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Tarifeinheitsgesetz: Maßlosigkeit ist kein Grundrecht
DPA

Heute verabschiedet der Bundestag das Gesetz zur Tarifeinheit. Spartengewerkschaften wie die GDL verteufeln die Initiative. Sie fürchten ihr Ende. Doch das Gesetz birgt auch Chancen.

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GungaDin 22.05.2015, 08:23
100. Andererseits

haben sich kleine Gewerkschaften um Defizite gekümmert, die den großen Gewerkschaften am Arsch vorbei gegangen sind. Oft genug bestand die hier beschworene Solidarität der großen Gewerkschaften in Kungeleien mit den Arbeitgebern. Und ganz grundsätzlich ist das Gesetz zur Tarifeinheit immer noch eine Verletzung des Grundgesetzes, und die Zustimmung dazu ein weiteres Schandkapitel der SPD.

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biberzahn 22.05.2015, 08:23
101. Streik-Exzesse in Deutschland, hoho, der war schlecht.

Wenn man die Lohnentwicklung in Deutschland anguckt kommen die Tränen.
Wenn ich Deutschland mal gestreikt wird spricht der von Streik-Exzesse, gehts noch.
Wie wäre es mit Gewinn-Exzesse oder Ausbeutungs-Exzesse oder Bankenabzog-Exzesse.

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Mailmanhro 22.05.2015, 08:26
102. Dreiste Überschrift

Maßlosigkeit ist, wenn den Angestellten geringfügig mehr Lohn verweigert wird aber die Manager sich die Bonuszahlungen verdoppeln. Unsere Gewerkschaften sind Zahnlose Löwen. Es wird Zeit dass in elementaren Berufen wie in der Landwirtschaft, Pflege, Verkauf mal gestreikt wird denn dort wird tatsächlich zu wenig gezahlt. 900-1100 netto für Vollzeit sind hier im Osten dafür die Regel

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coloneltw 22.05.2015, 08:26
103. Herr Riedmann

Sie sagen "Maßlosigkeit ist aber kein Grundrecht. Es ist Gift, wenn es innerhalb eines Unternehmens unterschiedliche Bedingungen für gleichwertige Arbeit gibt. Wenn es Gutverdiener gibt, die auf weniger gut Verdienende herabschauen. Wenn für sie deshalb weniger da ist, weil die anderen besonders dreist aufgetreten sind. " Haben Sie iegtnlich schonmal was davon gehört, dass Frauen prinzipiell seit Jahrzehnten schlechter gestellt sind als Männder? Das es weniger Frauen in Führungsetagen gibt? Das sie schlechter bezahlt werden? Für gleiche Arbeit? Also verschonen Sie uns bitte mit Ihrem Moralapostel von Solidarität - die gilt bei Ihnen anscheinend nur für das männliche Geschlecht. Diese zustände haben wir seit Jahrzehnten ohne das es jemanen juckt und plötzlich wenn innerhalb der Männerdomäne ein paar besser gestellt werden ist es ein Problem?
Es steht dem AG frei seine Mitarbeiter zu gleichen Konditionen zu beschäftigen. Ein EVG Mitglied hat bestimmt nix dagegen wenn es statt den verhandelten 2% 6% wie seine GDL Kollegen erhält. So wenig wie eine Frau dagegen hat das gleiche Gehalt für gleiche Arbeit wie Ihre männlichen Kollegen zu erhalten. Ihr erkanntes Problem sitzt woanders. Ihr favorisierter Wechsel wird automatisch stattfinden wenn die Beschäftigten Spreu von Weizen getrennt haben und die Gewerkschaft wechseln. Wenn kl. Gewerkschaften selbst TV aushandeln können bestärkt das den Wettbewerb. Und all das hat auch nichts mit Maßlosigkeit zu tun. Maßlos ist, wenn 10% der Obersten 60% des Grundbesitzes aller halten, nicht wenn eine Putzfrau aus unzufriedenheit über Ihre 800€ Netto im Monat die Gewerkschaft wechselt um in ein paar Monaten 850€ zu bekommen!

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wolfi55 22.05.2015, 08:26
104. unterschiedliche Bedingungen in gleicher Gruppe

Soso, unterschiedliche Arbeitsbedingungen innerhalb der gleichen Gruppe sind nciht möglich. Da sehe ich bei uns aber anderes. Bei uns gibt es Vollzeiter mit 34, 38,5, 39 und 40 Stunden in der Woche. Und es gibt dazu noch verschiedene Statuse der Leute. Das gibt es übrigens auch bei der Bahn.

Es geht, wenn man nur will.

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-oxlxo- 22.05.2015, 08:27
105. Das gab es noch nie...

...dass in einem Betrieb alle für die gleiche Arbeit den gleichen Lohn erhalten haben. Dauer der Betriebszugehörigkeit, Fahrtkostenzuschuss, bezahlter Stellplatz für die PKW-Fahrer, frei verhandelte Geldvorteile, der Leiharbeiter, der Zeitverträgler, der Praktikant....unterm Strich bekommen alle einen anderen Betrag ausgezahlt, sonst würden wir auch nicht so ein Geheimnis aus unserem tatsächlich "Verdienst" machen.

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fornit 22.05.2015, 08:30
106.

Na klar, die Maßlosigkeit. Weil ja gerade das Zugpersonal vor lauter Luxus kaum noch weiss, wo es mit dem Geld hin soll...
Das was wir hier haben, ist effektiv die Abschaffung der Gewerkschaften. Denn wenn der Arbeitnehmer nur noch in der Einheitspartei äh -gewerkschaft sein darf oder per Gesetz keinen Repräsentanten mehr hat, wird das genauso laufen wie in der Politik: CDU/SPD ad infinitum, völlig egal wie inkompetent/korrupt die gerade sind.

Eigentlich kann man sich gar nicht vorstellen, dass der Herr Volkswirt das nicht versteht. Muss man aber auch nicht. Der Artikel ist ja noch nicht mal subtile Propaganda. Doppeltes Gehalt my ass...

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nick115 22.05.2015, 08:30
107. Ein Blick ins GG

hätte ihnen ganz viel Arbeit gespart! Mit dem TEG wird massiv in das Recht auf Vereinigungsfreiheit eingegriffen und deswegen wird es vor dem BVerfG scheitern...aber verspüren Sie ruhig weiter ihren Arbeitgeberhörigen Mist. Die Müllwerker könnten, wenn Sie wollten sehr wohl eine eigene Gewerkschaft gründen, aber anscheinend reichen dort noch die Abschlüsse die Verdi aushandelt. Aber in diese Freiheit einzugreifen geht einfach nicht! Und das haben Sie nicht verstanden. Wenn die Bahn so wichtig für die Gesellschaft und Volkswirtschaft ist, wie es die Systemmedien pro Bahn immer wieder propagieren ohne die Argumente der GDL darzustellen, dann ist doch eine Verstaatlichung samt Wiedereinführung des verbeamteten Lokführers erforderlich...aber das wurde ja durch einen Teil der aktuellen MdBs seinerzeit aufgelöst, weils so billiger ist.

Für Sie zum Mitschreiben:

Die GDL streikt für das Recht Tarifverträge für Ihre Mitglieder auszuhandeln. Da ist es egal wo diese Arbeiten. Es gibt nämlich entgegen der medialen Darstellung sehr wohl heute schon min. ein Dutzend verschiedene Tarife im Konzern DB. Wovor der Vorstand Angst hat ist die Möglichkeit, dass das Bordpersonal wegen besserer Bezahlung vollständig zur GDL überwechselt, die vorstandshörige und brave EVG ausblutet und die GDL auf Grund ihrer Augenhöhe in Tarifverhandlungen (Stillstand auf der Schiene) zu höheren Personalkosten führt....

Einzig die Bahn ist Schuld am Streik der letzten 9-mal, dort wurde sich in diesem Punkt 0,0 beweget.

Außerdem ist der Bundestag quasi Eigentümer der DB, damit Arbeitgeber und nicht an höheren Personalkosten interessiert: ergo TEG

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pronpat 22.05.2015, 08:31
108. Lustig

in einem Land in dem die Vertragspartner doch die Löhne regeln sollen. Das schneidet doch nur die Macht der Gewerkschaften. Die Neo liberalen wird diese Nachricht ja freuen, kein wunder, dass sie SPD dem Gesetz hier zustimmt.

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unumvir 22.05.2015, 08:31
109. Zu dem Thema

wurde nun wahrlich schon viel Blödsinn geschrieben - aber dieser Artikel übertrifft dies alles mit Leichtigkeit.


Von "Maßlosigkeit", wie sie tendenziös gleich in der Überschrift bescheinigt wird, ist in den Tarifdebatten und Tarifabschlüssen der letzten Jahre nun wahrlich nichts zu erkennen.


Und dass das Gesetz zum Wohle kleiner Gewerkschaften "den Wettbewerb befördet", ist entweder blanker Hohn oder vollständige Ignoranz.


Wie um alles in der Welt soll denn eine kleine Gewerkschaft die Durststrecke überstehen, in der sie ohne tatsächliche Einflussmöglichkeit Mitglieder anwerben muss, bis sie die 50%-Hürde überwunden hat?

Das ist ebenso widersinnig, wie es eine 30%-Hürde bei der Bundestagswahl wäre.
Es fördert die Monopolisierung der Gewerkschaftslandschaft und schadet nur einem: dem Arbeitnehmer!

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