Forum: Wirtschaft
Systemfragen: Der Kapitalismus braucht eine Erneuerung
Dominik Wagner/ DER SPIEGEL

Es läuft wahrlich nicht alles rund in unserer Wirtschaftsordnung. Neue Probleme erfordern neue Lösungen. Zum Glück funktioniert die demokratische Marktwirtschaft - noch.

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richey_edwards 01.12.2019, 16:28
1. Was der Kapitalismus zur Erneuerung braucht ist jedenfalls keine

sozialistische Lackierung die als Klima- und Umweltschutz daherkommt. Tatsache ist, es ging noch nie so vielen Menschen so gut. Weltweit. Uns de s wird immer besser. Der Nachweis dagegen dass die Müllersche "Erneuerung" ähnliche Erfolge haben wird steht aus.

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KK-Schlaub 01.12.2019, 16:36
2. Der Kapitalismus benötigt gesellschaftskonforme Rahmen

Der Kapitalismus, eine Verbindung aus Marktwirtschaft und Privateigentum an den Produktionsfaktoren, bedient effizient die Nachfrage. das liefert den gesamtwirtschaftlichen Wohlstand.

Gesellschaftliche Ziele interessieren den Kapitalismus nicht. Das beschert der Gesellschaft und der Wirtschaft eine Reihe von Schieflagen: in der Marktdominanz weniger Großunternehmen, in der sozialen Ungleichheit, in der Umweltbelastung, im Stadt-Land-Gefälle, ...

Die Erneuerung liefert am effizientesten und am schnellsten wirkt Bonus-Malus-Politik - eine Politik die mit Marktmechanismen (dem Drehen an der Preisschraube) den Märkten Rahmen setzt. Das nennt man Wirtschaftsgestaltung mit Marktmechanismen.

Beispiel Klima-Politik:
Zunächst muss das Verursacherprinzip gelten, "Schädliches" wird bepreist - der Malus.
Was gesellschaftlich als "Nützlich" eingestuft wird, wird gefördert - der Bonus.

Mehr zum dynamischen Bonus-Malus-Prinzip der Klimapolitik:
https://www.freitag.de/autoren/kritikaster/koennen-gruene-nur-verbieten

Beispiel Arbeitsmarkt-Politik
Auch gegen die soziale Schieflage mit einem starken Einkommensgefälle lässt sich die Bonus-Malus-Politik einsetzen.
Hier ein Vorschlag für "Wirtschaftliche Teilhabe" statt Robin-Hood-Politik:
https://www.freitag.de/autoren/kritikaster/wirtschaftliche-teilhabe-statt-robin-hood

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Kasob 01.12.2019, 16:51
3. Demokratische Marktwirtschaft?

Das eine ist eine Regierungsform, dass andere eine Wirtschaftsform. Das hat nichts miteinander zu tun. Außer man denkt wenn wir weniger kapitalistisch werden, bricht die Demokratie zusammen.

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Nordstadtbewohner 01.12.2019, 17:00
4. Das sehe ich deutlich anders

"Der BDI seinerseits ist mit einer Öffentlichkeit konfrontiert, die Großunternehmen zunehmend kritisch beurteilt."

Großunternehmen werden von linkorientierten Personen zunehmend kritisch beurteilt, aber eben nicht von jenen, die auch tatsächlich in der Privatwirtschaft tätig sind. Als Beispiel gilt da SAP. Dort arbeiten laut diversen Umfragen die zufriedensten Mitarbeiter. Auch andere Großunternehmen belegen die ersten Plätze bei der Mitarbeiterzufriedenheit. Die ganzen kleinen Krauterunternehmen bieten insgesamt die schlechtesten Arbeitsbedingungen an. Kühnert und Co haben grundsätzlich ein Problem mit der Marktwirtschaft. Das mag vielleicht kurz vor dem SPD-Parteitag nach außen hin etwas anders ausschauen, aber am Ende steht stets die "Vergesellschaftung", sprich die Enteignung. Ich kann nur hoffen, dass sich so etwas nicht durchsetzt.

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Nonvaio01 01.12.2019, 17:04
5. der Kapitalismus funktioniert prima

das problem ist die buendlung des Geldes in wenige haende.

Wenn eine person 40MRD hat, dann fehlen die einfach im Kreislauf.

Die Idee war das Firmen Geld verdienen und die Arbeiter auch, so kann man den Konsum antreiben. Wenn nun aber alle mit einem minimum abgespeist werden und die Firmen das geld unpropertional auf die Manager verteilen, haben die Arbeiter weniger kaufkraft...

Ich bin kein Linker, ich selber habe nun guten Job under verdiene recht gut, trotzdem binb ich der meinung das viele nicht genug verdienen. Wenn man 40std die woche arbeitet und dann sozialhilfe beantragen muss laeuft etwas falsch, egal welchen beruf man hat.

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HaraldSchaaff 01.12.2019, 17:15
6. Weltmeister im Jammern

Natürlich kann man dies uns das verbessern aber die Marktwirtschaft / Kapitalismus hat uns den Wohlstand gebracht, den auch Herr Kühnert verfrühstückt. wir brauchen nicht mehr Bürokratie sondern weniger, nicht mehr Steuern sondern weniger insbesondere für den hart arbeitenden Mittelstand, nicht mehr Bevormundung und Umverteilung sondern weniger Steuern. Wir brauchen mehr Rechtsstaat (auch für Tagebaubesetzer, die nicht How Dare you Ihre Meinung an die der gewählten Volksvertreter setzen dürfen. Wir brauchen auch mehr wohnungsbau, was aber nur geht, wenn diejenigen, die die Wohnungen bauen, nicht drauflegen und keiner braucht Kühnert oder sozialistischen Verarmungsideologie und schon garnicht einen Ministerpräsidenten, der leugnet, das die DDR ein Unrechtsstaat und Gefängnis war.

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marthaimschnee 01.12.2019, 17:25
7. Realität?

muß wohl irgendwas anderes sein, oder? Haben Sie gemerkt, daß die Repressionen auch hierzulande stark zunehmen? Nicht nur ökonomisch, wo sich erdreistet wird, ein eh schon lächerlich definiertes Existenzminimum noch sanktionieren zu wollen, wenn das Individuum nicht folgsam ist, und damit de facto den Zustand "Es existiert keine soziale Sicherheit!" herbeigeführt hat. Auch sicherheitspolitisch und militärisch wird exzessiv aufgerüstet und nach mehr Befugnissen und weniger Kontrolle geschrien. Und die haben alle nur gutes damit im Sinn, versprochen! Die Unzufriedenheit mit der angeblich funktionierenden "demokratischen Marktwirtschaft" - Frau Merkel beschrieb das viel treffender als "marktkonforme Demokratie", sprich Demokratie, die alles darf, außer dem Markt in irgendeiner Weise zu nahe zu treten - wächst rapide. Und die glorreiche Idee, seine Märkte gegen Einflüsse von außen zu schützen, ist auch nicht so fürchterlich unsozialistisch. Wobei die private Wirtschaft Sozialismus sowieso ganz toll findet, nämlich wenn es um die Vergesellschaftung ihrer Kosten geht. Aus den Gewinnen soll sich der selbstverständlich raushalten. Entschuldigung, aber wer das als "funkionierend" betrachtet, dessen Verstand muß man bereits anzweifeln!

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botschinski 01.12.2019, 17:27
8. Verschiedene kapitalistische Systeme?

Die Zinswirtschaft (Zinsen auf ausgegebenes Geld der Nationalbanken/Banken) ist das grundlegende Problem. Diese Zinsen können im Endeffekt nur durch Ausbeutung des Planeten "erwirtschftet" werden. Denn das Geld für die Abzahlung der Zinsen existiert im Geldkreislauf nicht.

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NAL 01.12.2019, 17:28
9. Der Kapitalismus braucht keine Erneuerung!

Der Kapitalismus mitsamt seiner Jünger muss weg. Das Streben nach Privat Eigentum der zur Spaltung der Gesellschaft führt ist ein ausreichender Grund. Jedes System schafft seine eigenen Totengräber, wir konnten es in der DDRb sehen und auch jetzt sind die Zeichen nicht zu übersehen. Wenn die Menschen sich nicht aufraffen diesen Dünkel zu beseitigen, dann werden wir uns selber auslöschen. Die Dummheit und Arroganz der Führung der kapitalistischen Staaten ist für die Vernichtung der Menschen ein Garant. Da hilft auch kein Bio und keine Umwelthysterie mehr.

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