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Tarifverhandlungen: IG-Metall sechs Prozent mehr Geld und weniger Arbeit
DPA

"Kein Grund mehr für Zurückhaltung": Die Gewerkschaft IG Metall fordert sechs Prozent mehr Geld - und die 28-Stunden-Woche. Davon könnten fast vier Millionen Beschäftigte profitieren.

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tiefenrausch1968 10.10.2017, 12:40
1. Aufgewacht?

Die Gewerkschaft wacht ein bisschen auf, aber die Begrenzung auf 2 Jahre ist Quatsch. Es kann nur positiv sein, wenn die erwirtschafteten Gewinne nicht nur in den Chefetagen und bei den Anteilseignern kulminieren. Die technischen Fortschritte sollten sich endlich auch mal auf die Wochenarbeitszeit niederschlagen. Verringerung wäre der einfachste Weg zur Abschaffung der Arbeitslosigkeit. Aber dann könnten die Arbeitnehmer ja einen echten Hebel haben für Forderungen. Deshalb braucht der Kapitalismus die Arbeitslosen. Nur mit Hilfe dieser abgehängten Masse lassen sich Löhne drücken.

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hwdtrier 10.10.2017, 12:40
2. Schöne Forderung

Aber die die weiterarbeiten müssen das Arbeitspensum erhöhen denn die Arbeit nimmt ja nicht ab. Oder es gibt wieder mehr befristete Arbeitsverträge denn der Ersatzarbeitnehmer muss nach Rückkehr des Kurzarbeiters wieder gehen. Dazu die Frage ob fähige. Mitarbeiter Kurzzeitjobs wollen. Aber die sind ja nicht bei der IG und damit vernachlässigbar.

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bluebill 10.10.2017, 12:51
3. Höchste Zeit

Endlich scheint der lähmungsartige Zustand der letzten 12 Jahre überwunden. Die Arbeitnehmer dürfen wieder etwas wollen, statt nur duldsam und dankbar sein zu müssen. Die Zeiten, wo jeder froh sein musste, wenigstens einen schlechten Arbeitsplatz zu haben und nicht in Hartz IV zu stecken, sind wohl vorbei. Die Gewerkschaften haben Recht, es wird Zeit, selbstbewusst aufzutreten. Allerdings - ob sie auch etwas kriegen, steht dahin. Besonders große Arbeitgeber sind sehr findig, was das Herumlavieren um Tarife und Gesetze angeht. Da werden Tochtergesellschaften ausgegründet, die nicht mehr in die Tarifbindung fallen, dubiose Werksverträge abgeschlossen oder Leihsklaven angeheuert, die alle X Monate ausgetauscht werden. Immer gerade eben noch im Rahmen der Gesetze. Dass die sich nicht radikal ändern, dürfte bei einer schwarz-gelben Regierung wohl garantiert sein. Dafür wird die Arbeitgeber-Lobby schon sorgen.

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latrodectus67 10.10.2017, 12:53
4. Ausgezeichnet

Das ich das noch erleben darf, dass die Claqueure von Gerhard Schröders Agenda2010 sich für Gehaltssteigerungen für ihre Mitglieder aussprechen. Mal sehen was rauskommt.

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Forist2 10.10.2017, 12:56
5. Hätten sie besser 15% mehr Geld gefordert !

Dann würden sie vielleicht 6% mehr bekommen.
So viele Jahre, war die IGM nur noch handzahm, daher bin ich auch vor Jahren ausgetreten.
Wird Zeit, dass Deutschland wieder etwas roter wird.

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dancar 10.10.2017, 13:01
6. die Gewerkschaften verstehen es einfach nicht...

Die Gewerkschaften verstehen nach 50 und mehr Jahren die Zinzeszinsrechnung immer noch nicht; prozentuale Erhöhung bevorzugt die hohen Gehälter viel stärker als die niedrigen und lässt die Schere immer weiter auseinandergehen.
Die Erhöhung müsste für alle Tarifgruppen absolut gesehen GLEICH sein, nur dann würde sich die Schere nicht weiter öffnen.
Es gibt auch kein Argument dagegen, es sein denn man WILL diese Schere haben!
Die hohen Gehälter bekommen nämlich zusätzlich in der Regel eine höhere jährliche Gewinnausschüttung und eine höhere Persionszusage (ich spreche über IG Metall und deren Unternehmen).
Meine Briefe an die IG MEtall blieben unbeantwortet, somit scheint es auch deren Interesse zu sein, dass die Schere immer weiter auseinandergeht.
Wer selbst rechnen möchte: 3% über 20 Jahre bei € 2.000 Gehalt und bei € 5.000 Gehalt; die Abweichung nach 20 Jahren wird Euch erstaunen.

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labuday 10.10.2017, 13:15
7. würde ich sofort unterstützen - ABER

1. nur für Unternehmen, die auch die angeblichen Gewinne gemacht haben
2. wenn im Gegenzug bei schlechter Konjuktur und Verlsuten auch die Arbeitnehmer angemessen beteilgt werden
Mir ist auch klar, warum ein solches Modell nicht diskutiert wird bei den Gewerkschaften - Erfolg haben immer die Arbeitnehmer, Misserfolg nur die Manager/Unternehmen. DAS ist aber nicht wahr.
Auch die Bezahlung in Unternehmensanteilen/Aktien ist nicht diskutabel, denn dann wären auch die Arbeitnehmer am Misserfolg beteiligt.

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modemhamster 10.10.2017, 13:24
8. Angesichts des Exportwachstums

(siehe http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutschland-export-waechst-kraeftig-a-1172176.html) schon lange überfällig und immer noch zu zaghaft. Oder noch mit einem stabilen Sockel kombinieren, um den unteren Gehaltsgruppen einen Extra-Schluck zu genehmigen sowie einen signifikanten Abstand zu HIV zu schaffen.

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smartphone 10.10.2017, 13:24
9. Zu wenig Forderungen

Nicht nur die Gehaltforderung ist ein Witz ...denn die Tarifdauer geht dann weit über 12 Monate hinaus, deckt also bestenfalls die eh gefakte Inflationsrate. DIe Gewrkschaft müßte dringend mal zu Klunkers Zeiten rückdenken - angesichts der wahren Gewinnlage wären 10% jedes Jahr udn Rückwirkend ein komplettes Bruttojahregehalt ( natürlich nicht zu versteuern) nöltig um ansatzweis an die Kaufkraft von zB 1998 ranzukommen. Im weiteren muß eine Einstellqoute her, in welcher echte(!) Einstellungen von ü50 bezogen auf 40% ALLER(!) Einstellungen kommen muß ...... Denn es kann nicht angehen, daß ältere ( das fängt schon bei ü35 an kaum noch vernünftige Wechselbedingungen vorfinden .

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