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Tag der Arbeit: Juso-Chef Kühnert fordert zwölf Euro Mindestlohn - mindestens
DPA

Es ist der "Tag der Arbeit" - genau der richtige Anlass, um über den Mindestlohn zu streiten. Jetzt hat sich Juso-Chef Kevin Kühnert zu Wort gemeldet. Er fordert die Anhebung auf zwölf Euro.

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h.hass 01.05.2018, 12:00
20.

Zitat von arago
Mieses Ergebnis. Ich kann mir aufgrund der Wettbewerbslage noch nicht einmal 8,84 Kräfte leisten. Ausbeutung? Meinen Stundenlohn rechne ich schon nicht mehr, liegt etwas unter 5 €...
Dann funktioniert Ihr Geschäftsmodell eben nicht. Geschäftsmodelle, die nur auf der Basis von (Selbst-)Ausbeutung überlebensfähig sind, sind letzten Endes keine. Offensichtlich wird das, was Sie anbieten, ob Produkt oder Deinstleistung, am Markt nicht genügend nachgefragt.

Wenn das so ist, dann sollte man darüber nachdenken, sich anders zu orientieren, statt herumzujammern. Wenn ich mit hohem zeitlichen und finanziellen Einsatz Postkutschen oder Schreibmaschinen baue, kann ich mich auch nicht darüber beschweren, dass ich kaum Nachfrage generiere.

12 Euro Mindestlohn sind eine absolut korrekte Forderung, nicht zuletzt in Hinsicht auf das spätere Rentenniveau. Die Arbeitgeber haben doch schon herumgeheult, als der jetzige Mindestlohn eingeführt wurde, und eine riesige Arbeitsplatzvernichtung prognostiziert. Und was ist passiert? Gar nichts.

Wer seinen Arbeitnehmern keine menschenwürdigen Löhne zahlen will, soll eben zumachen. Irgend jemand anderer wird dann schon die Arbeit erledigen, wenn sie wirklich notwendig ist, und den Mindestlohn zahlen.

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goethestrasse 01.05.2018, 12:01
21. 16,66 € mindestens..

..damit ist es für den Arbeitgeber nicht getan ... Aber das interessiert keinen der Fordernden zum 1.Mai ... Lohnfortzahlung, Pflegezeiten, Berufsgenossenschaft, Betriebshaftpflicht, Kammerbeiträge, Urlaubsgeld, Weihnachten, "Bildungsurlaub " und alles so flexibel wie möglich. Böser, böser Unternehmer.. - gestern war Brückentag... da arbeiten eh nur die Doofen.

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Mister Stone 01.05.2018, 12:02
22. Wer hats erfunden?

Mit der Einschätzung, dass der Mindestlohn zu niedrig ist, steht Kühnert nicht allein. Erst vor wenigen Tagen hatten Ökonomen der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung eine Studie veröffentlicht, die beweist, dass 8,84 pro Stunde zum Leben nicht ausreichen. Vor allem in Großstädten sei die die Belastung - etwa durch Mieten - so hoch, dass Betroffene ohne staatliche Aufstockung nicht auskämen.

Vor wenigen Tagen? Bereits seit mehreren Jahren fordert die LINKE nachdrücklich - und zwar wirtschaftlich und gesellschaftlich sauber begründet - , dass der Mindestlohn auf mindestens 12 Euro angehoben werden müsste, um menschenwürdiges Arbeiten und Leben zu gewährleisten. Solange diese Forderung von der LINKE kam, war sie den neoliberalen Parteien (CDU-CSU-FDP-SPD-GRÜNE) und den zugehörigen Mainstreasmmedien immer suspekt, weltfremd, nicht realisierbar, utopisch, wirtschaftsschädlich und so weiter...
Nachdem sich nun auch Juso-Kühnert und die HB-Stiftung der LINKE-Forderung anschließen mussten, weil die Fakten nicht mehr länger zu leugnen sind, ohne als Vollpfosten da zu stehen, ist es plötzlich ein ganz neuer Vorstoß, und die LINKE kommt gar nicht mehr vor. Toller "Bericht"!

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derschwolf 01.05.2018, 12:07
23. Was für linke Spinnereien

und ein Schlag ins Gesicht vieler Zehntausender Kleinunternehmer aus der Dienstleistungs- und anderer Branchen, die schon heute die 8,84 zuzüglich Nebenkosten wie die Sozialversicherungen, Berufsgenossenschaften, IHK und sonstige Abgaben kaum beim Kunden durchsetzen können. Ich bleibe dabei Links=Dumm und Weltfremd, und das gilt für die Kleine Rotznase Kevin ganz besonders,

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b1964 01.05.2018, 12:08
24. ahnungslos

Herr Kühnert soll mal ein Unternehmen gründen und Arbeitsplätze schaffen. Dann kann er gerne mit gutem Beispiel vorangehen. So aber handelt es sich um altkluges Reden einen angehenden Berufpolitikers, der (wieder einmal) keine Ahnung vom wirklichen Leben hat. Faire Löhne finde ich super. Dann soll der Staat sich mal Gedanken machen, wie mehr netto vom Brutto bleibt. Wenn so was lese, wird mir immer schlecht!

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53er 01.05.2018, 12:08
25. Im Januar 2001 betrug der Jahresdurchschnittslohn

55216 DM, im Januar 2002 waren es dann 28626 Euro. Zahlenmässig wurden die Löhne damals einfach halbiert, auf dieser Basis entwickelten sich die Löhne (tariflich zumindest) bis heute fort. Damals wurde argumentiert, dass die Preise ebenfalls (zahlenmässig) halbiert wurden. Nur als Beispiel: Die Durchschnittsmiete in München hat sich seit 1995 bis heute um 72 % erhöht, mir wäre nicht bekannt, dass sich der Durchschnittslohn in der Region München ebenfalls so exorbitant entwickelt hätte. Brisant ist, dass insbesondere Anbieter von Arbeitsplätzen auf der einen Seite ständig jammern, dass die Lohnhöhe kaum noch zu erwirtschaften sei, diese aber gerade auch durch Immobilieninvestments (oder als Anbieter von Wohn- und Büroflächen) enorme "Nebeneinkommen" haben, die sie letztendlich wiederum bei abhängig Beschäftigten abkassieren. Es mag ja sein, dass sich durch den am Markt herrschenden Preisdruck, die durch Lohnarbeit zu erzielende Rendite, nicht in angemessener Höhe erwirtschaften lässt, dafür lassen sich aber auch durch solche "Nebeneinkünfte" die Eigenkapitalrenditen erheblich steigern. Für Vermögende gibt es mittlerweile sehr viele Wege, ihr Kapital zu vermehren, die einem abhängig Beschäftigten (Zwangssteuerzahler) auf Dauer verwehrt bleiben. Wird z.B. Unternehmenseigentum vererbt, gibt es jede Menge staatlich verordnete, Schlupflöcher damit Erben nur gering durch dei Erbschaftssteuer belastet werden. Für Otto Normalverbraucher gilt ies nicht in gleichem Masse. er steht quasi nackt und jederzeit transparent vor dem Fiskus und hat keienerlei Möglichkeiten sein Erbe klein zu rechnen.

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Lykanthrop_ 01.05.2018, 12:08
26.

Herr Kühnert und Frau Wagenknecht sollten ein Kaffee trinken gehen.
Die SPD befindet sich in weiten Teilen ihrer Spitze schon wieder im Modus des weiter so. Die SPD ist verloren. In Bayern wird man das schlechte Wahlergebnis noch auf Bayern schieben können.

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spmc-12355639674612 01.05.2018, 12:09
27. Heisst das, Sie würden

Zitat von olliver_123
Wenn der Mindestlohn steigt, dann passen sich auch die Preise entsprechend an...Das wandert also zum einen in die Taschen der Unternehmen zurück und vor allem dank Mehrwertsteuer und höhere Einkommenssteuer in die Staatskassen, wo es wie gewohnt verbrannt werden kann... Und nicht nur das mehr der Mindestlöhner sondern es müssen alle höhere Preise zahlen...
den Mindestlohn gerne niedrig halten, nur um zu verhindern, dass ein Teil des Geldes "in die Taschen der Unternehmen zurück und vor allem dank Mehrwertsteuer und höhere Einkommenssteuer in die Staatskassen" wandert? Wie verschroben ist das denn?

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lala10 01.05.2018, 12:09
28.

will mal sehen was die ganzen ungelernten nicht deutschsprechenden Arbeitskräfte sagen wenn ihre Arbeitsplätze wegfallen?Da geht dann nur was mit Aufstockung. Nach meiner Ansicht sollte der Mindestlohn schon bei über 10 Euro liegen.

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Stäffelesrutscher 01.05.2018, 12:10
29.

»Der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert hat zum Tag der Arbeit eine deutliche Erhöhung des Mindestlohns auf mindestens zwölf Euro je Stunde noch in dieser Wahlperiode gefordert. "Um den Mindestlohn armutssicher zu machen, müsste er schon heute zwölf Euro oder mehr betragen", sagte der Chef der SPD-Nachwuchsorganisation der "Rheinischen Post".«

Richtig. Den Betrag findet man im Wahlprogramm der Linkspartei. Wenn alle entsprechend ihren objektiven Interessen gewählt hätten, wäre Oskar jetzt Kanzler. ;-)

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