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Tarifstreit: Lufthansa lässt Gewerkschaftsstatus von UFO gerichtlich prüfen
DPA

Im Dauerstreit mit UFO lässt die Lufthansa ein Gericht überprüfen, ob die Organisation überhaupt als Gewerkschaft agieren darf. Zudem will der Konzern die Gewinnbeteiligung des Kabinenpersonals drastisch kürzen.

brooklyner 16.08.2019, 18:56
1.

Dann sollte UFO mal prüfen wie die Lufthansa es geschafft hat in die 5 Star Liga zu kommen - sicher nicht durch Qualität und Kundenfreundlichkeit oder ruhig auch Mal prüfen, ob nicht die Lufthansa ein klitzekleines Rieseninteresse daran hat, dass der BER nie öffnet.

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Alfred Ahrens 16.08.2019, 19:33
2. Danke LUFTHANSA!

Wie viele andere Kunden auch, war ich mehrfach durch Aktionen der UFO gezwungen Verspätungen hinzunehmen. Sehr gut, daß jetzt die UFO mal auf den Prüfstand kommt. Endlich !

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g.s-sanet 16.08.2019, 22:00
3. Danke Herr Ahrens!

Ein paar pünktliche Flüge sind wichtiger als die sozialen Interessen von Arbeitnehmern. Willkommen im 21.Jahrhundert, die Hunger-Games lassen grüßen.

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dennis.hoppler 16.08.2019, 22:06
4. Ach Herr Ahrens

Sie Allerärmster mussten also Verspätungen erleiden, weil die Mitarbeiter eines großen Vorzeigeunternehmens es nicht einfach hinnehmen wollten und wollen, dass in den Vorstandsetagen Wasser gepredigt und Wein getrunken wird.
Wenn es dabei um Ihre persönlichen Arbeitsbedingungen gegangen wäre, würden Sie ihre Tränen bestimmt nicht im Spon-Forum vergießen.

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gruen99 17.08.2019, 00:23
5. hallo Herr Hoppler (#4)

So lange die Lufthansa ihre Flugbegleiter nicht wie Ryans Air behandelt und unsereins bereit ist entsprechend höhere Kosten hierfür zu tragen, will ich auch keine Verspätungen erleiden !

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Besserwissser 17.08.2019, 01:26
6. Komisch

Wenn Ziele erreicht wurden sagt, das Management ja auch nicht auf einmal, daß dies nur Ergebnis des Managements war und es wird kein Erfolgsbeteiligung gezahlt, also kann man umgekehrt , nicht Erfolge feiern die nicht da sind, auch wenn evtl. das Management sie versemmelt hat. Das ist doch weder für das Management noch für die Arbeitnehmer ein Selbstbedienungsladen.

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mazzmazz 17.08.2019, 08:58
7. Nun ja...

Im Branchenvergleich sind auch die neueren, weniger vorteilhaften Verträge der LH-Mitarbeiter deutlich großzügiger und sozialer, als dies in der Branche üblich ist.
Alitalia ging nicht zuletzt wegen der wahnwitzigen Goodies für ihr personal insolvent.
Die Flaugbegleiter*Innen beim Wettbewerb haben deutlich weniger Einkommen, geringere Ruhezeiten und weit unflexiblere Arbeitszeitregelungen als deren Kollegen bei LH.
Somit wird hier auf höchstem Niveau gejammert.
Man sollte nicht vergessen, dass es sich bei Flugbegleitern um Servicekräfte handelt, die zwar auch für die Sicherheit der Passagiere mit verantwortlich sind, aber in so gut wie allen Fällen v.a. Gepäckdeckel schließen und Mahlzeiten servieren. Zudem logiert man bei LH in 4-5 Sterne-Häusern am Zielort und genießt zahlreiche Vorteile durch LH-Preise vor Ort bei allen möglichen Anbietern (Shopping u.s.w.).
Es ist somit völlig inakzeptabel, die LH zu bestreiken und Reisenden teils massive Verspätungen zuzumuten, nur weil man den hals nicht voll bekommt.
Vielmehr sollten Streiks bei volkswirtschaftlich relevanten Unternehmen, wozu zweifellos Verkehrsinfrastruktur gehört, sehr hohen Hürden zu unterwerfen. Wenn Löhne und Gehälter im EU-Vergleich ohnehin schon auf doppeltem Top-Niveau sind, sollten Streiks ausgeschlossen sein.
Denn wir bezahlen diese Leute dafür, dass sie uns mit ihrer Dienstleistung ermöglichen, zu reisen und dabei Geld zu verdienen und somit Steuern zu erwirtschaften.
Zum Spaß fliege ich persönlich so gut wie nie. Streiken kann ich auch nicht. Also was soll das?

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Dr. Kilad 17.08.2019, 12:52
8. Ist rechtlich eigentlich klar

Wichtig ist vor allem die Durchsetzungsmacht und die Möglichkeit eines Tarifvertrages. Letzter hat nichts mit innergewerkschaftlichen Führungsprobleme zu tun. Eigentlich leicht nachvollziehbar. Denn umgekehrt könnten die Gewerkschaften ja auch bei jedem Konflikt im Vorstand u.ä. geschlossene Tarifverträge mit dem Verweis einer nicht mehr vorhandenen Legitimation des AG-Vertreter in Frage stellen. Dass innerhalb einer Gewerkschaft es Differenzen zwischen Führung und Mitglieder gibt, ist übrigens keine Seltenheit, jedoch nach dem Demokratieprinzip eine innere Angelegenheit. Maßgeblich ist allein (entsprechend z.B. Art. 9 Abs. 3 GG) was die Mitglieder wollen und ihre Durchsetzungskraft. Selbst wenn (theoretisch) nun 2/3 der UFO-Mitglieder eine neue Gewerkschaft gründen würden, hilft das der Lufthansa nicht. Sie muss sich wohl oder übel damit abfinden, dass organisierte abhängig Beschäftigte nun einmal auch Rechte haben - besonders bei Versuchen der Kürzungen von AN-Leistungen.

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