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Tarifkonflikt: Erzieher im Beamtenbund stimmen für unbefristete Kita-Streiks
DPA

96,5 Prozent der im Beamtenbund organisierten Erzieher stimmten in einer Urabstimmung für unbefristete Kita-Streiks. Bei GEW und Ver.di stehen die Ergebnisse noch aus - ein Votum für den Arbeitskampf gilt aber als sicher.

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Leberwurstnektar 04.05.2015, 17:20
50.

Zitat von GrinderFX
Aus meiner eigenen Schulzeit weiß ich, dass all jene Erzieher/in wurden, die es schulisch nicht weit gebracht haben, weil sie entweder vom Gymnasium geflogen sind und dann im besten Fall gerade mal einen Realschulabschluss gemacht haben. Die waren nicht faul, irgendwie unmotiviert oder rebellisch, es fehlte einfach am Wissen oder die Fähigkeit des Lernens. Man hat einfach direkt sehen können, mehr geht hier nicht. Die wurden dann alle Erzieher/innen. Der Stoff der dort vermittelt wurde, kam eher einer Schule für lernbehinderte gleich. Das soll nicht abwertend sein, ist aber nun mal leider so gewesen und ich spreche hier nicht vom Einzelfall. Ich verglich mehrere Ausbildungsstätten miteinander. Alleine deswegen kann ich die ganze Aufregung nicht verstehen. Und dann auch noch die Forderung mit Pädagogen oder gar studierten gleichgesetzt zu werden. Das sind einfach unrealistische Forderungen, die in keiner Weise gerecht sind. Auch kann ich die Beschwerden über den Kinderlärm nicht nachvollziehen. Das ist so als wäre ich Rennfahrer geworden und rege mich dann über den Motorenlärm auf. Das muss mir doch vorher klar gewesen sein.
Informieren Sie sich mal, was eine Erzieherausbildung heutzutage beinhaltet, bevor Sie so einen Unsinn schreiben.

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charlybird 04.05.2015, 17:22
51. Meiner Ansicht nach

darf es ruhig dicker kommen, denn solange die Dienstleister aus vielen Ebenen nicht angemessen am sogenannten Aufschwung teilnehmen, obwohl Frau Dr. M. kürzlich anmerkte, er sei wohl überall ankommen, wird die Unzufriedenheit wachsen.
Unsere vermeintlichen Leistungsträger im Finanzsektor oder im Exekutivmanagement, als auch unsere recht selbstherrliche Erbenwelt sollten durchaus spüren, dass das Geld, welches bei Ihnen auf Schienen kommt, unten hart verdient wird und für viel notwendiges Übel ( zu hohe Mieten, überteuerte Energie, ungerechte Besteuerung) wieder abgefressen wird. Die Verhältnisse stimmen nicht mehr und ich hoffe, die AN werden sich entsprechend wehren. Dieses Land verdient es.

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Rosmarinus 04.05.2015, 17:22
52.

Zitat von aloisyos
oder etwa nicht?
Wer wusste was vorher?

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spon-facebook-10000075681 04.05.2015, 17:24
53. Gegenkommentar zu GrinderFX

Sehr geehrter Nutzer GrinderFX (11. Kommentar),

vorab muss ich festhalten, wie schwer es mir fällt, nicht ausfallend zu werden mit meinem Kommentar. Als ich Ihren Kommentar gelesen habe ist mir die Kinnlade runter gefallen. Selten habe ich etwas so arrogantes und ignorantes lesen müssen wie von Ihnen. Eine ganze Berufsgruppe als "Lernbehinderte" hinzustellen ist eine Unverfrorenheit. Abgesehen davon, dass der Vergleich an sich schon genug über Ihre Weltansicht preis gibt.
Es mag sein, dass man als Erzieher kein Abitur benötigt. Das macht allerdings keinen Menschen zu etwas, was Sie scheinbar als minderwertig ansehen. Ohne Erzieher bestünde es um unsere Gesellschaft noch wesentlich schlechter. Ihr Bild von der Tante, die den ganzen Tag Kaffee trinkt und nur plauscht, entbehrt jeglicher Grundlage. ErzieherIn ist heute ein äußerst anspruchsvoller Job. Jedes Kind soll optimal gefordert und gefördert werden, es werden Portfolios angelegt, regelmäßige Elterngespräche geführt usw usf. All das neben der täglichen Arbeit, die viel mehr bedeutet, als "nur" Kinder beim Spielen zu beaufsichtigen. Leute wie Sie, GrinderFX, sind mit Schuld, dass der Beruf nur noch so wenig interessant ist für Schulabgänger. Die Ausbildung dauert heute so lang wie ein Studium, ist aber weit weniger angesehen und lukrativ. Dabei sind diese Leute genauso Teil des Bildungskapitals, wie Lehrer, die ab der Grundschule übernehmen. Von daher unterstütze ich die Forderungen voll und ganz, dass Erzieher zumindest vom Gehalt angeglichen werden, obwohl sie eig. auch mehr Urlaubstage verdient hätten, wie Lehrer sie auch haben, obwohl Lehrer sogar deutlich weniger Präsenzzeit haben als Erzieher.
Ich hoffe sehr, dass Sie in die komfortable Lage kommen, einmal für Ihre Kinder/Enkelkinder tolle und kompetente Erzieher und Lehrer zu bekommen. Solche Leute gibt es allerdings nur, wenn der Anreiz groß genug ist, die Arbeit auch entsprechend vergütet und die absolut verdiente Anerkennung dafür zu bekommen.

Herzliche Grüße von einem angehenden Förderschulpädagogen.

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batmanmk 04.05.2015, 17:25
54. So sehe ich das auch

Zitat von zynik
Ist doch lustig, was sich in Foren immer so tummelt, wenn in Deutschland tatsächlich jemand mal einen Streik riskiert. Da ist dann kein Klischee zu billig und die Streikgegner schwadronieren ernsthaft von sozialer Verantwortung - der Gewerkschaften. Von Reagan bis Thatcher konnte man heute wieder mal alle Parolen lesen. Fehlte nur noch die Forderung nach der Bundeswehr im Inneren. Fazit: Einige Untertanen haben das neoliberale Mantra derart verinnerlicht, dass sie sich längst aus der Solidargemeinschaft verabschiedet haben. Oder werden die für den Quatsch den sie veröffentlichen wenigstens bezahlt?
Wenn das Thema "Russland" oder "TTIP" nicht gerade auf der Tagesordnung steht, so haben die von der EU bezahlten Schwadronen sicherlich auch noch etwas Zeit um diese in den Kampf gegen das Streikrecht einzusetzen. Die schwächsten Arbeitnehmer (Frauen/ häufig kirchlicher Träger) bieten da ein lukratives Ziel für den Neoliberalismus. Divide et impera!

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footman 04.05.2015, 17:28
55. Die Folgen der Umverteilung

Es wird endlich Zeit, dass Mittelstand einsieht, dass sie ausgebäutet werden. Warum sind Reiche durch die Wirtschaftskrise noch reicher geworden? Was hier stattfindet ist einfach eine Umverteilung von unten nach oben.

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LDaniel 04.05.2015, 17:33
56. Gähn

10% mehr...ja ne. Für nen bißchen Kinder bespaßen verdienen die doch genug. Die "sozialen Berufe" arten in Deutschland zunehmend aus...Feuert halt die Zehntausenden Sozialarbeiter, die auch kein Mensch braucht, dann können die Kinderbespaßer auch nen bißchen mehr Geld haben

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007er 04.05.2015, 17:33
57.

Wie doof bin ich eigentlich... Kinder haben u dann noch CO2 sparend zur Arbeit kommen wollen?? Wie hat jemand vor mir geschrieben - arme Würstchen bestrafen die anderen arme Würstchen! Am liebsten würde ich jetzt in Urlaub fliegen - aber, ach ja, den Urlaub brauche ich noch für die Schließtage des Kiga, des Hortes und für die Ferien.

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Rosmarinus 04.05.2015, 17:34
58. Homo oeconimicus?

Zitat von townsville
2069 Euro brutto kann nicht das Gehalt sein, dass für die wichtige Aufgabe der Betreuung und Erziehung von Kleinkinder gezahlt wird. Wir brauchen motivierte, gut ausgebildete Fachkräfte dafür, denn was da richtig oder falsch gemacht wird, beeinflusst erheblich die Zukunft der Kinder und damit der Gesellschaft. Und einfacher wird diese Aufgabe angesichts von Patchwork-Familien, steigender Mobilität und Migration (auch innerhalb Deutschlands) und Vergleichsdruck sicher nicht.
Realistischer wäre doch 2 bis 3 tausend brutto. Ist eigentlich gar nicht so übel. Wenn es geht, ist ihnen wie jedem ein höheres Gehalt zu gönnen - die Frage ist, wer am Ende die Zeche zahlt.

Aber ich bezweifele, dass mit einem höheren Gehalt hier auch die Motivation steigt.

Jedenfalls sind die Erzieherinnen und der Erziehen im KiGa meines Nachwuchses motiviert, machen ihre Arbeit prima und die Kinder fühlen sich wohl. Und ja, es ist ein öffentlicher Kindergarten.

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SL2012 04.05.2015, 17:36
59.

Zitat von meikel1953
Das ist für mich sinnloser Streik. es geht nur darum das die Angestellten im Beamten Status übernommen werden. was den Steuerzahler noch mehr kostet. wir müssen schon für die halbe Welt bezahlen die Politiker haben ihre Schäfchen in trocknen Tüchern und wälzen alles auf die Bürger ab.
Von Verbeamtung ist gar keine Rede, vielmehr von einer Höhergruppierung. Und die ist eigentlich längst angemessen. Woran leider niemand denkt: Viele (seriöse) kleine Träger bezahlen ihrer Mitarbeiter analog dem TVöD und für die wird das ein Problem, da die Förderungen diesen Gehaltssprung nicht mittragen..

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