Forum: Wirtschaft
Tarifkonflikt bei Lufthansa: Die endlose Provokation der Piloten
REUTERS

Der Ausstand der Lufthansa-Piloten ist zwar beendet, der Konflikt aber noch lange nicht gelöst. Die Piloten zeigen sich geradezu provokativ kampfbereit und legen es auf einen weiteren Streik an - mit bizarren Argumenten.

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dtrhnrch 13.09.2015, 15:17
170. Marktregeln weltweit

Zitat von Hatch
da wir eine große Exportnation sind sollten wir uns also am besten direkt an die Konkurrenz aus dem Ausland anpassen. Die lassen teilweise Kinder arbeiten auch mehr als 12 Stunden am Tag und das für einen Hungerlohn. Anpassung an den Markt zerstört jede Art von Sozialreformen, ist es das was Sie wollen ?
ANPASSUNG erzeugt die oben gestellte Grundsatzfrage - und ich sehe nur eine Antwort darauf: offene Diskussion darüber, w o r a n man sich allenthalben anpassen soll - und diese Diskussion haben gefälligst alle zu führen: Bosse, Manager, Aktionäre, Gewerkschafter, ArbeitnehmerInnen - und letztlich die Politik.
Ziel sind weltweit gültige Marktregeln - wer das nicht will, will im Kern die Monopolmacht, was auch einen Weg darstellt, den Markt abzuschaffen.

Was die Piloten versuchen, geht in diese Richtung- allerdings ohne Chance bei einem derart mikrigen Streikrecht. Es kommt mir vor, als höre ich Varouvakis, der den EU-Regierungen in Erinnerung rufen will, dass die Finanz-Wirtschaft den Menschen dienen soll - sprich vorrangig die
Realwirtschaft beförden soll.

Und genau so nichtsnutzig, wie V. und alle ähnlich Fragenden abgekanzelt werden, wird es noch viel zu lange weitergehen....

Das ändert aber nichts daran, dass ein wildwuchernder Finanzmarkt - bis auf Wenigen- niemand wirklich bekommt.

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carlitom 13.09.2015, 15:18
171.

Zitat von schattenrose
Streik nicht ernstgenommen wird, sind wir stark in unserer Freiheit eingeschränkt!
Niemand hat das Recht zu streiken bestritten oder einschränken wollen. Hier geht es um fiese Tricks und Strategien, den Streik zu Manipulationen und Erpressung zu benutzen, um Dinge damit zu beeinflussen, die nicht in der eigenen Mitsprache stehen.

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steueragent 13.09.2015, 15:24
172. Ich glaube, Sie verwechseln da was.

Zitat von andneu
Der Glaube, dass der Markt unbeirrt immer die richtigen Entscheidungen trifft (was immer das sein mag). Dieser Glaube ist Esoterik und Religion. Dennoch wird er unermüdlich gepredigt.
Die Annahme, dass der Markt immer die richtigen Entscheidungen trifft, funktioniert nur unter perfekten Voraussetzungen oder im BWL-Unterricht. In der Praxis gibt es hingegen viel zu viele Mängel und Fehler. Ich glaube, dies ist auch allgemein bekannt. Dieses an sich schlechte System existiert auch nur deshalb, weil noch kein besseres erfunden wurde.

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ihaterockandroll 13.09.2015, 15:25
173.

Die piloten haben schon seit die 21 sind zutun mit Nachtarbeit, Jetlags, Terrorismus, Weltkrisen, uswusw...Andere Menschen weihnen schon wenn die einnmal mal im Jahr im Urlaub fliegen und der Flug länger dauert als 4 Stunden.
Mit 55 kann mann dann als Pilot endlich mal ein bischen durchatmen. Muss aber nicht. Durschnittlich liegt der Rentealter schon auf 58 und das ist auch gut so!
Leute im Cockpit über 60 sind wie Leute über 80, hinter das Lenkrad im Auto. Es werd dann mal ein bischen öfter gefährlich!
Wer freut sich darüber?

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gander59 13.09.2015, 15:28
174. Ein_denkender_Querulant heute, 10:14 Uhr

....hat Recht. Eine AG wird von allen geschröpft. Der Unterschied ist der, Managern und Aktionären ist es egal ob sie pleite geht. Die Mitarbeiter und ganz besonders die Piloten der LH sind mit dem Unternehmen "verheiratet ".
So ein einseitiger, schlecht recherchierter Bericht ist dem Spiegel nicht würdig.

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ihaterockandroll 13.09.2015, 15:28
175.

Zitat von john.sellhorn
beispiel die oeffentlich rechtlichen anstalten. natuerlich haben sich verdi (frueher rffu) dju, djv und die personalvertretungen dagegen gewehrt, dass stellen abgebaut und planstellen gestrichen werden. das ist hart und schmeckt nicht jedem. aber es war in vielen faellen notwendig. die LH-chauffeure finden, sie haben ein recht auf die 50er, 60er, 70er, 80er und 90er jahre. falsch! guckt mal in den kalender: 2015!!!!!!!!!!!!!!!
Hallo,

Die Piloten haben vor 2 Monate die LH geschäftsleitung schon einen Angebot gemacht wobei €500 millionen eingespart werden sollte. Also sogar sehr an die Zukunft angepasst.
Carsten Spohr hat dieses Angebot aber als "Wertloss" bezeichnet. Er wollte noch nicht mal darüber verhandeln.
Also wer soll sich jetzt anpassen??

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cherrypicker 13.09.2015, 15:35
176. Die endlose Provokation von SPON

Die Piloten nehen lediglich ihre verfassungsmäßig verbrieften Rechte wahr. Ob die Forderungen "unrealistisch" sind, entscheidet sich immer erst im Laufe der Verhandlungen. Es war schon immer üblich, 6% mehr Lohn zu fordern, wenn man 3% mehr haben wollte.

Aber bei SPON ist man offensichtlich der Meinung, ein Arbeitgeber dürfe gar nichts fordern, sondern müsse froh sein, wenn er überhaupt arbeiten darf. Getreu dem Motto der Kanzlerin: "Sozial ist, was Arbeit schafft!" Dann müssten Sklavenhalter ja wahre Wohltäter sein.

Ein Kapitalist, der nicht laut schreit, dass ihn die nächste Gewerkschaftsforderung in die Pleite treibt, wäre ein schlechter Kapitalist. Eine Gewerkschaft, die nicht mehr fordert, als sie bekommen kann (um überhaupt Vehrandlungsmasse zu haben), wäre eine schlechte Gewerkschaft. Und eine Journalistin, die beides nicht begreift, hat ihren Job verfehlt. Wie leider geschätzte 60% der SPON-Redaktion. Q.e.d., mal wieder.

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ihaterockandroll 13.09.2015, 15:35
177.

Es geht nicht um Geld, es geht den Lufthansa Vorstand um den Macht der Piloten. Das ist den einen Dorn ins Auge. Deswegen werd es keine Lösung geben so langen Carsten Spohr nog LH chef ist.

Lufthansa hat im Premium sector nichts mehr zu suchen!! Alles nur wegen ihr eigene Spahrwut!
Die sollen das Personal zu frieden halten und im Ruhr lassen. Mit motiviertes Personal, kommt die Qualität und so auch die Kunden vonselbst!

Lufthansa will sich Kaput spahren. Nur zu günsten der Aktionäre!! Die wollen einfach das Geld des Personales haben. Es sind nämlich nicht nur die Piloten die abgeben sollen. Auch die Leute die am wenigsten verdienen sollen abgeben, die sind aber nicht so stark organisiert als die Piloten. Und das werd die Piloten jetzt böse genommen.

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Edoe 13.09.2015, 15:57
178. Begriffe

Zitat von andneu
Allerdings werden sich auch diese Märkte wandeln so wie sich auch Gesellschaften ewig wandeln. Und auch der Neoliberalismus wird - genau wie damals der Sozialismus - nicht die letzte Ideologie gewesen sein.
Setzen Sie den Begriff "Neoliberalismus" hier synonym für das ein, was ich in den vorigen Beiträgen zu "Markt" schrieb, oder soll das noch einmal etwas anderes sein?

Falls ja, was füge Ihrer Meinung nach der Begriff "Neoliberalismus" hinzu?

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stinkfisch1000 13.09.2015, 16:04
179. Frechheit

Ein sattsames sechsstelliges Jahresgehalt und eine Pension mit 55 für einen Job, der graduell anspruchsvoller als der eines Busfahrers ist. Das sind natürlich in diesen Zeiten selbstredend schwerwiegende Gründe, das ganze Land lahmzulegen und den armen Arbeitnehmerraushängen zu lassen. Gerade das Pensionsalter ist zu einer Zeit festgelegt worden, als die Piloten mit vibrierenden Händen das Steuerhorn einer Superconstellation umklammerten und wirklich fliegerisches Können gefragt war., und die Piloten wirklich einen körperlich anstrengenden Job hatten.
Ist auch super, dass die immer kleiner werdende Pilotenklique alter coleur grinsend ihre fetten Ansprüche verteidigt und ausbaut, während das sonstige Bord- und Bodenpersonal ihnen am gepuderten Allerwertesten vorbeigeht. Unsolidarischer geht nimmer.
Insofern zeige ich auch keine Solidarität mit den Piloten und hoffe, dass deren überbezahlte Jobs alsbald von günstigeren Tochtergesellschaften erledigt werden.

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