Forum: Wirtschaft
Tarifrunde: De Maizière warnt Öffentlichen Dienst vor überzogenen Forderungen
DPA

Die Tarifrunde im Öffentlichen Dienst wird spannend. Die Gewerkschaften fordern ein Lohnplus von durchschnittlich sieben Prozent für die 2,1 Millionen Beschäftigten. Innenminister Thomas de Maizière hält das für völlig überhöht.

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Mimimat 13.03.2014, 08:15
1. Also....

Zitat von sysop
Die Tarifrunde im Öffentlichen Dienst wir
...die kleinen Angestellten und Beamten (Feuerwehr, Polizei, Justiz usw.) in Berlin hatten von 2000 bis 2010 einen Reallohnverlust von ca. 20%. Bedingt durch: Streichung des Urlaubsgeldes, erhebliche Kürzung des Weihnachtsgeldes (um ca. 70 %), Verzicht auf Lohnerhöhung trotz Inflation über Jahre hinweg, Arbeitszeiterhöhung usw..Was danach noch dazu kam, weiß ich nicht. Und dann sind 7 % Forderung maßlos?

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praetorian12 13.03.2014, 08:15
2. Vergleichen Sie mal

die Gehaltsentwicklung der IG Metall mit dem öffentlichen Dienst in den letzten 20 Jahren. Der öffentliche Dienst liegt ca. 30% (!) zurück.

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zaunreiter35 13.03.2014, 08:20
3. Wann lernt es ver.di endlich?

Zitat von sysop
Die Tarifrunde im Öffentlichen Dienst wir
Wann lernt es ver.di endlich, daß durch die Prozentforderung die Gehaltsschere weiter auseinandergeht?
Ich war mal ver.di-Mitglied und hab mich immer für einen festen Betrag eingesetzt. Das war aber nicht gewollt, weil man die Angestellten in den oberen Gehaltsklassen nicht verprellen wollte. Gerade eine Gewerkschaft, die sich mal Solidarität auf ihre Fahnen geschrieben hat, sollte doch eher den Gemeinsinn vor Eigensinn fördern. Inzwischen ist mir die FAU näher.

100 Euro als Sockelbeitrag halte ich für zuwenig, da wird ja schon die Hälfte von der Steuer weggefressen. 200 Euro sind okay und verhandelbar. Aber bitte keine Prozentforderung mehr. Wenn ver.di das mal einsieht, würden sie auch wieder mehr Mitglieder bekommen.

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princeharry 13.03.2014, 08:20
4. Maßlosigkeit...

... sollte ihm ja bekannt sein mit einer Spontandiätenerhöhung von 10%. Wir alle wissen das die Gewerkschaftforderubg hoch sein muss, damit überhaupt was hinten raus kommt. Ich gönne es dem öffentlichen Dienstlern.

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Onsom2000 13.03.2014, 08:23
5. Passt...

... schließlich hat sich der Bundestag seine Diäten um 10% erhöht. De Maiziere sollte also aufpassen wen er da als Maßlos bezeichnet!

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hobbyleser 13.03.2014, 08:23
6. Wer ist hier maßlos?

Gerade hat sich der Bundestag mal wieder selbst das Salär um 10% erhöht und fand das äußerst gerecht. In dem Lichte ist eine Erhöhung um 2% tatsächlich maßlos.

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dishmaster 13.03.2014, 08:23
7. Wo war denn der Nachholbedarf ...

... bei den Diäten? Den hat ja kaum einer gesehen. Denkt Herr de Misere, dass seine Argumente im Angesicht der letzten happigen Erhöhung der eigenen Bezüge stichhaltig sind? Hier hilft nur öffentlicher Druck! Oder Medikamente gegen Realitätsverlust.

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grover01 13.03.2014, 08:24
8.

Zitat von sysop
... Die Gewerkschaften fordern ein Lohnplus von durchschnittlich sieben Prozent für die 2,1 Millionen Beschäftigten. ...
In der Privatwirtschaft im Mittelstand liegt das jährliche Lohnplus bei ungefähr 0%. Wie sollten sie auch den Lohn erhöhen, sie müssen ja erstmal mit ihren Steuern die Lohnerhöhungen der Staatsangestellten zahlen.

Wir bekommen langsam eine Einkommens-Schere zwischen Staatsangestellten und Angestellten der freien Wirtschaft.

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ole#frosch 13.03.2014, 08:28
9. Es ist nicht die Höhe der Gehälter im öffentlichen Dienst.

Es sind die Pensionen, statt Rente, die bezuschußte private Krankenversicherung statt der gesetzlichen und nicht zuletzt die Unkündbarkeit, die zuviel Kosten und abgeschafft bzw. geändert werden müssen.
Dann gebe es vielleicht auch die richtige Anzahl Mitarbeiter an den richtigen Stellen.

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