Forum: Wirtschaft
Tarifkampf mit GDL: Bahn hofft auf Last-Minute-Lösung
DPA

Die Gewerkschaft der Lokführer GDL hat Streiks ab Dienstag angekündigt - die Deutsche Bahn will dies jetzt noch schnell verhindern. Noch am Vormittag wird es neue Verhandlungen.

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Heinrich Schmidt 19.05.2015, 11:21
130. Seltsamerweise..

hat der Bahnvorstand kein Problem sich selbst 10% mehr Geld zu geben und anschliessend von einer moderaten Erhöhung zu sprechen. Wird Zeit das die Bahn ihre Blockadehaltung aufgibt und endlich mal verhandelt. Sie sind die wahren Schuldigen an diesem Streik und nicht die GDL.

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ClausWunderlich 19.05.2015, 11:21
131.

Zitat von bernd.stromberg
Im Gegensatz zu vielen anderen bin ich politisch sehr interessiert und habe mich auch im Detail direkt auf den Seiten der GDL (und der Gegenseite Bahn) mit den Argumenten beschäftigt. In meinem Job gehören übrigens Verhandlungen und seriöses Auftreten in der Öffentlichkeit, so wie eine positive Darstellung zu meinen Qualifikationen. Und nein, wenn Weselsky so etwas wie einen PR-Berater hat (und den hat er, meines Wissens nach, in seiner Funktion und Position völlig normal und legitim), dann leistet er meines Erachtens nach schlechte Arbeit. Diese ganze "Medienkampagne!"-Vorwürfe stammen von Menschen, denen die Argumente fehlen. Für eine Medienkampagne bräuchte es Ansätze, und die scheint Weselsky ja zu Hauf zu liefern. Wie gesagt ich lese keine Klatschblätter, aber allein die Äußerungen von Weselsky in Interview und meinetwegen auch nur von der GDL-Seite direkt zu lesen, lassen Tief blicken über die Person Weselsky und seine Motivation. Da dann noch auf angebliche "Medienhetze" zu verweisen ist ein ziemlicher Witz. Die braucht es nämlich gar nicht, um Weselsky völlig zu disqualifizieren und als Vollversager zu outen. Das macht er nämlich schon schön selber...
Das sehe ich ganz anders! Ich beschäftige mich mit PR und Herr Weselsky macht es Richtig. Wenn er wie sie sagen auftreten würde hätte er schon verloren. Sie lassen außer acht das Herr Weselsky kein Politiker ist und Wähler auf seine Seite bekommen muss sondern "nur" die bedienen muss die auf seiner Seite stehen. Hier im Forum kann man das auch erkennen also das die "Lager" schon längst aufgeteilt sind.

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fabi.c 19.05.2015, 11:21
132. Liebe Diskutanten ...

Liebe Diskutanten oder SPON,
Kann mir jemand schreiben wo hat GDL soviel Streikgeld her?
Wer hat so eine große Interesse, dass weiter gestreikt wird,und finanziert das?
Die Mitgliedsbeiträge müssen doch längst aufgebraucht sein.
Danke für die Antworten.

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nesmo 19.05.2015, 11:22
133. Nein, nicht der selbstgefällige Herr W.

ist Schuld. Frau Nahles, die immer das Gute will und das Schlechte erreicht, hat mit ihrem angekündigten Tarifeinheitsgesetz den Dauerstreik gepuscht. Die Bahn will es jetzt aussitzen und die GDL hat nur noch eine Chance, wenn sie vor dem Tarifeinheitsgesetz eine Einigung, die ihre Existenz sichert, erzwingt. Je länger Frau Nahles für das Gesetz braucht, um so mehr verschärft sich der Streik. Solch ein Gesetz anzukündigen und sich in damit in Tarifverhandlungen einmischen, sollte man nur, wenn man schnell ein neues TEG schafft. Bis dahin verschärft sie nur die Hängepartie, die wegen des angekündigten Gesetzes gar keine Lösung mehr finden kann. Dumm, wenn man Dinge nicht zu Ende denkt.

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mr.andersson 19.05.2015, 11:23
134.

Zitat von bernd.stromberg
[...] Für eine Medienkampagne bräuchte es Ansätze, und die scheint Weselsky ja zu Hauf zu liefern. Wie gesagt ich lese keine Klatschblätter, aber allein die Äußerungen von Weselsky in Interview und meinetwegen auch nur von der GDL-Seite direkt zu lesen, lassen Tief blicken über die Person Weselsky und seine Motivation. Da dann noch auf angebliche "Medienhetze" zu verweisen ist ein ziemlicher Witz. Die braucht es nämlich gar nicht, um Weselsky völlig zu disqualifizieren und als Vollversager zu outen. Das macht er nämlich schon schön selber...
Es ist schon Hetze, dies auf die Person Weselsky zu reduzieren. Der Mann hat einen Auftrag seiner Mitglieder und den setzt er um. Die mediale Verdichtung auf die ausführende Person ist die Hoffnung, dass diese dem öffentlichen Druck nicht gewachsen ist und kapituliert.

Und ja, die Berichterstattung ist recht einseitig gegen die GDL. Ich halte den Streik für übertrieben und teile nicht die Ansicht, dass sich die GDL mit ihren (wenn auch rechtlich abgesicherten) Vertretungsansprüchen durchsetzen sollte.

Aber in kaum eienr Berichterstattung wird darauf hingewiesen, dass viele Arbeitgeber mit Leiharbeiter zum Kostensenken problemlos verschiedene Bezahlungen für gleiche/vergleichbare Leistungen abrechnen. Nur wenn die Gewerkschaft das fordert (meine Mitglieder bekommen X wegen der zugehörigkeit, unabhängig von Berufsbild), dann ist das auf einmal untragbar.

Die GDL fordert nur für sich ein, was für Arbeitgeber seit Jahren gelebte Praxis ist.

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Icestorm 19.05.2015, 11:24
135.

Zitat von huddi03
müssten halt Cockpit oder der Marburger Bund als Beelzebub herhalten um die Öffentlichkeit von der Notwendigkeit des Tarifeinheitsgesetzes zu überzeugen.
Cockpit streikt nicht für die Fluglotsen, und der Marburger Bund nicht für die Krankenwagenfahrer.
Auch wenn Ihr Beispiel hinkt, ist es noch lange kein Vergleich.

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alterkaufmann 19.05.2015, 11:24
136.

Zitat von k.hohl
die bahn ag hatte viele monate zeit um ernstgemeinte verhandlungen zu führen. dieser versuch dient einzig und allein dazu erneut stimmung gegen die gewerkschaft zu machen und das gewerkschaftsverbot weiterzutreiben.
Richtig, es geht nicht ums Geld und nicht um Arbeitszeit, es geht einzig und allein darum, dass die GDL ihren Einflussbereich (Macht) zu erweitern.

Da sollte die Bahn schon auf dem Kurs bleiben und diesem Macht besessenen Herrn die Schranken zeigen.

Die Stimmung gegen die GDL ist auf dem Nullpunkt.

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Emderfriese 19.05.2015, 11:25
137. Totale Freiheit

Zitat von spon_2980898
Streikt doch bis die Streikkassen leer sind. Streikt doch bis keiner mehr mit der Bahn fährt! Streikt doch ewig weiter! Von mir aus! Ich habe meinen 18 und 19 jährigen Kindern inzwischen lieber ein Auto gekauft als irgendwelche Bahnkarten. Kostet mich 100 EURO im Monat + Sprit + Versicherung. Das ist die totale Freiheit + Zuverlässigkeit, weil man dann pünktlich zu seinen Terminen und zur Arbeit kommt und auch noch an Orte zu denen keine Bahn fährt und auch noch zu jeder Tages- und Nachtzeit. Die Bahn braucht kein Mensch. Bahn: streikt und leck' mich!
Warum mischen Sie sich dann in diese Diskussion ein????

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hajo..1 19.05.2015, 11:26
138.

Zitat von FlorianAusMuc
dass es der GDL nur um den Erhalt der eigenen Pfründe geht. Wenn in ein paar Jahren bei der Bahn Züge vollautomatisch fahren und sie daher weniger Lokführer braucht, gehen der GDL doch die Mitglieder verloren. Für mich ist es daher kein Wunder, dass sie sich bei neuen Berufsgruppen als Gewerkschaft etablieren will.
Der Eindruck ist falsch. Der GDL geht es um das Grundrecht eine Gewerkschaft zu bilden und einen Streik zu führen, egal wie groß diese Gewerkschaft ist.

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youdontwannaknow 19.05.2015, 11:26
139. Gebt Weselsky endlich das was er eigentlich haben will ...

... eine Verfassungsänderung, die seinen Job und solche wichtigtuerischen Zänker wie ihn überflüssig macht.

Einschränkung des Streikrechts:
- für Gewerkschaften aller Industrien, DL etc. die eine erpresserische Monopolstellung erzeugen und ausnutzen können (Piloten, Lokführer ...)
- Streik zu Lasten derer, die eigentlich durch die Verfassung in der Mehrheit geschützt werden sollen (die Mehrheit der Bürger)
- wenn die Berufsausübung einer großen Anzahl von, am Tarifkonflikt unbeteiligten Betroffenen (0,5 Mio), dadurch gefährdet oder eingeschränkt würde
- die Einschränkungen in den privaten Lebensbereich einer großen Anzahl von, am Tarifkonflikt unbeteiligten Betroffenen dauerhaft zu gravierend sind
(z.B. extremer Verlust von Freizeit pro Woche mehr als 6 Stunden durch verlängerte Fahrzeiten zum Job, ständiger Verlust von Erholung bei Urlaubsreisen ...)
- mehr als 3 Streiks pro Jahr in der o.g. Weise durchgeführt wurden oder ein Streik länger als eine Woche dauert
- zumutmare Alternativen organisatorisch oder kostenmäßig nicht kurzfristig realisierbar sind

Dann haben die Arbeitskämpfer eine Zwangsschlichtung zu akzeptieren.
Es sei denn die unbeteiligten Betroffenen befürworten weiterhin mehrheitlich einen Streik der Arbeitskämpfer,
(per Volksabstimmung für alle Fahrkarteninhaber)

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