Forum: Wirtschaft
Tag der Arbeit: Juso-Chef Kühnert fordert zwölf Euro Mindestlohn - mindestens
DPA

Es ist der "Tag der Arbeit" - genau der richtige Anlass, um über den Mindestlohn zu streiten. Jetzt hat sich Juso-Chef Kevin Kühnert zu Wort gemeldet. Er fordert die Anhebung auf zwölf Euro.

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iphone_dummy 01.05.2018, 12:28
40. Ein Mindestlohn von 25 Euro/Std wäre angemessen.

Hier überbieten sich die Forderungen - ohne nachzudenken wer es bezahlen soll. Oder besser formuliert: Wie dieser "Mindestlohn" eine Preisspirale in Gang gesetzt hat.
Wie wäre es, wenn man nach den Ursachen fragt? Nach den Menschen ohne Ausbildung, ohne Willen zur Weiterbildung - aber mit ausgeprägtem Anspruchsdenken.
Alle Parteien (inkl. der neubraunen AFD) halten nicht ohne Grund an H4 fest!

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Malto Cortese 01.05.2018, 12:28
41.

Die Abwärtsspirale bei Löhnen und Gehältern hat sich tief in die Gesellschaft hineingefressen - viele Kleinunternehmer und Handwerker sind mittlerweile gezwungenermaßen Billig-Anbieter für Kunden aus dem "besten Niedriglohnsektor Europas". Ein Sieg des shareholder-value-Kapitalismus auf ganzer Linie.

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rooonbeau 01.05.2018, 12:28
42. Für mich ist Nahles schon durch...

Nach All den Diskussionen um Gerechtigkeit, Korrekturen an Hartz4 die seit Jahren umgesetzt gehören weil sie auf Kosten der gering verdienenden gehen (unglaublich das das immer noch nicht korrigiert ist (Leiharbeit, Werkverträge etc.) Und jetzt wurden Änderungen endlich vorgenommen bzgl. Leiharbeit und wir haben wieder das gleiche Problem. Schlupflöcher auf Kosten der Arbeiter. Und das obwohl Frau Nahles von allen Seiten drauf hingewiesen wurde..
Und das in der Situation in der die SPD ist... Die sollten sich in Grund und Boden schämen so über Jahre die Arbeiter zu hintergehen..

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playintime 01.05.2018, 12:29
43.

Zitat von wrkffm
Wie wäre es denn mal mit massiven Steuersenkungen ( Lohnsteuer, Solizuschlag ) für untere Einkommen ab 2000 Brutto, als immer nur mit Lohnsteigerungen zu argumentieren. So sind die JUSOS in der SPD halt, immer nur alte Frasen dreschen, aber runderneuern wollen.
Haben sie in ihrem Leben mal eine Steuertabelle angeschaut. Ich glaube nicht. Oder sie sind ein mathematischer Analphabet. Steuersenkungen in den unteren Lohngruppen bringen sehr wenig bis gar nichts. Es sei denn, wird eine Negativsteuer eingeführt, was nie passieren wird. Aber ahnungslose Leute wie sie, brauchen die Unionsparteien und die FDP.

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lupo44 01.05.2018, 12:29
44. das ist eine unfaire Antwort......

Zitat von tommy354
Der gute sollte doch erst einmal selbstständig eine Firma leiten...Dann wird er schon sehen, ob er sich Aushilfskräfte etc. für mehr als den momentanen Mindestlohn leisten kann!!! Schwätzer!
es steht doch außer Frage ,dass Deutschland im Lohngefüge der EU Mitgliedsländer einen unteren Platz einnimmt.Wir sind ,und das hören wir jeden Tag das reichste Land Europas.Wir leisten uns sehr viel im internationalen Vergleich:1,5 Millionen Flüchtlinge mit ungeklärter Zukunft =20 Milliarden Kosten im ´Jahr.Frau von der Layen fordet 12 Milliarden Rüstungsmittel in den nächste 4 Jahren.Unsere Auslandseinsätze der Bundeswehr kosten pro Tag 1,5 Million Euro,Die Piratenjagd im Mittelmeer kostet proTag 1 Million
Wir leisten uns schon sehr viel-deshalb sind wir auch so angesehen in Europa.Unabhängig davon unterstützen wir finanziell andere Staaten wie die Ukraine,Griechenland,Türkei,Mit Milliarden von Euro aus den verschiedensten politischen Gründen..
Selbst müssen wie aber sehr hohe Kosten schultern,wie sehr hohe Mieten,sehr hohe Energiekosten,Die Kosten des täglichen Lebens werden immer höher.
Jetzt kommt die Abschlussfrage: Wer soll das bezahlen? und wie?
Alle sind keine Akademiker,Richter und Ärzte.Das geht nicht gegen einen Berufsstand!Es geht um Tatsachen-der Produktionsarbeiter,Die Karnkenschwester,der Pfleger,der Polizist,der Feuerwehrmann usw.
Und auch der zukünftige Rentner.Diese Menschen die das Bruttosozialprodukt schaffen brauchen mehr Geld um ihr Leben überhaupt menschenwürdig leben zu können.Keine Populistischen
Phrasen ,sondern reale Welt anno 2018 in Deutschland.

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Traumfrau 01.05.2018, 12:31
45. sie finden es also o.k. ...

Zitat von tommy354
Der gute sollte doch erst einmal selbstständig eine Firma leiten...Dann wird er schon sehen, ob er sich Aushilfskräfte etc. für mehr als den momentanen Mindestlohn leisten kann!!! Schwätzer!
sie finden es also o.k., wenn Menschen für ihre Arbeit nicht menschengerecht bezahlt werden? Was wäre ihnen den recht? 2 Euro die Stunde? 1 Euro? Wer seine Mitarbeiter nicht vernünftig und menschenwürdig bezahlen kann, der hat mit seiner Firma auf dem Markt nix verloren. Ganz einfach.

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klausbrause 01.05.2018, 12:34
46.

Zitat von wrkffm
Wie wäre es denn mal mit massiven Steuersenkungen ( Lohnsteuer, Solizuschlag ) für untere Einkommen ab 2000 Brutto, als immer nur mit Lohnsteigerungen zu argumentieren. So sind die JUSOS in der SPD halt, immer nur alte Frasen dreschen, aber runderneuern wollen.
Wobei, ich bin mir da ziemlich sicher, der sog. Arbeitgeber für die Entlohnung zuständig ist und nicht der Staat über zusätzliche Steuersenkungen das Versagen oder die Gier der Besitzenden kompensieren muß.
Und das soll jetzt keine Frase sein.

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Nandiux 01.05.2018, 12:35
47. In einem Land, wo die Wirtschaft doch (angeblich) boomt,

sollte ein Mindestlohn von 12 Euro doch kein Problem darstellen, oder? Langfristig gesehen wird das sowieso eine logische Zielmarke sein. Viele vergessen eben, dass es nicht nur die Kosten der Unternehmen steigert, sondern v.a. die Binnennachfrage antreibt. Wer mehr Geld in der Tasche hat, wird auch mehr nachfragen. Und dann sind die steigenden Preise auch kein großes Problem.

Alternativ kann man den Mindestlohn auch weiter künstlich niedrig halten und abhängig vom Export bleiben. Das wird nur irgendwann böse enden. Wobei es ja generell darum geht, das Lohnniveau im unteren - und mittleren Bereich weiter zu steigern. Durch Lohnsteigerungen und/oder steuerliche Entlastungen.

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iphone_dummy 01.05.2018, 12:35
48.

Zitat von h.hass
Dann funktioniert Ihr Geschäftsmodell eben nicht. Geschäftsmodelle, die nur auf der Basis von (Selbst-)Ausbeutung überlebensfähig sind, sind letzten Endes keine. Offensichtlich wird das, was Sie anbieten, ob Produkt oder Deinstleistung, am Markt nicht genügend nachgefragt. Wenn das so ist, dann sollte man darüber nachdenken, sich anders zu orientieren, statt herumzujammern. Wenn ich mit hohem zeitlichen und finanziellen Einsatz Postkutschen oder Schreibmaschinen baue, kann ich mich auch nicht darüber beschweren, dass ich kaum Nachfrage generiere. 12 Euro Mindestlohn sind eine absolut korrekte Forderung, nicht zuletzt in Hinsicht auf das spätere Rentenniveau. Die Arbeitgeber haben doch schon herumgeheult, als der jetzige Mindestlohn eingeführt wurde, und eine riesige Arbeitsplatzvernichtung prognostiziert. Und was ist passiert? Gar nichts. Wer seinen Arbeitnehmern keine menschenwürdigen Löhne zahlen will, soll eben zumachen. Irgend jemand anderer wird dann schon die Arbeit erledigen, wenn sie wirklich notwendig ist, und den Mindestlohn zahlen.
Der Computer, an dem Sie diese Zeilen geschrieben haben, wurde inklusive aller (!) Komponenten doch sicher in Deutschland entwickelt und gebaut, oder?
Oder in einem Land mit den von Ihnen geforderten Bedingungen und Standards.
Wenn nicht (und davon ist heute zu 100% auszugehen), waren Ihre Worte mindestens scheinheilig, wen nicht .....

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mankanndasauchsosehen 01.05.2018, 12:35
49. DIY Gesellschaft versus Servicegesellschaft

Prinzipiell gute Idee - wirklich. Deutschland ist aber im Vergleich zu anderen Ländern bereits heute eine ausgeprägte Do-it-yourself Gesellschaft. Ein höherer Mindestlohn würde vor allem die Gastronomie und Landwirtschaft sowie Wäschereien, Gärtnereien und sonstige Dienstleister treffen, die uns zwar das Leben angenehm machen, aber für die "der/die Deutsche" immer weniger bereit ist, zu zahlen. Ich bin immer wieder erstaunt, was selbst Gutverdiener in Deutschland meinen, alles selbst machen zu müssen, anstatt einfach einen fähigen (aber "preiswerten") Dienstleister zu nehmen. Ein höher Mindestlohn müßte im personalintensiven Servicebereich direkt über die Preise weitergegeben werden. Und dann gilt die Preis-Absatz-Kurve: Höherer Preis - Geringere Nachfrage. Die Alternative ist weiter oben auch bereits beschrieben: Selbständige, die sich oft unter Zuhilfenahme von Familienmitgliedern für einen Stundenlohn weit unter dem Mindestlohn abrackern und auch auf keinen grünen Zweig kommen. Oder irgendwann humanoide Roboter ohne Mindestlohn mir Wartungsvertrag. Volkswirtschaft ist halt nicht so einfach - das war schon bei Marx und Engels so und ist es leider immer noch. Davon abgesehen, würde ein höherer Mindestlohn nicht die Exportindustrien (Automobil, Maschinenbau, Chemie etc.) treffen, da diese tariflich so hoch eingepreist sind, daß das Thema Mindestlohn keines ist (i.d.R. selbst bei zugekauften Dienstleistern). Die haben eher ein Problem mit Fachkräftemangel.

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