Forum: Wirtschaft
Tarifstreit bei der Bahn: Lokführer kündigen neuen Streik an
DPA

Fahrgäste müssen sich "in den kommenden Tagen" auf einen weiteren Streik bei der Bahn einstellen, erklärt die Lokführergewerkschaft GDL. Die Regierung treibt derweil ein Gesetz gegen die Macht der Mini-Gewerkschaften voran.

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hobbyleser 03.09.2014, 11:24
1. Gong für die Berufsentrüsteten

Dann gehts ja in die nächste Runde für die Berufsentrüsteten Forumteilnehmer. Herrgott, wie schlimm ist das, dass Arbeitnehmer in verfassungsmäßig verbrieftes Recht auf Arbeitskampf wahrnehmen! Los gehts also! Zeter und Mordio!

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Dr.Bartig 03.09.2014, 11:28
2. Die GDL

Zuletzt kündigten die Herren von der GDL auch an, dass mit Schwerpunkt Güterverkehr bestreikt werden solle; zudem S-Bahnen in bestimmten Städten. Im Anschluß wurden ganz andere Linien, nämlich in der Personenbeförderung auf Hauptstrecken, bestreikt. Pfiffig, mag die GDL denken. Meine Solidarität als Betroffener, der sich auf die Aussagen der Herren verliess, hat sie damit allerdings verspielt. Auf geht's, Bahn: Hau denen auf die Nase! :)

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kurt-aus-kienitz 03.09.2014, 11:28
3. Wie weit ...

... ist die SPD gesunken, dass sie jetzt das Recht auf den Streik für die "Arbeiter" beschränken möchte?

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ach_du_lieber_gott 03.09.2014, 11:33
4.

Wenn es bei den anvisierten Streiks nur um durchaus berechtigte Forderungen der Lokführer ginge wäre es wohl für die meisten Zugreisenden ein kleineres Problem.

So wie es aussieht will wohl die GDL, auch im Zusammenhang mit den derzeitigen Diskussionen, ihre Pfründe gegenüber der EVG sichern und trägt diesen Machtkampf auf dem Rücken der Fahrgäste und Kunden der Bahn aus.

Weselsky geht es dabei nur zweitrangig um bessere Arbeitsbedingungen für Lokführer und fahrendes Personal, sondern nur um einen Erhalt seiner Machtbasis. Das er sich selbst eines quasi diktatorischen Führungsstiels, der keinen Wiederspruch innerhalb der GDL duldet, entlarvt ihn als eitlen Selbstdarsteller, dem es nicht ums Ganze Sprich Bahn geht sondern um persönliche Ziele, von daher wäre die GDL gut beraten vor einem weiteren Streik, ihren Vorsitzenden kritisch zu hinterfragen und hier entsprechende Konsequenzen zu ziehen, anstatt ihm Blind in den politisch Programmierten Untergang zu folgen.

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leserin13 03.09.2014, 11:36
5. Ich hasse es

mir Gedanken darüber machen zu müssen, wie ich auf Arbeit komme oder wieder zurück. Ich gehöre zu den Exoten, die gar kein Auto besitzen, doch es gibt auch viele Familien, die nur ein Auto haben und ein Partner auf öffentliche Verkehrsmittel - z.B. die Bahn - angewiesen ist.

Wir leben im modernen 21. Jahrhundert und wollen alle so klug sein. Deswegen müssten alle Verhandlungsparteien in der Lage sein, eine Regelung am Verhandlungstisch zu treffen. Streik ist es jedenfalls nicht, da es die Unschuldigen trifft. Ich bin nicht bereit, Freizeit dafür zu opfern. Ich bezahle viel Fahrgeld und erwarte dafür eine ordentliche Leistung. Denn durch mein Geld werden die Gehälter der Streikenden gezahlt. Die Schraube dreht sich doch immer weiter hoch. Höhere Löhne - höhere Fahrpreise - höhere Kosten - höhere Lohnforderungen; das ließe sich beliebig oft wiederholen.
Streik ist Erpressung und Erpressung ist strafbar. Ich weiß, dass mich einige für diese Bemerkung hassen werden...

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westerwäller 03.09.2014, 11:37
6. Das Vorhaben ist aber verfassungsrechtlich heikel ?????

Es verstößt eindeutig gegen das Grundgesetz ...

(bspw. Artikel 9)

Aber die "Staatsgewerkschaften" im DGB (bspw. Verdi) haben ja 100% der SPD, 100% der Grünen, 100% der LINKEN und mindestens 50% der CDU hinter sich ...

Das dürfte für eine GG-Änderung deutlich reichen ...

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!!!Fovea!!! 03.09.2014, 11:38
7. @kurt-aus-kienitz

Wer nicht arbeitet braucht nicht essen?
War das nicht Arbeitsminister Clements (SPD) Spruch in der ersten GroKo? Also, die SPD ist schon seit Jahren versunken...., nicht nur jetzt, und das ist gut so!

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edelstein 03.09.2014, 11:39
8. Bahnstreik

Früher hatte man für die DB eine einzige Gewerkschaft.Heute gibt es mehrere und diese streiten sich noch untereinander auf dem Rücken der Arbeitnehmer.Diese Einzelgewerkschaften sollten verboten werden,denn hier ging es nur darum, neue hochdotierte Stellen zu schaffen.

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!!!Fovea!!! 03.09.2014, 11:41
9. @hobbyleser

...wenn ein Pendler nicht auf die DB angewiesen ist, wäre ihm der Streik sicher egal.

Aber "alle Jahre wieder", wollen die Hebel nach vorne und hinten - Drücker mehr Geld. Für was eigentlich. Intellektuelle Arbeit mit Verantwortung darf mehr Geld verlangen, aber Lokführer, die schon durch Computer ersetzt werden könnten...

Ich hoffe, dass die GroKo endlich Fakten schafft und dieses Lokführerjammern und die Profilierungssucht einiger Gewerkschaftsbosse beschneidet, dass nichts mehr übrig bleibt.

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