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Subventionen für einzelne Wirtschaftsbranchen: Das Helfersyndrom der Politik
imago/ DPA

Eine Milliarde Euro fordern die deutschen Bauern, um ihre Ernteausfälle auszugleichen. Es wäre nicht das erste Mal, dass der Staat einer einzelnen Branche mit viel Geld hilft. Vier Beispiele.

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SPONU 07.08.2018, 12:04
1. Kleines Detail....

...das sind keine leeren Firmen, sondern da arbeiten Menschen. Die ernähren mit ihrer Arbeit sich selbst und ihre Familien.

Also wenn Helfen schon Volkssport geworden ist und man die halbe Welt durchfüttert dann bitte auch diejenigen die dafür immerhin noch ihre Arbeitsleistung bereitstellen. Danke!

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aljoschu 07.08.2018, 12:10
2. Die Bauernschaft - das ist nicht iegend eine "Branche"!

Alle Branchen hängen irgendwie am Tropf - besonders die Banken und die haben es hauptsächlich selbst verschuldet, dass ihre Geschäftsgrundlagen tüchtig gegen die Wand fuhren. Daneben wird gerade gegenüber internationalen Großkonzernen, die gigantische Profite einfahren, eine systematische und bewusste Politik der Steuervermeigung getieben. Und jetzt der Aufschrei gegen die Bauern! Sind ja sowieso in der Regel ältere, weiße biodeutsche Männer, die diesen anrüchigen Beruf noch ausüben. Deutschland muss offenbar wieder von Grund auf neu lernen, was unsere ureigenen Interessen, was unsere elementaren Lebensgrundlagen sind. Irgendwie haben wir das in dem ganzen Gerassel der Medien und der Talkschauen aus den Augen verloren.

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Coonooton 07.08.2018, 12:11
3. Das hat mit Helfen nichts zu tun.

Das ist eiskalte Berechnung zur eigenen Promotion.
Tue Gutes auf Kosten der anderen und trompete laut.

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GoaSkin 07.08.2018, 12:11
4.

Ein Ausgleich sollte nicht vom Staat gefordert werden, sondern vom Konsumenten - in Form höherer Lebensmittelpreise. Dem stehen aber scheinbar die Bauernverbände im Weg.

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freizeitverkaeufer 07.08.2018, 12:13
5. Jede, aber wirklich jede Subvention...

...ist Teufelszeug. Weg damit! Und nein, ...ich bin kein Marktliberaler. Subventionen sind pure Machtausübung und versteckter Handelskrieg. Es stellt sich daher hauptsächlich die Frage wie erkennt und wie bestraft ein Staat wirkungsvoll Subventionen anderer Staaten adäquat? Subvention wirkt wie Schutzgeld, subventionierte Wirtschaft funktioniert wie Mafia.

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kuddemuddel 07.08.2018, 12:15
6. Subventionen

In schlechten Jahren wird mit Steuergeldern subventioniert und in guten Jahren werden die Gewinne von den Eigentümern konsumiert.

Beste Beispiele sind die Auto- und Finanzbranche.

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new#head 07.08.2018, 12:20
7.

Leider ist es das Geld der Steuerzahler, dass da reingebuttert wird. Erstrangig das Geld drrer, die nicht von Abschreibungen profitieren oder ihre Gewinne nicht ins Ausland verschieben können. Am Ende kommt es immer wieder dazu, dass diese Eingriffe in die Wirtschaft an einem Ende helfen und letzlich an ungeahnten Stellen die Marktballance stört. Wenn schon "Planwirtschaft low size" , dann für alle und nach klaren Regeln. Butterberg und Kohlefördergeld, die besten Beispiele planloser Subventionspolitik. Aber wer sollte daraus lernen.

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nixkapital 07.08.2018, 12:23
8. ...

...die Überschrift suggeriert, dass die Politik jedem Wirtschaftszweig ungefragt das Geld hinterherwirft. Dabei ist es ja - wie dann auch im Artikel angedeutet - oft die Wirtschaft selbst, die handfest Geld einfordert und dabei immer eine nette Erpressung auf der Hand hat. Gerne z.B. die Gefährdung von Arbeitsplätzen. Oder auch der Zusammenbruch eines ganzen Systems, wie von J. Ackermann kolportiert, als er Angela Merkel 2007 im Kanzleramt ganz ungehemmt um mächtig viel Geld anging, vermeintlich ganz selbstlos.
Es ist ja leider so, dass auch hier in den meisten Fällen das Prinzip vorherrscht, Gewinne sind privatisiert, Verluste sozialisiert. Gerade die Apologeten der freien Marktwirtschaft, die fordern, der Staat solle sich heraushalten, geben sich dann gerne bei der Regierung die Klinke in die Hand, wenn es der vermeintlich allwissende Markt eben nicht mehr richtet und eine Branche sich vergallopiert hat. Allerdings würde ich im Fall von kleinen und mittleren Betrieben der Landwirtschaft dafür plädieren, aus der Staatsschatulle zu zahlen. Wenn die pleite gehen, nutzt das nur den Agrarfabriken, die dann noch mächtiger werden.

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lany 07.08.2018, 12:24
9. Bitte auf keinen Fall Subventionen, weil

1.) durch Subventionen ein nötiger Wandel teuer verlangsamt, fehlgeleitet oder gestoppt wird. Beispiele ohne Ende (Automobilindustrie, Photovoltaik, Kohleförderung,...)
2.) Bauer sein heißt Unternehmer sein. Ich kann mich nicht erinnern, dass die Bauern in einem Rekorderntejahr freiwillig 1 Milliarde an den Staat abgeführt haben.
3.) Das Argument, die Bauern würden die Kulturlandschaft bewahren, treibt mir die Tränen in die Augen. Ich lebe auf dem Land und sehe Glyphosat geschwängerte gigantische Maisfelder und sonst nichts mehr. Warum? Siehe Punkt 1.) Biogassubvention.
4.) Solange bei uns die Bauern noch immer mit den dicken Mercedesen, Audis und BMWs herumfahren können, denke ich, dass es nicht ganz so schlimm sein kann.

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