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Tarifkampf der GDL: Bahn-Kunden droht längster Streik der Geschichte
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Schon der vorige Bahn-Streik dauerte 50 Stunden, der kommende könnte alle Rekorde brechen. Ein Datum für den neuen Ausstand nennt die Lokführer-Gewerkschaft nicht - verspricht aber, Kunden rechtzeitig vorab zu informieren.

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e.pudles 04.11.2014, 09:53
130. Weselsky kriegt das Bundeskreuz für Stumpfsinn

Wenn ich die Berichte der Medien richtig interpretiere, do geht es nicht mehr um die Lohnerhöhung, die von der Bahn AG faktisch bewilligt wurde, sondern darum, dass ein einzelner seine Macht demonstrieren will. So soll die GDL nun das Angebot der Bahn mal annehmen und die Diskussion über die Zugehörigkeit anderer Arbeiter als Lokführer zur GDL, oder einer anderen Gewerkschaft in Ruhe diskutieren. Es ist nicht zu glauben, dass ein einziger Mann im Namen von ein paar wenigen (20'000) ein ganzes Land wie Deutschland nach Lust und Laune lahm legen kann und darf.

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rechdschreibfehler 04.11.2014, 09:54
131.

Die Bahn-Bosse sind die Guten.

Die Lokführer sind die nimmersatten Bösen.

Das Volk ist auf der Seite der Guten, wo auch sonst?

So leicht sind wir manipulierbar, nix gelernt aus 1933ff.

Augen auf! Kritisch sein! Nicht nachplappern!

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MarioDeMonti 04.11.2014, 09:57
132. Klarstellung

"Doch inzwischen regt sich selbst der DGB-Chef über sie auf."

Falls noch niemand darauf hingewiesen hat, natürlich regt sich Reiner Hoffmann über das Verhalten von Claus Weselsky auf, schließlich ist die 'Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer' (GDL) nicht Mitglied beim DGB (*), sondern beim 'Deutschen Beamtenbund' (DBB).
Und dessen Vorsitzender Klaus Dauderstädt äußert natürlich Verständnis für Claus Weselskys Positionen.

(*) Die Eisenbahnergewerkschaft im DGB ist die EVG (Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft).
Die Vorgängerorganisation Transnet war damals übrigens für die Teilprivatisierung.

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multitool 04.11.2014, 09:57
133. Der DGB entpuppt sich als Verräter

Was heißt denn Tarifgemeinschaft?!? Das nannte man in der DDR FDGB. Ein Gewerkschaftsmonster das für seine Vorstände alles tut und die Menschen die wirklich arbeiten vergisst...
Die SPD ist keinen Deut besser...
Diese Klugscheißer sollten mal eine lockere Woche auf dem Zug verbringen. Natürlich nicht meckernd und jammernd als Fahrgast, sondern als Schaffner. Das heilt...

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uezegei 04.11.2014, 10:00
134.

Zitat von mbeee
Warum nutzen die privaten Busunternehmen nicht die Gunst der Stunden und bieten Ersatzverkehr an. Und das viel günstiger und wesentlich zuverlässiger.
Was sollen die denn machen?
Für die paar Streiktage 1000 neue Daimlerbusse ordern?
Bis die geliefert sind, ist der Streik längst vorbei und für die Buskapazitäten wären dann wieder überflüssig.
Aber klar, man kann die Busfahrer ja ausnutzen und die ohne Pause ständig zwischen den Städten non stop hin und her pendeln lassen. Das käme ihrer neoliberalen ausbeuterischen Haltung dann wohl sehr entgegen, oder?

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enni3 04.11.2014, 10:00
135.

Zitat von groovebuster
Es ist unglaublich, wie Bahn Medien und Politik instrumentalisiert und regelrecht gegen die GDL hetzt. Alle, die in diesen Kanon einstimmen, sollten sich zuerst einmal mit den Fakten vertraut machen und zum Beispiel den Vertragsentwurf lesen, den die Bahn der GDL kurz vor Verhandlungsende am Sonntag vorgelegt hatte. Den konnte sie so nicht unterschreiben! Taktisch klug von der Bahn, da jetzt mal wieder die GDL als Buhmann dasteht. http://uploads.gdl.de/Aktuell-2014/Pressemitteilung-1415026103.pdf In dem Vertragsentwurf wurde zwar der GDL ein Mitspracherecht eingeräumt, wenn es um die Zugbegleiter geht, aber das ist praktisch nichts wert, weil er auch sagt, dass die GDL still zu halten hat, wenn die EVG bereits eine Einigung mit der Bahn erzielt hat. Sie dürfen also mitreden, aber entscheiden tun am Ende doch exklusiv Bahn und EVG. Eine Mogelpackung! Und mal für alle, denen der Bär aufgebunden wurde, dass alleinig die EVG für die Zugbegleiter wegen ihrer Größe zuständig sei: Noch Fragen? Die Haltung der GDL ist also vollkommen verständlich! Sie hat die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten, sonst kann sie sich gleich abschaffen. (Was der Bahn natürlich mehr als recht wäre!) Warum sollte sie sich die Verhandlungen von einer Schwestergewerkschaft diktieren lassen, die zum einen viel weniger Mitglieder in den betroffenen Berufsgruppen hat und zum anderen historisch auch noch eine sehr zweifelhafte Rolle in vergangenen Arbeitskämpfen hatte. Was auch gerade die Medien für einen Unfug verbreiten, ist unglaublich. Ich bin selbst von den Streiks als Pendler zwischen Berlin und Frankfurt betroffen. Aber auch wenn es weh tut, in diesem Fall hat die GDL meine volle Solidarität.
Danke.

Zum Glück gibt es noch ein paar Menschen in Deutschland, die sich weigern, sich um die hingeworfenen Brotkrumen zu prügeln, die von den Vip-Rängen der Industrie in die Manege mit dem Pöbel geworfen werden.

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heinz.mann 04.11.2014, 10:01
136. Ich sehe schon, die GDL ist schuld....

warum eigentlich? Wo sind die tollen Angebote der Bahn? Oder finden sie, dass die Forderungen der GDL viel zu hoch sind?

Hier wird auf Zeit gespielt, um die Politik zu animieren, das Tarifeinigungsgesetz auf den Weg zu bringen und den Gewerkschaften das Streikrecht zu entziehen.

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lini71 04.11.2014, 10:01
137. Ähmm informieren?

Hallo Herr Weselsky hat jetzt über eine Woche mit der Bahn verhandelt.
Ergebnis war ein Vertrag, der die GdL in grundsätzlichen Rechten beschneidet. Der "Vorschlag" der Bahn ist ja auch inzwischen mehrmals verlinkt worden.
Das wird aber auch leider im Artikel nicht erwähnt.
Ist aber aber alles öffentlich lesbar.

Die GdL hat lange mit Bahn und EVG gesprochen, die wollten eine "Unterwerfungserklärung" der GdL, nichts anderes ist der Bahn Vorschlag.
Das da die GdL nicht mitspielt ist mehr als verständlich.
Und es sei auch noch mal daran erinnert, warum soviele Mitglieder von der EVG zur GdL gewechselt sind. Googlen Sie mal den namen Hansen in Zusammenhang mit der Bahn...

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Narn 04.11.2014, 10:02
138.

Zitat von bikerrolf
für angemessene Lohnerhöhung. Doch selbst SPD und DGB haben offenbar Angst davor, dass eine kleine Gewerkschaft zeigt, wie man das macht. Lieber demontieren sie Grundgesetz und Streickrecht.
Mein Gott, es geht doch gar nicht mehr ums Geld!!!

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obermichel 04.11.2014, 10:02
139.

Wenn ich als Rentner in die GdL eintrete, vertritt mich dieser Herr dann mit der gleichen Vehemenz?

Müssen ja nicht viele Rentner sein, ein paar dürften dann doch genügen um den nächsten Streik zu begründen.

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