Forum: Wirtschaft
Tarifrunde: De Maizière warnt Öffentlichen Dienst vor überzogenen Forderungen
DPA

Die Tarifrunde im Öffentlichen Dienst wird spannend. Die Gewerkschaften fordern ein Lohnplus von durchschnittlich sieben Prozent für die 2,1 Millionen Beschäftigten. Innenminister Thomas de Maizière hält das für völlig überhöht.

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merkur08 13.03.2014, 09:40
60. Wenn ich oeffentlicher Dienst schon hoere

Der oeffentliche Dienst sollte mal seine Verguenstigungen mit in die Tarifrunde nehmen, von denen hier gar nich tgesprochen werden. Satte Verguenstigungen bei Verischerungen, sichere Jobs. Stressfrei, zumindest bei den meisten. Man sollte den groessten Teil eh privatisieren, dass die mal effizienter werden.

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MargareteMüller 13.03.2014, 09:41
61. die Gehaltsschere geht weiter auseinandergeht

zaunreiter35
das wundert mich auch sehr, warum man immer die Gehaltsschere beklagt und nie die prozentuale Erhöhung infrage stellt. Dem Kleinen Mann leuchtet das Problem nicht ein und den Gutverdienern ist es ja gerade recht so...

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pom_muc 13.03.2014, 09:44
62.

Zitat von Mimimat
...die kleinen Angestellten und Beamten (Feuerwehr, Polizei, Justiz usw.) in Berlin hatten von 2000 bis 2010 einen Reallohnverlust von ca. 20%. Bedingt durch: Streichung des Urlaubsgeldes, erhebliche Kürzung des Weihnachtsgeldes (um ca. 70 %), Verzicht auf Lohnerhöhung trotz Inflation über Jahre hinweg, Arbeitszeiterhöhung usw..Was danach noch dazu kam, weiß ich nicht. Und dann sind 7 % Forderung maßlos?
Beziehen Sie Pensionen und geldwerte Vorteile mit ein und dann sieht die Sache schon anders aus!

Wieviel hundert € muss denn ein 35-jähriger verbeamteter Physiklehrer in die Berufsunfähigkeitsversicherung monatlich einzahlen? Was sein Kollege bei der IG Metall?

Was zahlen beide an Kreditzinsen für den Baukredit? Der Beamte unkündbar und der IG Metaller der bei Infineon jeden Monat um seinen Job bangen muss?

Der Öffentliche Dienst will immer das gleiche Gehalt aber nie die Konsequenzen der konjunkturabhängigen Arbeitsverhältnisse.

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maggi1947 13.03.2014, 09:48
63. bloß nicht, ...

schließlich müssen ja erst einmal die von Maiziere bestellten Rüstungsgüter beglichen werden. Außerdem will ja auch die Diätenerhöhung finanziert werden und das, ohne neue Schulden machen zu müssen. Der öffentliche Dienst hat sich doch an niedrige Abschlüsse gewöhnt. Warum nicht auch dieses Mal?

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platzanweiser 13.03.2014, 09:49
64. Lachhaft...

Zitat von lezel
Tatsächlich sind die Diäten, an dieser Vorgabe gemessen, zu gering. Das liegt vor allem daran, dass der Bundestag sie oft jahrelang nicht erhöhht.
Und wieviel haben Sie für dieses Posting verdient? Wann war das letzte Mal, dass die Politik-Monarchen ihre Diäten "jahrelang" nicht erhöht haben? In den 50ern des letzten Jahrhunderts? Wohl eher in einer Zeit, als die Politiker noch minimal den Gesichtsverlust für derlei Unsinn gefürchtet haben - wo jemand wie DeMaiziere für derartig unflätige Äusserungen noch den Hut nehmen musste... lang, lang ists her...

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pom_muc 13.03.2014, 09:50
65.

Zitat von Onsom2000
... schließlich hat sich der Bundestag seine Diäten um 10% erhöht. De Maiziere sollte also aufpassen wen er da als Maßlos bezeichnet!
Es wäre sicher besser die Lohnentwicklung über die gesamte Realwirtschaft zu erfassen und den Öffentlichen Dienst automatisch daran zu koppeln.

Und ganz dringend auch die geldwerten Vorteile wie vergünstigte Arbeitgeber-Wohnungen für Angestellte des Öffentlichen Dienstes richtig zu bewerten.

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warumeigentlich 13.03.2014, 09:51
66.

Wir profitieren am meisten von der Zuwanderung, von dem € und der EU ganz zu schweigen, die Steuereinnahmen so hoch wie nie zuvor, weniger Arbeitslosigkeit bla bla bla bla .... Wenn das so ist, und die Politiker mit einer Erhöhung ihrer Diäten beispielhaft voran gegangen sind, dann sind die Forderungen der Gewerkschaften beinah bescheiden!

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Spiegelleser 04/59 13.03.2014, 09:53
67. TvÖD

Schon beim Übergang BAT zum TvÖD hat sich ver.di von den damals Beteiligten über den Tisch ziehen lassen und wichtige Verhandlungsoptionen einfach preisgegeben. So wurde die Gehaltsfortzahlung für langjährig Beschäfte im Krankheitsfall reduziert, die Zahlung von Weihnachtsgeld entsprechend den Vergütungsgruppen "angepasst" und war somit für viele der Beschäftigten mit einem erheblichen Verlust verbunden. Heinz Kluncker rotiert jetzt noch in seinem Grab, wenn er sich die Tarifpolitik von ver.di anschauen muss. Im Übrigen sollten die Damen und Herren des Bundestages und der zuständige Innenminister sich mal stark zurücknehmen, wenn sie das Wort "Maßlos" in den Mund nehmen. Wer hier maßlos gehandelt hat, waren doch eher die Abgeordneten des Deutschen Bundestages mit ihrer alles andere als maßvollen Diätenerhöhung.

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and_one 13.03.2014, 09:53
68. Ich warne vor der Maßlosigkeit der Öffentlichen Arbeitsgeber. Sie kommt uns teuer zu stehen!

Wenn ich mir ansehe, wie schon in den vergangenen Jahren durch die Einführung des TVÖD und eine in vielen Fällen nicht nachvollziehbare Eingruppierung hochqualifizierter Stellen ansehe, sind nicht die Miarbeiter maßlos. Ich kann nicht dauerhaft Champagner trinken und nur Selters bezahlen. Die Folgeschäden nicht wirklich qualifizierten und/oder unmotivierten Personals sind viel höher, als die Einsparungen bei den Personalkosten. Der demografisch bedingte und von der Politik verschuldete Wettbewerb um die besten Köpfe hat gerade erst begonnen und der ÖD wird dabei mit dem reflexartigen Vorgehen bei der Deckelung der Personalkosten deutlich das Nachsehen haben!

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dissidenz 13.03.2014, 09:54
69. Ihre Meinung...

Zitat von cabeza_cuadrada
in den öffentlichen Dienst geht man ja nicht des Geldes wegen. So ein Job hat andere Vorteile. Eine so ruhige Kugel wie in manchen Ämtern geschoben wird findet man in der Wirtschaft wohl kaum. Egal, ich gönne es jedem, aber dann wie in der freien Wirtschaft verdienen geht nicht.
... ist leider sehr populistisch und einseitig.

Sie gehen von der Annahme aus... alle Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes schieben eine ruhige Kugel (Krankenschwestern, Polizisten etc...)

Alle Arbeiter in der freien Wirtschaft ... klotzen richtig ran. Deshalb sollen Sie mehr verdienen.

Leider entspricht dies nicht der Realität. Die Einstellung zur Arbeit oder Fleiß bemisst sich nicht am Status ob der Arbeitsgeber die Kommune/Land/Bund oder Siemens oder die Sparkasse ist.

Diese Einstellung ist bei jedem Menschen eine Andere. Überall gibt es sehr fleißige und ... sagen wir mal... eher nicht so fleißige Menschen.
Und auch in der 'freien' Wirtschaft besteht heutzutage bei mehrjähriger Betriebszugehörigkeit ein sehr weitreichender Arbeitsnehmerschutz, wenn auch nicht in allen Bereichen.

Da diese Forderung vermutlich ohnehin noch auf 5 Prozent gedrückt und wie im ÖD üblich wieder einmal auf 24 Monate gerechnet wird, können die Leute froh sein diesmal (in einer so guten Wirtschaftlichen Lage) evtl. den Inflationsausgleich zu erhalten. Obwohl ich das bei den gestiegenen Strompreisen bezweifele.

Und auch diesmal werden IG Chemie, IG Metall usw. deutlich bessere Abschlüsse erzielen. Also Ball flach halten ... ekelhafte Neiddebatte!

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