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Tabak-Marke: Letzte große "Gauloises"-Fabrik in Frankreich muss schließen
DPA

Abstieg einer Legende: Die traditionsreiche Zigarettenmarke "Gauloises" verzeichnet seit Jahren Umsatzeinbußen. Nun verkündet der Hersteller das Aus der letzten großen Fabrik in Frankreich.

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salamicus 30.11.2016, 05:17
40. So ist es

Zitat von Räuber Hotzenplotz
Die Raucher sind wohl eher Nettozahler: Tabaksteuern plus sämtliche Steuern/SV-Abgaben der Produzenten plus kürzere Lebenszeit (=weniger RV/PV-Auszahlung) plus schneller Weg von Erkrankung zu Tod (=geringere GKV-Ausgaben). Jeder Nichtraucher sollte sich in Dankbarkeit vor allen Rauchern verneigen - 100% Nichtraucher wäre wohl der Super-Gau für Staat und Soz.-Vers.-Systeme!
Und da der Staat niemals auf Steuern verzichtet, werden dann eben Zucker- Fett- und andere Steuern erhoben, die auch der Nichtraucher bezahlen muss. Na, und weil die Lebenserwartung (statistisch!) steigt, werden die glücklichen Nichtraucher bis zum 80. Lebensjahr in die Rentenkasse einzahlen müssen. In prä-hysterischen Zeiten gab es eine schöne friedliche Koexistenz. Na ja, man sieht immer mehr Fernsehkommiss*innen (wieder) rauchen. Vielleicht geht die Hysterie zu Ende? Zu hoffen wäre es.

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dereuropaeer 30.11.2016, 06:47
41.

Ich habe 15 Jahre Gauloises geraucht, ohne Filter. 1982 habe ich aufgehört zu rauchen. Allerdings der Geschmack der Gauloises hängt mir noch heute an. Wenn ich wieder rauchen müßte, nur Gauloises

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GinaBe 30.11.2016, 06:53
42. Zeitzeichen.

Tja.
Gitanes und Gauloises. das war einst der Duft von Frankreich neben dem von frischknusprigen Baguettes, die fast jeder frühmorgens aus der Bäckerei mitnahm. Gequalmt wurde immer, so daß kaum Durchsicht herrschte in den bars und salons, bei heftigen politischen diskussionen. da rauchten eben nicht nur die köpfe, sondern auch die Glimmstengel. In Deutschland war die zeit der Roten hand und der Camel ohne Filter, in Österreich wurden die 3er bevorzugt oder die Johnny ohne Filter, in Spanien...in Griechenland...

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Loulou-68 30.11.2016, 07:20
43. Das Versagen der Privatisierer

Betriebswirtschaftlich drängt sich eine Folgerung auf: Nach der erfolgten Privatisierung der Seita und dem Verkauf an die spanische Altadis hat der neue Eigner ohne zu überlegen 8 Standorte in Frankreich geschlossen (darunter Dijon 2004 und Lille 2005), also genau jene, an denen allein der Verschnitt sauberer, dunkler Tabake (ohne chemische Geschmackszusätze) aus französischem, landwirtschaftlichem Anbau für Marken wie die traditionnellen Gauloises und Gitanes gewährleistet werden konnte. - Nach über einem Jahr, während dem Altadis für die Marken Gauloises (die klassische) und Gitanes lieferunfähig war, hatten sich nach und nach die letzten treuen Gauloises-Raucher anderen Marken zugewandt - und sind, nachdem Altadis wieder lieferfähig war, nicht mehr zurückgekehrt oder nur in geringem Masse. Altadis wurde ein Opfer der eigenen Gier und wurde ihrerseits 2008 von der britischen Imperial Tobacco geschluckt. - Leidtragende ware (immer noch nur aus rein betriebswirtschaftlichem Aspekt) die Entlassenen Seita-Mitarbeiter und die franzöischen Tabakbauern (in der Region Elsass) deren es kaum noch geben dürfte.

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fatherted98 30.11.2016, 07:38
44. lach...

Zitat von Räuber Hotzenplotz
Die Raucher sind wohl eher Nettozahler: Tabaksteuern plus sämtliche Steuern/SV-Abgaben der Produzenten plus kürzere Lebenszeit (=weniger RV/PV-Auszahlung) plus schneller Weg von Erkrankung zu Tod (=geringere GKV-Ausgaben). Jeder Nichtraucher sollte sich in Dankbarkeit vor allen Rauchern verneigen - 100% Nichtraucher wäre wohl der Super-Gau für Staat und Soz.-Vers.-Systeme!
....schön mit der eigenen Sucht und dem eigenen Unvermögen mit dem Rauchen aufzuhören und der damit verbundenen Folgen den Sozialstaat retten zu wollen. Nur Ihre Argumentation stimmt leider nicht...die Kosten (auch bei einem schnellen Tod...der leider trotzdem mit langer Leidenszeit verbunden ist) übersteigen bei weitem die in einem Raucherleben gezahlten Abgaben. Dazu kommen noch die langen Krankheits- und Ausfallzeiten vor dem Sichtum.
Die Story kauft Ihnen heute keiner mehr ab.

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Hamberliner 30.11.2016, 07:58
45. Re: Zeitzeichen.

Zitat von GinaBe
Tja. Gitanes und Gauloises. das war einst der Duft von Frankreich neben dem von frischknusprigen Baguettes, die fast jeder frühmorgens aus der Bäckerei mitnahm. Gequalmt wurde immer, so daß kaum Durchsicht herrschte in den bars und salons, bei heftigen politischen diskussionen. da rauchten eben nicht nur die köpfe, sondern auch die Glimmstengel. In Deutschland war die zeit der Roten hand und der Camel ohne Filter, in Österreich wurden die 3er bevorzugt oder die Johnny ohne Filter, in Spanien...in Griechenland...
In Spanien waren es Ducados und Celtas. Vor allem Celtas haben Rothändle alt aussehen lassen. Das war das Kraut der andalusischen Arbeiter, der Fans von Manolo Escobar. Lange her.

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Hamberliner 30.11.2016, 08:18
46. kein Plan B gegen den Totalitarismus

Dieses Unternehmen geht wohl an der eigenen Phantasielosigkeit und Unbeweglichkeit zugrunde. Die hätten aus dieser Kult-Marke so viel machen können. Nicht nur das Portfolio um E-Zigaretten und Liquid erweitern. Vor allem Zubehör, um diese neue Schikane mit den Ekelbildern maximal stilvoll zu unterlaufen würden doch reißenden Absatz finden. Ich danke dabei an Lederetuis mit eingestanztem Gauloises-Logo, die nicht so dämlich hergestellt sind wie das, was man bereits kaufen kann, sondern genauestens einer Zigarettenschachtel nachempfunden, mit einem aufklappbaren Deckel, die Trennfuge zwischen Deckel und Schachtel 45 Grad geneigt, und einem weichen Innenteil (Ziegenleder?) in Form der bisherigen Alufolie. Oder Emaille-Schilder (Gaulouses - liberté toujourts) die man auf anderweitige hochwertige Etuis klemmen kann. Parallel dazu häten sie die Innenverpackung der Zigarettenschachteln mit Ekelbild so umgestalten können, dass man sie mit einem Handgriff herausziehen und in die Lederschachtel stecken kann - diese Prozedur, das Entsorgen der Ekelbild-Schachtel an Ort und Stelle .- ist derzeit nerviger Fummelkram. Wenn sie angefangen hätten die Marke auch auf Schuhe und Kleidung auszudehnen, wie Camel mit den Camel-Boots, hätte man vielleicht das Werbeverbot aushebeln können. Irgendwas traditionell französisches. Vielleicht eine Gauloises-Baskenmütze.

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Rockaxe 30.11.2016, 08:31
47. Auch ich

war mal Raucher und Ende Februar 2017 bin ich seit 10 Jahren "clean".
Natürlich gehörten auch bei mir eine ganze Zeit (überwiegend) Gitanes ohne (auch mal mit) Filter zum Programm. Erstens spürte man die zum anderen waren es eben "schwarze" die außer dem Tabak ja angeblich keine Zusatzstoffe enthielten. Praktischer Vorteil - wie auch bereits von anderen beschrieben - die Schnorrer hielten sich in sehr übersichtlichen Grenzen.
Ja, auch meine Eltern rauchten, haben aber irgendwann aufgehört während ich noch lange weiter geraucht habe. Aber gerade in den 70er Jahren bis zu den 90ern gehörte das Rauchen einfach dazu.
Aber wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, wird bzw. wurde in der Fabrik die Seita nun schließt überwiegend oder sogar ausschließlich Verpackungsmaterial für die Zigaretten hergestellt. Also wurde doch keine Zigarettenproduktion dort eingestellt.
Nebenbei, die französischen "Mais" Zigaretten hatten soweit mir bekannt statt Papier um den Tabak eben Maispapier. Gab es aber für die Selbstdreher auch in Deutschland zu kaufen. Nur eben die Mais-Zigaretten nicht. Glücklich waren die die nahe der franz. Grenze als Raucher wohnten.

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opinio... 30.11.2016, 08:32
48. Wonach riecht sie,

die moderne Zigarette? Nach nix und schmecken tunsie auch nicht. Kein Wunder, dass sie von den elektronischen Nikotinspendern verdrängt werden. Eine Gauloise reicht für den halben Tag. Es gab sie deshalb auch einzel zu kaufen.

All das reichte den Tabakriesen nicht, weshalb sie die Leichten auf den Markt drückten. Masse statt Klasse eben.

Verbieten sollte man den ganzen Quatsch, allein der Umwelt zuliebe.

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CommonSense2006 30.11.2016, 08:35
49. die aktuelle Schließung

dürfte ja wohö der geringen Produktivität der französischen Arbeiter zu danken sein. Wenn man überlegt, seine Produktion in ein (relatives) Hochlohnland wie Deutschland zu verlegen, dann kan etwas grundsätzlichees nicht stimmen, die Rohstoffe kosten dassebe und die Logistik für den französischen Markt wäre von Frankreich aus einfahcer zu bewältigen.

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