Forum: Wirtschaft
Tarifrunde: De Maizière warnt Öffentlichen Dienst vor überzogenen Forderungen
DPA

Die Tarifrunde im Öffentlichen Dienst wird spannend. Die Gewerkschaften fordern ein Lohnplus von durchschnittlich sieben Prozent für die 2,1 Millionen Beschäftigten. Innenminister Thomas de Maizière hält das für völlig überhöht.

Seite 6 von 21
pepe_sargnagel 13.03.2014, 09:15
50. Da hat er schon recht

Da hat er schon recht! Sie sollten weder mehr fordern noch mehr bekommen als sich die Politiker bei ihrer Diäten- und Pensionserhöhung auch genommen haben! Alles andere wäre wirklich auch maßlos!

Wieso nicht einmal einen anderen Vorschlag (auch in der Privatwirtschaft andenkbar) diskutieren.

Lohnabstand wahren - Konsum an der Basis stärken:
Einer (Person A) hat einen Lohn (EK) von 1000 Euro.
4 andere (Personengruppe B) haben EK von 100 Euro.
3 Prozent Lohnerhöhung: A bekommt 30 Euro und B jeweils 3 Euro. Insgesamt also 42 Euro.

Wieso nicht Lohnabstandsgebot halten und Konsum bzw. Wirtschaft stärken? Bürger konsumieren ja immer weniger und bezahlen immer mehr für die Lebenshaltung (Wohnung und Nahrung).
Person A bekommt: 42/5=8,40 Euro
Personengruppe B bekommt jeweils: 8,40 Euro.

Lohn für A = 1008,40 Euro.
Jeder in B bekommt nun: 108,40 Euro

Relative Lohnsteigerung in Gruppe A: (1008,40-1000)/1000=0,84%
Relative Lohnsteigerung in Gruppe A: (108,40-100)/100=8,4%

Lohnabstand zwischen A und B bleibt konstant bei 900 Euro. Ich denke, dass man für 1-2 Jahre der drohenden Deflation (geistert ja immer wieder durch die Medien) entgegentreten kann! Man kann nun dier Preise um 3-4 Prozent erhöhen und schon spukt das Deflationsgespenst nicht mehr umher. Auch können viele Schultern sich dann wieder mehr leisten (wer viel zu viel zum Leben hat entzieht es dem Wirtschaftskreislauf und bringt es häufig -wie Herr Münchau thematisiert- ins Kasino). Warum also sollten leitende Angestellte (bspw. Manager, die häufig nur das Wohle der Unternehmen im Sinn haben) nicht auch mal im Sinne der Unternehmen handeln (handeln und denken sind 2 Paar Schuhe), denn Deflation kann ihr Unternehmen ja ruinieren.

Wieso also nicht Kaufkraft und soziale Verpflichtungen wieder auf mehr Schultern verteilen statt auf immer weniger, die man am Ende auch noch Enteignen muss, weil die vielen anderen suf Hilfe angewiesen sind? Man würde so auch etwas für die Stabilität des deutschen Sozialsystems tun können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ernster-august 13.03.2014, 09:18
51. Maßlosigkeit ?

Das nenn ich Selbstbewußt (früher: Skrubellos). Sich selbst ohne Gewissensbisse einen "ordentlichen" Schluck aus der Diätenpulle genehmigen, und sich dann als "moralische" Instanz aufspielen. Wenn der Herr Minister nach Leistung bezahlt würde, müßte er mit Hartz 4 aufstocken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
reifenexperte 13.03.2014, 09:19
52. 7% sind zuwenig!

Der Staat sollte endlich mal die Steuern ordentlich eintreiben und die vagabundierenden Supervermögen besteuern. Dann ist auch genug Geld da, die Beschäftigten ordenlich zu bezahlen. Die niedriegeren Gehaltsgruppen kommen bei Familien mit Kindern jetzt schon in den Bereich der "Aufstocker", d.h. sie müssen Sozialhilfe in Anspruch nehmen, um über die Runden zu kommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Graphite 13.03.2014, 09:19
53. achso ist das

die Politiker genehmigen sich ganz dezent einfach mal 10% mehr Diäten und der kleine Verwaltungsangestellte darf zuschauen wie er immer weniger bekommt.
Nein, das geht nun wirklich nicht! Haben unsere Politiker eigentlich noch Realitätsbewusstsein?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
EuroLoser 13.03.2014, 09:20
54. Steuerverschwender de Maiziere...

...wirft dem kleinen mann Maßlosigkeit vor. Leidet der Mann an Realitätsverlust? Sich selber die Diäten erhöhen und dann auch noch Milliarden in den Sand setzen. Die Ausbeuterkaste muß endlich einen Denkzettel verpaßt bekommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hutzwuppen 13.03.2014, 09:24
55. Beschämend ...

... nach einer saftigen Erhöhung der Diäten als Bundestagsabgeordneter von Maßlosigkeit zu reden. Armes reiches Deutschland!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
platzanweiser 13.03.2014, 09:27
56.

Zitat von ole#frosch
Es sind die Pensionen, statt Rente, die bezuschußte private Krankenversicherung statt der gesetzlichen und nicht zuletzt die Unkündbarkeit, die zuviel Kosten und abgeschafft bzw. geändert werden müssen. Dann gebe es vielleicht auch die richtige Anzahl Mitarbeiter an den richtigen Stellen.
Sie verwechseln die Beamten mit den Angestellten. Hier geht es aber nicht um Beamte, sondern um die Angestellten. Bitte das nächste Mal vorher informieren...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
prince62 13.03.2014, 09:35
57. Hat Oskar schon vor 20 Jahren kritisiert, geändert hat sich nix.

Zitat von zaunreiter35
Wann lernt es ver.di endlich, daß durch die Prozentforderung die Gehaltsschere weiter auseinandergeht? Ich war mal ver.di-Mitglied und hab mich immer für einen festen Betrag eingesetzt. Das war aber nicht gewollt, weil man die Angestellten in den oberen Gehaltsklassen nicht verprellen wollte. Gerade eine Gewerkschaft, die sich mal Solidarität auf ihre Fahnen geschrieben hat, sollte doch eher den Gemeinsinn vor Eigensinn fördern. Inzwischen ist mir die FAU näher. 100 Euro als Sockelbeitrag halte ich für zuwenig, da wird ja schon die Hälfte von der Steuer weggefressen. 200 Euro sind okay und verhandelbar. Aber bitte keine Prozentforderung mehr. Wenn ver.di das mal einsieht, würden sie auch wieder mehr Mitglieder bekommen.
Das mit der unsozialen Prozentforderung hat schon vor 20 Jahren der Oskar angeprangert, geändert hat sich natürlich nix, in meinem Bereicht war es sogar so, daß die Gewerkschaft vom normalen Arbeitnehmer monatlich 1% einstrich und von den höheren Ebenen sichdann mit 0,6% begnügte und dies auf Anfrage auch nochals völlig normal und sozial empfunden hat,

sollte mal jemand von der Journallie nachrechnen, wie weit die Einkommensentwicklung nach ca. 35 Jahren völlig aus dem Ruder gelaufen ist, seitdem die Gewerkschaften nur noch diese völlig unsoziale Prozentforderungen durchsetzen.

Es ist halt wie es ist, die Gewerkschaften schielen mit aller Lust und Macht auf die höheren Ebenen und der kleine Mann/Frau ist lediglich dazu da, die Butter auf das Brot der Gewerkschaftsbonzen zu zahlen.

Daß die seit Jahren sinkenden Mitgliederzahlen vielleicht auch damit zusammenhängen könnten, auf diese Idee sind die Oberbonzen Bsirske und Co. wohl immer noch nicht gekommen, denn so dumm und einfältig wie man oben die kleinen Leute hält, sind diese nicht, jedenfalls nicht alle.

Im übrigen, von einem Herrn Bsirske ist ja für die Kleinen Leute sowieso nix zu erwarten, wer seine 1. Kl. Freiflüge als LH-Aufsichtsrat selber verbraucht - Südsee - , anstatt den Geldwert einer sozialen Einrichtung seiner Gewerkschaft zu spenden, der zeigt ja damit nur, daß er sich ebenfalls schon für einen ganz Oberen hält.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
JohannWolfgangVonGoethe 13.03.2014, 09:35
58.

Wir leben nun einmal in einem Rentner- und Beamtenstaat.

Von dem her ist es auch verständlich, dass der Staat diese zwei Gruppen ordentlich pampert.

- Rentner, weil sie durch ihr Wahlverhalten dem Staat (also der CDUCSUSPDGRÜNE Blockpartei) die Legitimation verschaffen.

- Beamte, weil sie den Staat "verteidigen" (Steuereintreiber, Richter & Staatsanwälte, Polizei, usw.).

Allen "jungen" kann ich deswegen nur raten: Wandert aus! In Länder, in denen das Durchschnittsalter noch nicht ganz so hoch ist. In Länder, in denen der Staat weniger Macht hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lezel 13.03.2014, 09:37
59.

Zitat von palantir
als Angehöriger des Politikeradels entscheiden Sie alleine, ob Sie mehr Gehalt bekommen. Und das waren zuletzt satte 10%, oder?
Nein.

Der Bundestag richtet sich nach den gesetzlichen Vorgaben, die ihm vorschreiben, die Diäten am Einkommen der Bundesrichter zu orientieren.

Tatsächlich sind die Diäten, an dieser Vorgabe gemessen, zu gering. Das liegt vor allem daran, dass der Bundestag sie oft jahrelang nicht erhöhht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 21