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Tarifkonflikt: Erzieher im Beamtenbund stimmen für unbefristete Kita-Streiks
DPA

96,5 Prozent der im Beamtenbund organisierten Erzieher stimmten in einer Urabstimmung für unbefristete Kita-Streiks. Bei GEW und Ver.di stehen die Ergebnisse noch aus - ein Votum für den Arbeitskampf gilt aber als sicher.

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wirep 04.05.2015, 15:50
1. Schön...

... jetzt kann ich mein Kind in die KiTa bringen und danach ganz in Ruhe zur Arbeit pendeln. Oh, Moment...
Aber hier kann ich die Streiks noch nachvollziehen.

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Johndoe4 04.05.2015, 15:52
2. Nur eine kleine Nebenerscheinung des ...

... gesetzlichen Anspruchs.

Gäbe es ihn nicht, würde nun wahrscheinlich reihenweise mit Schliessung der Einrichtungen gedroht.

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melaw 04.05.2015, 16:03
3. Kita-Recht

Jeder hat das Recht auf einen Kitaplatz. Damit Mama und Papa das Geld für die Miete zusammenkriegen. Hat niemand gesagt dass der Kitaplatz auch tatsächlich bedeutet, dass die Kita auch offen hat. Ätsch!
Gewerkschafter und Politiker werden Streiks nie treffen. Bahnfahren? Limo mit Fahrer! Kita? Frau muss nicht schaffen! So bestreiken mal wieder arme Würstchen andere arme Würstchen. Hübsch.

So laut kann das Volk garnicht schreien dass mal was passiert. Die Fenster der S-Klasse sind gut gedämmt.
Bevor nicht JEDER vom Müllmann bis zum Kanzler, vom Gärtner bis zum Vorstandsvorsitzenden nach Leistung bezahlt wird.
Unsere Gesellschaft ist wie Baseball. Man muss es nur auf eine gewisse Position schaffen, gern mit Lug&Betrug und auf Kosten anderer... dann ist man safe und hat ausgesorgt. Oder warum sollte sich ein Minister anstrengen?

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and_one 04.05.2015, 16:03
4. ver.di selbst bezahlt über die DAA Stiftung Sozialpädagogen

noch schlechter als Erzieher. Das gilt auch für die anderen Dozenten und Ausbilder. Vielleicht sollten sollten die ja mal ver.di bestreiken!?

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stefanbodensee 04.05.2015, 16:04
5. Recht so ...

Ja, kann ich voll und ganz unterstützen - denn wie in fielen sozialen Berufsbereichen ist auch diese Klientel chronisch schlecht bezahlt- währenddessen verdienen sich zumindest private ( und leider steuerlich-staatlich unterstützte) kirchliche Träger ein goldenes Händchen - und das auf Kosten der Mitarbeiter. Daher - viel Glcük und gutes Gelingen.

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olli118 04.05.2015, 16:05
6. Vollkommen richtig...

..hart für die betroffenen Eltern, aber ein Arbeitskampf, den man verstehen kann. In der Realität wird es natürlich darauf hinauslaufen, dass die Betreuungsgebühren deutlich erhöht werden, aber eine gute Betreuung kostet halt.

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and_one 04.05.2015, 16:10
7. ver.di selbst bezahlt über die DAA Stiftung Sozialpädagogen

noch schlechter als Erzieher. Das gilt auch für die anderen Dozenten und Ausbilder. Vielleicht sollten sollten die ja mal ver.di bestreiken!?

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derwahredemokrat 04.05.2015, 16:10
8. Die Richtung stimmt

Seit in Deutschland der Merkelismus Regierungsform ist, also die Arbeitnehmer abgezockt und ausgenommen werden, die Rechtsprechung nur noch dem Staat hilft und die Führerin mit vollen Händen das Geld der Bürger für die Banken und die EU ausgibt, geht es mit dem sozialen Stand der Menschen immer weiter Abwärts.

Die Streiks, die die Bahn und jetzt die Kitas durchsetzen, treffen die, die für das System verantwortlich sind - die Wähler, die wie damals die Augen vor der Wahrheit verschliessen.

So lange Merkel das Land und die EU beherrscht, wird es immer weiter abwärts gehen. Der Kampf und sei es nur der Arbeitskamf, ist das einzige Mittel, wieder etwas für die Menschen zu erreichen. Wer arbeitet, mus davon leben können. Wer nur rumsitzt und (ab)zockt, muss verschwinden.

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vidi 04.05.2015, 16:11
9. Tatsächlich?

Zitat von wirep
..Oh, Moment... Aber hier kann ich die Streiks noch nachvollziehen.
Wieviel verdienen die Lokführer denn im Schnitt mehr als die Erzieherinnen? (meines Wissens eher weniger) Wie sehen wessen Dienstzeiten denn aus? Die Lokführer kämpfen außerdem darum, als kleine Gruppe mit besonderer Verantwortung und Qualifikation innerhalb der Bahnbeschäftigten in Zukunft bei möglichen Tarifverhandlungen einer Einheitsgewerkschaft nicht unter den Tisch zu fallen. Richtig so! Das passiert zunehmend vielen Leistungsträgern, die in Schule, Ausbildung oder Studium auch mal die Extrameile gegangen sind und auch heute im Beruf gehen. Für die kämpft weder der Vorstand noch die "normalen" Gewerkschaften (siehe auch Marburger Bund etc.)

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