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SUV-Abgabe: Olaf Scholz will höhere Steuer für Geländewagen
DPA

Geländewagen im gewöhnlichen Straßenverkehr werden immer beliebter - belasten Klima und Umwelt aber besonders stark. Finanzminister Olaf Scholz will nun gegensteuern.

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Koboldmaki 06.09.2019, 13:14
70.

Zitat von archi47
Nicht nur Gewichte, Luft- und Rollwiderstand. Auch die Parkhäuser, Parkplätze und alle langlebigen Anlagegüter die fürs Auto gebaut wurden, werden durch den Gigantomismus der Autobauer entwerten, teuerer und unzureichend. Es wäre eben gut, wenn für ganzheitliche Betrachtungsweisen und Zusammenhänge Hirn da wäre ...
Wenn ihnen das Gewicht eines Autos am Herzen liegt, dann dürfen sie aber auch kein Elektroauto kaufen. Denn die sind sehr schwer (> 2 to) und werden derzeit noch hauptsächlich mit grüngewaschenem Kohlestrom betankt.

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karlholl 06.09.2019, 13:16
71. SUV Bashing

ein SUV ist in der Regel teurer als ein normales Auto. Also hat der Staat bereits mehr verdient durch die ganzen Steuern. Wenn der SUV mehr verbrauchen sollte, dann bezahlt der Fahrer doch schon beim Tanken mehr. Die Politik schreit immer über weniger Regeln wenn es zu Wahlen kommt. Aber dann kommt noch eine Steuer und noch eine Steuer. Entbürokratisierung über die Tankstelle. Wenn die Politiker eine Firma leiten müssten mit ihren Wahnvorstellungen die sie uns indoktrinieren wären sie alle Pleite.

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Hans-Dampf 06.09.2019, 13:17
72.

Zunächst sind inhaltlich SUVs und Geländewagen zu trennen. Es ist eher wahrscheinlich, einen Geländewagen in der Stadt zu treffen als einen SUV in schwierigem Terrain - Stichworte u. a. Allradantrieb, Bodenfreiheit, Getriebe usw.
Und wenn nun mehr Geld den SUV-Fahrern abgeluchst werden soll, weil angeblich der Spritverbrauch höher sein sollte, tut man es doch jetzt schon, denn pro Liter Sprit fallen ja Steuern an. Verbraucht man mehr, zahlt man mehr Steuern. Hier sehe ich einen Fehler in der Logik, die von Olaf Scholz kommt.
Das ist typisch Politik: es werden Lösungen präsentiert, für die man nicht einmal ein Problem hat oder dies benennen könnte. Oder in diesem Fall wird ein Problem herbeigeredet, für das es schon eine Lösung gibt: höherer Verbrauch = höhere Steuern.

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issernichsüss 06.09.2019, 13:18
73. Ich grüße SUV-Fahrer immer zuerst!

Zitat von archi47
Eine Tonne mehr mit sich herumzufahren, nur weil es das eigene Ego poliert (manche ticken eben so), sollte man wegen der nötigen zusätzlich nötigen Umweltausgleichsmaßnahmen, die dann der allgemeine Steuerzahler zahlt, auch kostendeckend für den machen, der diesen "Luxus" für sich in Anspruch nimmt. Gilt übrigens auch für Transporte. Schließlich hat es mit einer nachhaltigen Wertrechnung überhaupt nichts mehr zu tun, wenn es sich lohnt, Joqhurtbecher aus dem Baltikum zu beziehen, in Bayern als "italienischen" Joqhurt zu befüllen und in Italien zu verkaufen, bzw. hier als "Re-import". Entweder nachhaFahrerltige Steuern bei den Verursachern erheben oder entsprechenden Emmissionshandel beim Verursacher, auf die Steuerwirkung kommt es an. Wenn das Wort "Steuer" zu sehr bei uns "liberalerweise" verhetzt ist, dann eben durch Emmissionshandel auf solche Produkte - ist im Endeffekt das Gleiche ...
Man muss sich doch mal vergegenwärtigen, was diese Leute für ein Heidengeld für Ihre nicht zu übersehende Repräsentanz im Strassenverkehr ausgeben. Das sichert doch weit mehr Arbeitsplätze als die kleineren konventionellen Fahrzeuge und erbringt den Herstellern dafür auch noch sagenhafte standortstärkende Margen!
Wer bereit ist so tief in die eigene Tasche zu greifen, der hinterlässt nicht nur eine imposante kaufkräftige Spur, sondern leistet einen fast selbstlosen Beitrag zur Ankurbelung der Konjunktur und darüber hinaus, durch die erhöhten persönlichen Mittelabflüsse in Form von Umsatzsteuer auf SUV und Sprit. Der gemeine Polofahrer leistet dahingehend nichts, zumindest nichts nachhaltiges...
Ich werde auch morgen wieder die SUV-Fahrer zuerst grüßen!
;-)

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Klekih_petra 06.09.2019, 13:18
74. Grundsätzlich hat der Vize recht,

aber warum muss in Deutschland immer alles einzeln geregelt werden. Heute sind es die SUVs, morgen die eScooter. Die Steuern müssen ganz einfach nach dem Verursacherprinzip gestaltet werden: Wer viel kaputt macht, zahlt auch viel Steuern. Das würde vieles von alleine regeln. Lange Transporte mit LKWs würden sich nicht mehr lohnen, schnell fahren auf Autobahnen auch nicht, u.s.w. Anstatt zu verbieten sollte man einfach damit beginnen, unsere 80 Millionen Einwohner zu motivieren, sich umweltgerecht zu verhalten. Jeden Abend ein Tipp im Fernsehen, wie jeder die Umwelt retten kann. Hat beim "Siebten Sinn" oder der Mülltrennung doch auch geklappt. 80 Millionen haben eine riesige Macht, was zu verändern. Von unseren Politikern können wir nichts Brauchbares erwarten.

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neurobi 06.09.2019, 13:19
75.

Zitat von hagebut
Zunächst mal sollte klar sein, dass in dieser Welt nichts perfekt ist. Dennoch ist eine fahrleistungsunabhängige Steuer auf CO2-Ausstoß negativ zu bewerten. Besser wäre es die Steuern auf Sprit so festzulegen, dass dieser 3 Euro pro Liter kostet. Führt man dann dazu einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr ein, dann ist es aus mit dem Autoland Deutschland. Und das ist doch das was wir alle wollen. Oder nicht? ;-)
Stimmt, dann ist es aus mit Deutschland, aber nicht so wie sie denken.
In den meisten deutschen Städten ist der ÖPNV nicht mal in der Lage auch nur 10% der Autofahrer zusätzlich zu transportieren.
Wir werden noch Jahrzehnte auf das Auto als Massentransportmittel angewiesen sein.
Kostenloser oder zu Dumpingpreisen angebotener ÖPNV ist eine Schnappsidee und würde jeder Verbesserung die finanzielle Grundlage entziehen.

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andrehe 06.09.2019, 13:20
76. Grüne Investitionen müssen motiviert werden

Natürlich müssen wir alle uns ändern, um nachhaltig zu leben, und das ist nicht schlimm! Dieses klein-klein von Herrn Scholz zeigt, wie unfähig er ist: Statt die Wahrheit zu sagen, stößt er eine Neid-Debatte an, um bei den nicht so betuchten zu punkten. Dem Klima ist es jedoch egal, ob ein SUV oder ein Kleinbus CO2 emittiert. Wenn Treibhausgas-Emissionen klimaschädlich sind, dann müssen sich diese insgesamt reduzieren. Das ist logisch und sollte genau so kommuniziert werden. Wie kommen wir dahin, denn freiwillig ist seit 35 Jahren zu wenig passiert? Entweder die Emissionen stetig verteuern, bis sie auf Null reduziert sind (Mineralölsteuer, Kohlesteuer, Kerosinsteuer usw. = CO2-Steuer), oder den Handel mit fossilen Brennstoffen verbieten. Für den Waldschutz brauchen wir ein Handelsembargo, um die wirtschaftliche Nutzung der gerodeten Flächen unmöglich zu machen. Die Methan-Emissionen der Viehzucht und die Lachgas-Emissionen der Landwirtschaft sind natürlich auch mit einzubeziehen. Das Ziel sollte jedem klar sein, und dass wir keine Zeit mehr haben. Der Emissionshandel dient nur dazu, die Sache aufzuschieben: Eine Kernkompetenz der CDU. CDU und SPD sind beide total unfähig, auf solche Bedrohungen angemessen zu reagieren. Man hat sich vorher nicht getraut, das Thema anzugehen, und nun muss es ein großer Schritt sein. Das überfordert die Rhetoriker, und das Volk wacht langsam auf und merkt, dass die "alles ist gut weiter so" Parolen nur dazu dienten, uns etwas vorzumachen und die Wahlen mit Leichtigkeit zu gewinnen. Das ist der Natur aber egal, die Naturgesetze gelten. Sogar dann, wenn wir sie nicht verstehen. Also streichen wir den Klimaforschern das Budget, wie Trump fordert, und heilen die Umweltpsychosen, wie Bolsonaro fordert, dann wird alles gut. Augen zu und durch. Um auf das genannte Beispiel zurückzukommen: Es wird nicht teurer für denjenigen, der mit dem Rad zum Bauern fährt und sich regionale Erzeugnisse dort abholt. Dafür könnte auch jemand bezahlt werden. Einfach mal den Tunnel verlassen und den Blick weiten. Auch mit Motor geht es: Schiffe, die mit solarem Wasserstoff fahren, bringen uns die Cashewnüsse und den Sesam. Das passiert aber nur durch Anreize: Es muss sich lohnen, mit solaren Wasserstoff zu fahren! Also her mit der CO2-Steuer, und sie sollte hoch sein. Keine Ausnahmen bitte, auch nicht bei der Industrie. Ein Klimazoll schützt unsere Industrie vor Klimadumping von ausländischen Produkten. Verlassen wir die EU-Zollunion, wenn wir da nicht schnell einen Konsens bekommen. Es geht nicht um Befindlichkeiten, sondern um unsere Zukunft.

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awes 06.09.2019, 13:20
77. Ganz hervorragende Idee

... uns dann bitte noch die Radkilometer für den Arbeitsweg als Wegepauschale anerkennen- mit höherem km Geld als per Auto. Es wird doch langsam was!

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three-horses 06.09.2019, 13:21
78. Bis über das Ende kassieren.

Zitat von Gluehweintrinker
Wenn hier ein steuernder Effekt eintreten soll, der die Zahl der verkauften und neu zugelassenen SUV reduziert, dann muss es wohl eine signifikante Steuer sein. Dass SUV einen gewissen Kaufpreis mitbringen, den sich nicht jeder Kleinverdiener leisten kann, ist hinreichend bekannt. Wer sich also einen SUV kauft, der kann ihn sich leisten, ist anzunehmen. Diese Käufer können sich wohl auch ein paar hundert EUR mehr an Steuern leisten, wie auch den recht hohen Treibstoffverbrauch. Wie hoch also soll denn wohl die Steuer ausfallen, bis sie einen regulierenden Effekt erzielt? Ich vermute (wie komme ich nur auf so etwas Absurdes?), dass es hier - wieder mal - bei Symbolpolitik bleibt, die nur ja keinem weh tun soll, außer dem Zustand des Planeten und der Lebensqualität in unseren Städten natürlich.
Der Scholz Olaf ist wirklich ein Volltreffer. Da kann der Schäuble nur neidisch werden. So ab Eiserne Kreuz haben beide schon verdient.
Warum muss man die Autos in die Ewigkeit herumreiten, statt die Produktion nach und nach einstellen. So an die ruhige Art. Das man die Autos, die Kohlenkraftwerke und so, mal zum Schrottplatz fahren muss, ist unumgänglich. Warum nicht Schritt für Schritt mit jew. Alternativen? Die Sehnsucht Fleisch über die MwSt zu verteuern, ist auch ein besonders perfide Plan. Es wird auch so teuer und selten. Die Natur zieht sich zurück. Und so auch verknappt sich das Futter. Für die Tiere und dann auch für die Menschen.

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Hatha 06.09.2019, 13:22
79. Gewicht

Man sollte einfach PS und Gewicht berücksichtigen. Es gibt Leute mit 400 PS die verbrauchen weniger als einer mit 200 PS und 2000 kg. Wobei dann natürlich wieder Familien bestraft werden, weil die eben grössere Autos brauchen. Also am besten Kinder, PS und Gewicht berücksichtigen. Kinderlose die einen SUV mit 400 PS fahren sollten also am meisten zur Kasse gebeten werden.

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