Forum: Wirtschaft
SUV-Abgabe: Olaf Scholz will höhere Steuer für Geländewagen
DPA

Geländewagen im gewöhnlichen Straßenverkehr werden immer beliebter - belasten Klima und Umwelt aber besonders stark. Finanzminister Olaf Scholz will nun gegensteuern.

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makromizer 06.09.2019, 11:48
1. Bitte nicht

Hört doch mal auf, mit dieser dämlichen KFZ-Steuer zu hantieren. Wenn der CO2-Ausstoß reguliert werden soll, ändert einfach die Mineralölsteuer.
Der CO2-Ausstoß hängt schließlich vom Gesamtverbrauch ab und nicht vom Ausstoß pro Strecke (der obendrein noch auf hypothetischen Werten basiert).

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Gluehweintrinker 06.09.2019, 11:50
2. Welche Erhöhung genau schwebt dem Minister vor?

Wenn hier ein steuernder Effekt eintreten soll, der die Zahl der verkauften und neu zugelassenen SUV reduziert, dann muss es wohl eine signifikante Steuer sein. Dass SUV einen gewissen Kaufpreis mitbringen, den sich nicht jeder Kleinverdiener leisten kann, ist hinreichend bekannt. Wer sich also einen SUV kauft, der kann ihn sich leisten, ist anzunehmen. Diese Käufer können sich wohl auch ein paar hundert EUR mehr an Steuern leisten, wie auch den recht hohen Treibstoffverbrauch. Wie hoch also soll denn wohl die Steuer ausfallen, bis sie einen regulierenden Effekt erzielt? Ich vermute (wie komme ich nur auf so etwas Absurdes?), dass es hier - wieder mal - bei Symbolpolitik bleibt, die nur ja keinem weh tun soll, außer dem Zustand des Planeten und der Lebensqualität in unseren Städten natürlich.

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fjr 06.09.2019, 11:53
3.

Fällt dem Mann eigentlich nichts anderes als der klassische Finanzpolitiker-Beißreflex ein? Steuern erhöhen ist ja so einfach. Es ginge aber auch anders. Wenn ich weniger Steuern zahlen müßte, hätte ich mehr Geld für die Schonung der Umwelt übrig. Im übrigen zahlen die SUV-Fahrer ja eh' schon mehr an Steuern, weil sie doch angeblich mehr Sprit brauchen, weil die Dinger von Haus aus teurer sind als "normale" Autos und deshalb auch mehr Mehrwertsteuer anfällt, ... .

Wenn die "Klimawende" denn wirklich notwendig sein sollte, dann gäbe es andere sinnvolle ordnungspolitische Maßnahmen, z,B. das Verbot für Großstädte, weitere Gewerbeansiedlungen vorzunehmen und wieder in die Fläche zu gehen, damit die Menschen nicht fahren müssen, damit vor Ort auch regenerative Quellen zur Energieversorgung genutzt werden können (z.B. bei großen Wärmeverbrauchern Geothermie statt Braunkohle oder Erdgas oder gar Schweröl). Aber dann würden ja die Parteigenossen Oberbürgermeister vielleicht maulen.

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archi47 06.09.2019, 11:53
4. sehr vernünftig und überfallig

Eine Tonne mehr mit sich herumzufahren, nur weil es das eigene Ego poliert (manche ticken eben so), sollte man wegen der nötigen zusätzlich nötigen Umweltausgleichsmaßnahmen, die dann der allgemeine Steuerzahler zahlt, auch kostendeckend für den machen, der diesen "Luxus" für sich in Anspruch nimmt.

Gilt übrigens auch für Transporte. Schließlich hat es mit einer nachhaltigen Wertrechnung überhaupt nichts mehr zu tun, wenn es sich lohnt, Joqhurtbecher aus dem Baltikum zu beziehen, in Bayern als "italienischen" Joqhurt zu befüllen und in Italien zu verkaufen, bzw. hier als "Re-import".
Entweder nachhaltige Steuern bei den Verursachern erheben oder entsprechenden Emmissionshandel beim Verursacher, auf die Steuerwirkung kommt es an.

Wenn das Wort "Steuer" zu sehr bei uns "liberalerweise" verhetzt ist, dann eben durch Emmissionshandel auf solche Produkte - ist im Endeffekt das Gleiche ...

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klima66 06.09.2019, 11:54
5. Warum denn schon wieder SUV im Titel ?

Im Artikel der SZ steht weder was von SUV noch was von Geländewagen.
Da steht "Wer Autos mit hohem Spritverbrauch fahren wolle, müsse das bei der Kfz-Steuer spüren".
Dann zitiert das halt auch so - es ist der Umwelt doch völlig egal ob nun ein SUV oder ein BMW M3 den Sprit verbraucht.
Die meisten SUV haben schon lange keinen Allrad-Antrieb mehr und die Stirnfläche eines Berlingo oder Caddy ist auch nicht kleiner als bei den "bösen" SUV.
SUV braucht kein (fast) Mensch wirklich aber mehr als 120 PS auch nicht.
Steuer nach CO2 Ausstoß ist ok - aber dann bitte gleich über den Sprit, dann ist es völlig egal nach welchem Standard der Verbrauch gemessen wird.

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josho 06.09.2019, 11:54
6. Grundsätzlich keine schlechte Idee....

.....aber aus meiner Sicht darf es keinen Cent mehr seitens der Steuerzahler für irgendeine Klimamaßnahme geben, solange nicht GESETZLICH sichergestellt ist, dass diese Mehreinnahmen LÜCKENLOS in Klimaprojekte fließen und nicht in etwa in den nimmersatten Haushalt der Verteidigungsminsterin zur Erreichung ihres "2 Prozent-Ziels"!

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the_rover 06.09.2019, 11:56
7. Populismus!

Klar, gegen SUV hetzen ist "in" und ein Scholz muss natürlich auf den Zug aufspringen. Es gibt aber auch jede Menge andere Fahrzeuge neu zu kaufen, die einen hohen Spritverbrauch haben: Vans, Kleinbusse, Wohnmobile, Oberklasselimousinen etc.
Ich gehe mal davon aus, dass diese Fahrzeuge dann auch von einer "Sondersteuer" mit umfasst werden.
Im Ergebnis ist das aber alles bürokratischer Quatsch. Die KFZ-Steuer abzuschaffen und auf die Mineralölsteuer umzulegen dürfte weit zielführender sein. Aber wahrscheinlich würden dadurch tausende Arbeitsplätze bei der Bundeszollverwaltung gefährdet, die sich mit der Verwaltung der KFZ-Steuer beschäftigen, das geht ja gar nicht!

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post_fuer_tutu 06.09.2019, 11:59
8. endlich endlich

mal ein Politiker, der sich traut die Wahrheit zu sagen. spürbare Auswirkungen = es wird teuer liebe Mitbürger.
Recht hat er, auch wenn die Grünen es leugnen. Es wird teurer für jeden von uns.

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mfoerster42 06.09.2019, 12:04
9. Immer diese SUV-Diskriminierung

Die bei Familien mit Kindern so beliebten VW-Busse und Vans sind auch fahrende Schrankwände, die saufen. Genauso gibt es kleine SUV, die einen kaum höheren Verbrauch haben als vergleichbare Kompaktwagen. Anstatt eine Karosseriegattung zu verteufeln (Leute in Schubladen stecken, pauschalisieren und diskrimieren wird bei Rechts-Populisten, -Extremen, -was auch immer doch dauernd kritisiert.), sollte man doch endlich mal lieber sagen, worauf es wirklich ankommt: hohen Verbrauch, und damit hohe CO2-Emission.

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