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Tarifkonflikte: Streikrepublik Deutschland
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Erzieher, Lokführer, Piloten, Briefträger: Fast täglich wird irgendwo in Deutschland ein Betrieb lahmgelegt. Es wird nicht viel mehr gestreikt als früher, aber es fühlt sich so an - aus mehreren Gründen.

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ClausWunderlich 13.05.2015, 15:24
1.

Was mich wundert ist das die am meisten streiken die eigentlich gut bis sehr gut Verdienen.

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unixv 13.05.2015, 15:27
2. Streikrepublik Deutschland ......

wird aber auch zeit! Das große Ausbeuten, von SPD und Grünen eingeleitet, muss ein ENDE haben!

Wie wäre es mit einer fetten Banken und Spekulanten Transaktionssteuer? Die würde wohl aber den halben Bundestag betreffen, deshalb schon Utopisch, oder?

Mich nervten die Bahnausfälle auch, aber die GDL,ler haben recht!

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schumbitrus 13.05.2015, 15:32
3. Bitte mal realitätscheck!

"Streikrepublik Deutschland" scheint mir aufgrund der Zurückhaltung der vergangenen 15 Jahre doch SEHR polemisch: Die Realeinkommen sinken, während in den vergangenen Jahren gleichzeitig mit Geld viel mehr Geld verdient werden konnte.

Wenn die Arbeit in den vergangenen Jahren also insgesamt nicht mehr leistungsgerecht vergütet wurde, dann ist es nun recht und billig, den Markt zur gerechten Entlohnung zu motivieren. Und wenn gute Worte nicht weiter helfen, dann lautet das Mittel zur Motivation eben "Streik".

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Ostschweiz 13.05.2015, 15:32
4. Spitzenreiter ist Frankreich

Dort will auch kein international tätiges Unternehmen mehr Geld investieren. Der Arbeitnehmer kann kaum mehr entlassen werden - viel zu viel Schutz. Deutschland steuert in diese Richtung. Schade - früher gehörte es noch zu Deutschland, dass man arbeitet und arbeiten will. Tugenden, die mit Deutschland in Verbindung gebracht wurden, gehen verloren. "Von nichts kommt nichts", heisst es bei uns.

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Reinhold Schramm 13.05.2015, 15:34
5. Streikbeteiligung, weniger als 10 Minuten im Jahr!

Unter Berücksichtigung von mehr als 33 Millionen abhängig Beschäftigten, liegt die durchschnittliche Streikbeteiligung, -- pro Kopf und Jahr --, in Deutschland, bei weniger als 10 Minuten!
Deutschland zählt weltweit zu den Ländern mit der geringsten Anzahl an Streiktagen. Ernsthafte Arbeitskämpfe finden überhaupt nicht statt. Die Wirtschafts- und Monopolverbände sind sehr zufrieden mit ihren braven und treudeutschen Arbeitskräften!

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mangeder 13.05.2015, 15:35
6.

"Nicht viel mehr gestreikt" ist noch übertrieben, wenn man die einzelnen Jahre vergleicht, wird aktuell drastisch WENIGER gestreikt, als früher. Der Unterschied liegt in den Köpfen der Menschen, die heutzutage egoistischer und unsolidarischer mit ihren Mitmenschen sind und der neoliberalen Propaganda der Konzerne auf den Leim gehen. Und natürlich machen auch die Medien ganz heftig bei der Hetzkampagene gegen die "bösen Gewerkschaften" mit. Wenn es nach denen geht, sollten Arbeitnehmer immer schön die Klappe halten und für das arbeiten, was die Herren Manager bezahlen wollen und keine eigenen Forderungen stellen.

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shooop 13.05.2015, 15:37
7. Wir streiken viel zu wenig

Es gäbe in Deutschland so vieeeeeeele Gründe zu streiken...aber die Leute müssen ja arbeiten.

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99luftballons 13.05.2015, 15:38
8. Genau da ist der Grund!

"Je mächtiger diese werden, desto aggressiver müssen auch die Riesen IG Metall, Ver.di und andere auftreten, um neue Mitglieder zu gewinnen oder zu halten. Und was hilft da besser, als ein öffentlichkeitswirksamer Ausstand?"

Fuer das Tarifeinheitsgesetz! Bevor die 'Riesen', nach knapp 2-jaehriger Kuschelei mit den Arbeitgebern, wieder anfangen, die Rechte der Arbeitnehmerschaft angemessen zu vertreten, sollen die Notwendigkeiten dazu, die 'Zwerge', ausgeschaltet werden!
Nennt sich Neusoziale Politik, vermute ich mal!

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Angelo Stromb. FB 13.05.2015, 15:38
9. Was für eine Überschrift!

Von einer Streikrepublik Deutschland zu sprechen, ist genau so richtig, wie Angela Merkel zum Top-Model zu deklarieren. - Die gegenwärtig, zu begrüßende Streikfülle zeigt doch nur eines: Die Menschen können es nicht mehr ertragen, ausgequetscht zu werden wie Zitronen! Die kapitalistische Ausbeutung, der Sparkurs auf Kosten des Normalbürgers ist ausgereizt. Entweder die "GIERIGE" Elite lenkt ein und gibt ab oder es wird ihr GENOMMEN!

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