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Tarifstreit über Erzieher: Keine Einigung - und vorerst keine Kita-Streiks
DPA

Arbeitgeber und Gewerkschaften sind im Kita-Tarifstreit an den Verhandlungstisch zurückgekehrt. Eine Einigung ist jedoch nicht in Sicht. Die Gespräche sollen Anfang Oktober fortgesetzt werden

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Europa! 13.08.2015, 15:35
1. Na, toll!

Die Kitas sind vom Streik bedroht. Die Kommunen haben (aus den bekannten Gründen) kein Geld, und die Eltern sind verzweifelt. Vielleicht ist das Betreuungsgeld ja doch keine so schlechte Idee. Mit dem Geld könnte man eine private Betreuung organisieren, statt auf die überforderten Kommunen angewiesen zu sein.

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pb-sonntag 13.08.2015, 16:32
2.

Mal ehrlich: soetwas gab es in der DDR nicht. Da wurde für die arbeitende Bevölkerung gesorgt.

Ja, ja, ich hören schon wieder Überwachungsstaat, Stasi u.a.

Das gab es auch (nebenbei, heute in der BRD nichts anderes), aber eben auch Krippen- und Kindergartenplätze.

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omop 13.08.2015, 16:43
3. Es reicht..

der Rückhalt in der Gesellschaft schwindet schon jetzt rapide.
Jeder sollte sich fragen ob man sein Kind von Leuten betreuen lassen möchte, die nicht das Kindeswohl,sondern egoistische Eigeninteressen in den Vordergrund stellen. Anstatt für mehr Personal zu demonstrieren, geht es wieder mal nur um die Kohle.

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Furchensumpf 13.08.2015, 16:49
4. @1

Na dann finden Sie mal für die gleichen Kosten eine private Betreuung, welche genau die gleichen Dinge bietet...jaja, ich weiß, basteln kann jeder...

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Furchensumpf 13.08.2015, 16:56
5. #3

Jeder sollte sich aber auch fragen, ob seine Kinder, wenn diese irgendwann mal ebenfalls Kinder haben, noch eine vernünfte Betreuung finden werden. So wie es jetzt abläuft wird sich in Zukunft deutlich weniger für diesen Beruf entscheiden. Die Auswirkungen werden aber erst in ein paar Jahren feststellen.

Und woran machen Sie es fest das der Rückhalt sinkt? In unserer Kita ist er nach wie vor sehr groß...

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argumentumabsurdum 13.08.2015, 16:58
6. @ Europa

Na ja, nennen wir's lieber "Betreuungs-Taschengeld"; ein Ersatz für die Kita lässt sich davon nicht finanzieren.
Was jetzt im Kita-Streit passiert, ist letztlich Wahlkampfpolitik und und eigentlich eine innere Angelegenheit von Ver.di. F.Bsirske will als Vorsitzender im September wiedergewählt werden und traut sich nicht, sein Volk vorher mit der Realität vertraut zu machen. Das hat er nach dem Schlichtervorschlag versucht und wegen des Gegenwindes gleich eine Vollbremsung hingelegt. Nach seiner Wahl darf er dann den Tsipras geben und seinem Stimmvieh erklären, was möglich ist und was nicht. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob das Festhalten an den geförderten 10% eher als Naivität oder als Dreistigkeit gesehen werden muss...

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argumentumabsurdum 13.08.2015, 17:16
7. Eines haben die bisherigen Streiks jetzt schon gebracht

... Gerade Frauen mit kleinen Kindern werden es bei der Jobsuche in Zukunft noch etwas schwerer haben. Der Dank im Vorraus dafür gebührt vor allem Ver.die sturer Haltung.

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WhotDaFuq 13.08.2015, 17:20
8. Rückhalt in der Gesellschaft

Zitat von omop
der Rückhalt in der Gesellschaft schwindet schon jetzt rapide. Jeder sollte sich fragen ob man sein Kind von Leuten betreuen lassen möchte, die nicht das Kindeswohl,sondern egoistische Eigeninteressen in den Vordergrund stellen. Anstatt für mehr Personal zu demonstrieren, geht es wieder mal nur um die Kohle.
Zugegeben: hart formuliert kann man behaupten,
egoistische Eigeninteressen beginnen mit dem Kinderwunsch! Wozu sonst hat man Kinder als in irgendeiner Form für sich selbst? Um die Gesellschaft zu stützen? Das Überleben der Deutschen zu sichern, gar der gesamten Menscheit?

Um sie von 1 bis 6 Jahren von 07.00 morgens bis 18.00 Uhr abends mit 25 anderen einer unterbezahlten Fachkraft aufs Auge zu drücken und nebenbei noch erwarten das ein kleines Genie dabei rauskommt. Da ja allgemein bekannt ist, dass im frühen Kindesalter die Bausteine weiterer Entwicklung am massivsten gesetzt werden. Und die 'Kindergartentante' das ja spielend nebenher erledigen sollte. Und wehe wenn nicht. Dann taugt die nichts, und dafür auch noch mehr Geld?

Wenn für die Tätigkeiten des Erzieherberufs (und all der anderen Arbeitenden im Sozial- und Erziehungsdienst, die von Schreihälsen wie Ihnen regelmäßig in der Diskussion übergangen werden!) der Rückhalt in der Gesellschaft schwindet, dann ist diese Gesellschaft den Begriff nicht wert.

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WhotDaFuq 13.08.2015, 17:22
9. Rückhalt in der Gesellschaft

Zugegeben: hart formuliert kann man behaupten,
egoistische Eigeninteressen beginnen mit dem Kinderwunsch! Wozu sonst hat man Kinder als in irgendeiner Form für sich selbst? Um die Gesellschaft zu stützen? Das Überleben der Deutschen zu sichern, gar der gesamten Menscheit?

Um sie von 1 bis 6 Jahren von 07.00 morgens bis 18.00 Uhr abends mit 25 anderen einer unterbezahlten Fachkraft aufs Auge zu drücken und nebenbei noch erwarten das ein kleines Genie dabei rauskommt. Da ja allgemein bekannt ist, dass im frühen Kindesalter die Bausteine weiterer Entwicklung am massivsten gesetzt werden. Und die 'Kindergartentante' das ja spielend nebenher erledigen sollte. Und wehe wenn nicht. Dann taugt die nichts, und dafür auch noch mehr Geld?

Wenn für die Tätigkeiten des Erzieherberufs (und all der anderen Arbeitenden im Sozial- und Erziehungsdienst, die von Schreihälsen wie Ihnen regelmäßig in der Diskussion übergangen werden!) der Rückhalt in der Gesellschaft schwindet, dann ist diese Gesellschaft den Begriff nicht wert.

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