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Tarifstreit im öffentlicher Dienst: Verhandlungen laufen überraschend unrund
DPA

"Die Stimmung ist mäßig": Die Beteiligten hatten Optimismus verbreitet - doch die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst stecken offenbar fest. Ver.di-Chef Bsirske spricht von "Komplikationen".

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Plasmabruzzler 16.04.2018, 15:58
20.

Zitat von Freidenker10
Verdi sollte die Forderungen einkommenabhängig staffeln. Warum soll ein ohnehin schon sehr gut bezahlter Ministrialbeamter mit beispielsweise 8000 Euro/Monat die gleiche prozentuale Erhöhung bekommen wie eine Krankenschwester oder Verwaltungsangestellte?
Ein Ministerialbeamter ist kein Angestellter. Und es geht hierbei nicht um Beamte, sondern um Angestellte. Dass der Beamtenbund an den Verhandlungen beteiligt ist, hat historische Gründe.

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trader_07 16.04.2018, 16:02
21.

Zitat von Freidenker10
Warum soll ein ohnehin schon sehr gut bezahlter Ministrialbeamter mit beispielsweise 8000 Euro/Monat die gleiche prozentuale Erhöhung bekommen wie eine Krankenschwester oder Verwaltungsangestellte?
Weil alles andere Ungerechtigkeit bedeuten würde. Wären die prozentualen Erhöhungen für die Verwaltungsangestellte höher, würde sie nach x Erhöhungen das Gleiche verdienen wie der Beamte.

Genau diese Frage bzw. diese Forderung haben Sie aber in der Vergangenheit schon mehrfach hier gestellt und sie wurde Ihnen auch schon mehrfach beantwortet. Ist Ihnen sehr langweilig?

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yvowald@freenet.de 16.04.2018, 16:37
22. Beamtenbund fördert nur die höheren Chargen

Zitat von Korken
Warum sich der Beamtenbund immer mit diesen ÖD verhandlungen anhängt, kein Wunder, dass immer wieder gebremst wird. Wie wäre es mal mit unabhängigen ÖD Verhandlungen, damit die Leute endlich auch mal eine wirklich kräftige Erhöhung durch die Bank erhalten um nur einigermaßen der allgemeinen Lohnentwicklung zu folgen.
Der sogenannte Beamtinnen- und Beamtenbund arbeitet nur den höheren Chargen in die Taschen.
Anstatt allen Beschäftigten im Öffentlichen Dienst eine angemessene Tariferhöhung zuzubilligen (z.B. 250 EURO monatlich mehr für alle), gönnt die Beamtenvertretung eine solche Gehaltserhöhung nur den Besserverdienern.
Die kleinen Angestellten und Arbeiter (Tarifangestellte) sollen wie üblich mit 50 oder 60 EURO monatlich mehr abgespeist werden.
Das sollten die Streikenden, die ja wohl eher zu den Kleinverdienenden gehören, zu verhindern wissen.

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yvowald@freenet.de 16.04.2018, 16:40
23. +Untergliederungsorganisation "Tarifunion"

Zitat von Plasmabruzzler
Ein Ministerialbeamter ist kein Angestellter. Und es geht hierbei nicht um Beamte, sondern um Angestellte. Dass der Beamtenbund an den Verhandlungen beteiligt ist, hat historische Gründe.
Der Beamtinnen - und Beamtenbund vertritt auch organisierte Angestellte und Arbeiter (Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst). Die Organisation heißt "Tarifunion", eine Untergliederung der Standesorganisation der Beamtinnen und Beamten.
Allerdings kann von einem "vertreten" kaum die Rede sein, da man überwiegend die Ansprüche der Beamtenschaft vertritt und nicht die Forderungen der Normalverdienenden.

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donatellab 16.04.2018, 16:43
24. Wertschätzung

Die Kassen sind voll und nur für das Personal ist kein Geld da. Kein Wunder, dass die Motivation im Keller ist und die Bewerberzahlen nach unten gehen.

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yvowald@freenet.de 16.04.2018, 16:45
25. Gewerkschaften sind unterwandert

Zitat von Plasmabruzzler
So sieht es aus. Die Entsolidarisierung ist in vollem Gange. Ich bin dafür, dass die Löhne und Gehälter in D noch stärker steigen müssen. Geld ist genug da - man schaue sich an, wie viele Milliardäre und.....
Richtiger Ansatz.
Allerdings sind die Gewerkschaftsspitzen längst von der Arbeitgeberseite "unterwandert".
Nehmen Sie Herrn Bsirske. Er ist Mitglied im Lufthansa-Vorstand. Dadurch erhält er Freiflüge für sich und seine Angehörigen.
Und üppige Aufsichtsratsbezüge, von denen er einen kleinen Teil an Ver.di abgeben muß, wenn er korrekt handelt.
Wie soll jemand, der jährlich mehr als 200.000 EURO an Gewerkschaftsgehalt uns sonstigen Aufsichtsratsbezügen erhält, die "Kleinen Leute" im öffentlichen Dienst vertreten?
Ein Unding!

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Freidenker10 16.04.2018, 17:31
26.

Zitat von trader_07
Weil alles andere Ungerechtigkeit bedeuten würde. Wären die prozentualen Erhöhungen für die Verwaltungsangestellte höher, würde sie nach x Erhöhungen das Gleiche verdienen wie der Beamte. Genau diese Frage bzw. diese Forderung haben Sie aber in der Vergangenheit schon mehrfach hier gestellt und sie wurde Ihnen auch schon mehrfach beantwortet. Ist Ihnen sehr langweilig?
Könnte es sein dass Sie ein hoch bezahler Beamter sind? ;-) Ich bin nur für mehr Gerechtigkeit und das heißt, dass auch die unteren Einkommen mal kräftig steigen sollten, denn die oberen sind die letzten 30 Jahre überproportional gestiegen, oder warum verdient eine Krankenschwester immer noch so wenig obwohl sie mehr und mehr Arbeit bewältigen muss? Die oberen Einkommenschichten haben einen besseren Zugang zu denjenigen die über die Einkommen entscheiden während die unteren seit Ewigkeiten allein dastehen! Und Verdi verhandelt leider auch schon seit 30 Jahren im Inflationsbereich und darunter, wie sollen die EInkommen denn steigen? Ich würde es für unsere Jugend gerne sehen, wenn auch normale Menschen sich wieder ein Eigenheim leisten könnten, aber davon entfernen wir uns immer weiter und das ist schlecht!!!

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yvowald@freenet.de 16.04.2018, 17:58
27. 250 EURO mehr für alle Beschäftigten

Zitat von Freidenker10
Könnte es sein dass Sie ein hoch bezahler Beamter sind? ;-) Ich bin nur für mehr Gerechtigkeit und das heißt, dass auch die unteren Einkommen mal kräftig steigen sollten, denn die oberen sind die letzten 30 Jahre überproportional gestiegen, oder warum verdient eine Krankenschwester immer noch so wenig obwohl sie mehr und mehr Arbeit bewältigen muss? Die oberen Einkommenschichten haben einen besseren Zugang zu denjenigen die über die Einkommen entscheiden während die unteren seit Ewigkeiten allein dastehen! Und Verdi verhandelt leider auch schon seit 30 Jahren im Inflationsbereich und darunter, wie sollen die EInkommen denn steigen? Ich würde es für unsere Jugend gerne sehen, wenn auch normale Menschen sich wieder ein Eigenheim leisten könnten, aber davon entfernen wir uns immer weiter und das ist schlecht!!!
Die wahre Ungerechtigkeit verbirgt sich hinter den prozentualen Tarifforderungen unserer Gewerkschaften.
5 Prozent von 1.000 EURO ergeben monatlich 50 EURO Gehaltserhöhung.
5 Prozent von 10.000 EURO ergeben monatlich aber 500 EURO.
500 EURO erhält also ein mittlerer Einkommensbezieher monatlich mehr!
Das kann doch nicht gerecht sein?
Gerecht wäre es, wenn alle gleichmäßig 250 EURO monatlich mehr erhalten würden.
Dann würden alle Beschäftigten gleichmäßig von Gehaltserhöhungen profitieren.

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66vollo 16.04.2018, 19:44
28.

Zitat von yvowald@freenet.de
Wie soll jemand, der jährlich mehr als 200.000 EURO an Gewerkschaftsgehalt uns sonstigen Aufsichtsratsbezügen erhält, die "Kleinen Leute" im öffentlichen Dienst vertreten? Ein Unding!
Er kann nur die vertreten, die auch Mitglied in der Gewerkschaft sind. Wenn im ÖD nur ca. 10-15%organisert sind- der Rest sich auf Kosten der Mitglieder die Zuwächse einstreicht, wird es schwer, ein wirkliches Droh- und Druckpotential aufzubauen.
P.S. Sind Sie Mitglied einer Gewerkschaft ?

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alt-nassauer 16.04.2018, 19:49
29. Nicht allein...

Zitat von Plasmabruzzler
Ein Ministerialbeamter ist kein Angestellter. Und es geht hierbei nicht um Beamte, sondern um Angestellte. Dass der Beamtenbund an den Verhandlungen beteiligt ist, hat historische Gründe.
Nicht allein Historische Gründe... Ich arbeite selbst in einem Bereich des ÖD, in dem es noch Wahlbeamte" gibt. Bei ca. 400 MA -Angestellte und Arbeiter-, sind es zur Zeit noch eine Handvoll die diesen Status haben. In den letzten Jahren sind da auch keine mehr "verbeamtet" worden.

Nicht einfach zu erklären - diese Wahlbeamte werden "gewählt" bzw. ernannt.


Einfacher und ohne große Erklärung sind aber die Berufsfeuerwehrmänner in den Kommunen. Das sind Beamte!

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