Forum: Wirtschaft
Tarif-Poker: Ver.di-Warnstreiks legen öffentliches Leben lahm
DPA

Busse und Bahnen bleiben in den Depots. Kitas, Hallenbäder und Theater sind geschlossen. Die Warnstreiks im Öffentlichen Dienst erschweren auch am Donnerstag in vielen Städten den Alltag.

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alex77lubu 12.04.2018, 09:46
20. Ich stehe hinter Euch!

Endlich tut sich mal was. Wird Zeit, dass die arbeitende Bevölkerung ihren Teil am Wohlstand einfordert. Da trickle down zwei Jahrzehnte lang nicht funktioniert hat, wird es langsam Zeit, die Schleuse zu öffnen.

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kezia_BT 12.04.2018, 09:46
21. Es geht aber wieder nur ums Geld!

Den meisten Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes geht es finanziell ordentlich. Ausnahmen (gerade beim Pflegepersonal) gibt es leider auch, da müßte etwas getan werden. ABER: der Frust und der Streß im Job kommen anderswo her, vor allem davon, daß der Einzelne immer mehr Aufgaben schultern muß. Das ist jedoch direkte Folge der Tarifpolitik, wenn einer mehr Geld bekommt, wird ein anderer gar nicht erst eingestellt. Deswegen ist die Forderung der Gewerkschaft unsinnig, noch mehr Geld zu verlangen - da die Haushalte der meisten Gemeinden ohnehin auf Kante genäht sind, wird dies nur dazu führen, daß noch weniger Leute eingestellt werden. Über eine bessere Verteilung der Aufgaben und eine Neueinstellung von Entlastungspersonal zu diskutieren, wäre sehr viel sinnvoller als einigen finanzielle Bonbons zu verteilen.

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observerlbg 12.04.2018, 09:47
22. Alles eine Frage der Verhältnismäßigkeit

Nehme ich bei Streiks die "kleinen Leute" in "Geiselhaft" oder setzte ich große Unternehmen unter Druck? Gefährde ich den Arbeitsplatz Alleinerziehender, die ihr Kind Derzeit nicht unterbringen können, verringer ich die Lebenqualität von Patienten, Schülern, Berufstätigen... Oder verminder ich den Gewinn von VW, Hoechst, Beyer.... Und immer dran denken: höhere Ausgaben (dauerhaft!) für den öffentlichen Dienst bedeuten langfristig höhere Steuern. Und die wirklichen Niedriglöhner, in der Logistik beispielsweise profitieren nicht von höheren Löhnen im öffentlichen Dienst. Aber dennoch: wenn nicht jetzt höher Löhne fordern, wann dann?

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dr.eldontyrell 12.04.2018, 09:53
23. Mimimi

Zitat von moritz1989
Leute, wollt ihr eigentlich unsere Unterstützung oder wollt ihr das ganze Land gegen euch haben? Am Ende raubt ihr mir seit einer Woche jeden Nerv indem ihr die ganze Stadt lahm legt. Da hat doch niemand was von und alle Bürger gegen euch aufbringen ist so ein klassischer Verdi Schachzug aber ziemlich doof!
Sie sind also auch so ein Vertreter der Sorte, die Streiks am liebsten am Wochenende, außerhalb der Dienstzeit in einem Wald hätte?
Ein Streik, der niemandem aufzeigt, was ohne die streikende Gruppe los wäre, kann man sich schenken. Also genau der richtige Schachzug von Verdi, wie man an ihrem "Mimimi" merkt.
PS: Ich bin auch betroffen (2h für 10,5km), aber halte zu den Kollegen, die ihr Recht einfordern!

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corvus corone 12.04.2018, 09:54
24. Legitim

Wenn es möglich ist, für ein Heimatministerium (was keiner braucht), mal eben 100 neue hochbezahlte Stellen zu schaffen, es selbstverständlich ist, dass sich die Abgeordneten jedes Jahr automatisch die Diäten erhöhen, dann ist es nur legitim, wenn die Angestellten des öffentlichen Dienst ihren Teil einfordern. Weiter so, meinetwegen wochenlang, ihr habt es verdient.

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Paddel2 12.04.2018, 09:55
25. Verantwortliche zur Rechenschaft ziehen

Streiks kommen auch dadurch zustande, dass die Kommunen die Eskalation in Kauf nehmen. Die Forderungen nach Lohnerhöhung sind legitim. Jeder betroffene Anwohner sollte bei den nächsten Kommunalwahlen und Landtagswahlen bedenken, dass die aktuellen Probleme im Alltag maßgeblich von der aktuellen Politik verantwortet werden. Ich werde im Südwesten der Republik diesen Aspekt definitiv mitnehmen. Offensichtlich haben die Grünen im Ländle nicht im Sinn, Angestellte im öffentlichen Dienst angemessen zu bezahlen.

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moritz27 12.04.2018, 09:55
26. Natürlich

sollen die Streiks die Bürger treffen. Denn wir sind die Nutznießer, Auftraggeber und Zahlende des Öffentlichen Dienstes. Wenn wir immer bereit sind, mehr Steuern, Gebühren und Krankenkassenbeiträge zu bezahlen, kann man jedes Jahr die Einkommen der dort Tätigen so erhöhen, wie das die Gewerkschaft jeweils fordert. Die klnnen eh nie eine Verteilung von Unterfnehmensgewinnen, wie die anderen Gewerkschaften einfordern, sondern nur beklagen, dass die Einkommen "angeglichen werden müssen".

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latrodectus67 12.04.2018, 09:57
27. Zweierlei Maß

wenn die GDL streikt, dann regnen medial Schwefel und Feuer auf die Gewerkschaft und die Politik erlässt eine Lex GDL. Wenn ver.di streikt, dann ist das "hinzunehmen".

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Crom 12.04.2018, 10:02
28.

Zitat von Benjowi
Wäre schon eine lustige Situation - wenn nicht so viele Unschuldige darunter leiden müssten: Die gleichen Leute auf der Arbeitgeberseite, die es normal finden, eigene Bezüge mal eben um 20 % zu steigern und das mehrfach nacheinander, halten 6 % für Normalarbeitnehmer nach sehr langer Zurückhaltung für zu hoch. Ist das albern oder ist das albern?
Wer auf der AG-Seite beim ÖDienst hat sich denn die Bezüge um 20% erhöht?

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böseronkel 12.04.2018, 10:04
29.

Zitat von moritz1989
Leute, wollt ihr eigentlich unsere Unterstützung oder wollt ihr das ganze Land gegen euch haben? Am Ende raubt ihr mir seit einer Woche jeden Nerv indem ihr die ganze Stadt lahm legt. Da hat doch niemand was von und alle Bürger gegen euch aufbringen ist so ein klassischer Verdi Schachzug aber ziemlich doof!
Keine angemessenen Löhne zahlen wollen ist so ein klassischer Schachzug der öffentlichen und privaten Arbeitgeber, aber ziemlich doof. Wenn die 40% der Deutschen, denen es nach einer Studie nicht besonders gut oder dank der großartigen Kanzlerin eher schlechter geht, einen angemessenen Anteil des von ihnen erarbeiteten Reichtums haben möchten, setzt sofort ein mit reichlichen Finanzmitteln bewaffnetes mediales Getöse ein. Deutschland und den Deutschen geht es gut bis auf das beträchtliche Heer der in Arbeitsarmut gepressten Deutschen.

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