesperrt. Erst nachdem die Strecke an die Westfalenbahn abgegeben wurde hat sich da einiges geändert. Die DB ist genauso wie unsere Kanzlerin: sitzt auf dem Stuhl und schläft vor sich hin

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Dr. Kilad 02.12.2019, 13:50
8. Was oft übersehen wird:

Benutze ich zur Arbeit z.B. die Bahn und hat diese Verspätung, hafte ich gegenüber meinem Arbeitgeber - trotz höherer Gewalt. Man muss also auch im Arbeitsverhältnis den Grundsatz höherer Gewalt einführen, weil sonst einzig der Arbeitnehmer der Dumme ist - und dann doch lieber mitz dem Auto fährt.

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igel_52 02.12.2019, 13:59
9.

Zitat von Mancomb
Am Ende läuft es so: Im Winter schneit es, die Bahn ist wie immer völlig überrascht davon und beruft sich auf "höhere Gewalt". Das ist eine Aushöhlung des Verbraucherschutzes, mehr nicht.
Es gibt durchaus sinnvolle Definitionen von höherer Gewalt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Höhere_Gewalt
Ob es nun eine Aushöhlung des Verbraucherschutzes sein muß denke ich nicht. Kommt letztlich wohl darauf an daß die Bahnen in Europa sich an die Vorgaben halten werden (auch die privaten Bahnen !!), aber auch ob viele besonders schlaue Menschen vor die Gerichte ziehen um zurecht abgelehnte Forderungen einzuklagen.

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