Forum: Wirtschaft
Tarifeinheitsgesetz: Maßlosigkeit ist kein Grundrecht
DPA

Heute verabschiedet der Bundestag das Gesetz zur Tarifeinheit. Spartengewerkschaften wie die GDL verteufeln die Initiative. Sie fürchten ihr Ende. Doch das Gesetz birgt auch Chancen.

Seite 45 von 45
Prof. Bronfenbrenner 23.05.2015, 18:22
440. Gut gemeint reicht nicht

Wenn alles so einfach wäre wie Herr Tietz hier darstellt, könnte man zur Tagesordnung übergehen. Dabei hat er eine Variante überhaupt nicht bedacht. Betriebswirtschaftlich könnten Arbeitgeber in einem Unternehmen mit mehreren konkurrierenden Gewerkschaften ihre Betriebe so zurechtschneiden, dass die ihnen genehme Gewerkschaft dort die Mehrheit hat. Schon bei anderen Gesetzten in der Vergangenheit musste eine marktwirtschaftlich naive SPD feststellen, wie groß der Erfindungsreichtum von Unternehmern sein kann, wenn es darum geht gut gemeinte Gesetzte zu unterlaufen. Außerdem kann der Kampf um die Mitglieder jetzt erst richtig ins Eingemachte gehen, wenn die Existenz von Gewerkschaften auf dem Spiel steht. Somit könnte das Gesetz, entgegen seiner Absicht, sogar als Brandbeschleuniger wirken.

Beitrag melden
stier11194 23.05.2015, 18:51
441. Friede, Freude, Eierkuchenzeit ist vorbei

Zitat von Prof. Bronfenbrenner
Außerdem kann der Kampf um die Mitglieder jetzt erst richtig ins Eingemachte gehen, wenn die Existenz von Gewerkschaften auf dem Spiel steht. Somit könnte das Gesetz, entgegen seiner Absicht, sogar als Brandbeschleuniger wirken.
Vielleicht ist das der Grund, weshalb die SPD das überhaupt mitgemacht hat. Es bringt wieder mehr Leben in die tarifliche Auseinandersetzung. Die Gewerkschaften werden wieder Zähne zeigen (müssen). Die Friede, Freude, Eierkuchenzeit wird vorbei sein. Die Gdl war da nur der Auftakt.

Aber kann man der SPD soviel Intelligenz zutrauen?

Diese "Spritze" wird aber nur von kurzer Dauer sein, da mit hoher Wahrscheinlichkeit das Gesetz von dem BVerfG aufgehoben wird. Da sind sich die meisten Fachleute drüber einig.

Beitrag melden
susamei 23.05.2015, 20:17
442. Polemisch-dümmlich

auch bei einem Koentar sollte man sich an die Wahrheit halten-doppeltes Gehalt-welche der kleinen Spartengesellschaften hat dies gefordert/durchgesetzt? Haben die Ärzte mit wochenlangen Streiks Patienten gefährdet-komisch muss ich ausgeblendet haben.
Dafür hat der MB 2,4-2,6 % mehr Gehalt rausgehandelt-man muss schon sehr schlecht in Mathematik gewesen sein um dies für eine Verdoppelung des Gehaltes zu halten.
Peinlicher Artikel-was mag da wohl das Ziel gewesen sein? Vielleicht sollte der Autor sich selbst einmal bestreiken? Mein Vorschlag wäre: für die Verdoppelung des Niveaus !!!

Beitrag melden
susamei 23.05.2015, 20:18
443. Polemisch-dümmlich

auch bei einem Koentar sollte man sich an die Wahrheit halten-doppeltes Gehalt-welche der kleinen Spartengesellschaften hat dies gefordert/durchgesetzt? Haben die Ärzte mit wochenlangen Streiks Patienten gefährdet-komisch muss ich ausgeblendet haben.
Dafür hat der MB 2,4-2,6 % mehr Gehalt rausgehandelt-man muss schon sehr schlecht in Mathematik gewesen sein um dies für eine Verdoppelung des Gehaltes zu halten.
Peinlicher Artikel-was mag da wohl das Ziel gewesen sein? Vielleicht sollte der Autor sich selbst einmal bestreiken? Mein Vorschlag wäre: für die Verdoppelung des Niveaus !!!

Beitrag melden
karl-felix 24.05.2015, 23:41
444. Sie

Zitat von happy2010
Sie haben es auch nicht kapiert Die Fragestellung nach dem Plus am Lohn war nicht ausschlaggebend
haben es kapiert. Das ist Klassenkampf von oben. Erst erklärt man jede Tätigkeit zu jedem Lohn für zumutbar,schafft den grössten Niedriglohnsektor Europas und Hartz IV,
dann verlängert man die Lebensarbeitszeiten und damit sich die Bürger nicht mehr wehren können, nimmt man Ihnen das individuelle , grundgesetzlich garantierte Streikrecht.
Das Minus beim Lohn ist dann nur das Sahnehäubchen obendrauf um die Gewinne der Eigentümer aufzuhübschen. Sie haben es kapiert, die Einkommenmillionäre hätten problemlos vor 11 Monaten unterschreiben können, die wollten halt nur nicht.

Schön dass Sie so allmählich auch erkannt haben, dass es nicht um Lokführer und Lohn geht, sondern um die Gierhälse, die denen eine reale Lohnerhöhung von netto vielleicht 20 Euro im Monat nicht gönnen um die eigenen Gewinne zu maximieren und um den Abbau der freiheitlichen Bürgerrechte in unserem Staat:

Libertatem quam peperere maiores digne studeat servare posteritas.

Und Schröder, Riester, Müntefehring und Nahles immer vorneweg.

Beitrag melden
lezel 24.05.2015, 14:09
445.

Zitat von tallinn1960
Ob man das jetzt Enteignung nennen kann, sei dahingestellt.
Genau diesen Punkt hatte ich korrigiert.

Wenn er Ihnen nun egal ist - fein.

Beitrag melden
open.eyes 27.05.2015, 11:52
446. Alte Forderung:

Gleiches Geld für gleiche Arbeit.
Man kann sich nicht beschweren, das Arbeitgeber an billig-Subunternehmer auslagern aber im gleichen Betrieb unterschiedliche Löhne akzeptieren, nur weil eine Gewerkschaft das durchgeprügelt hat. Denn das ist für den Geringverdienenden demütigend und unsozial.

Und auch wenn das dank GDL aktuell in Vergessenheit geraten ist:
Gewerkschaften müssen solidarisch sein!

Beitrag melden
Seite 45 von 45
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!