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Tarifverhandlungen: IG-Metall sechs Prozent mehr Geld und weniger Arbeit
DPA

"Kein Grund mehr für Zurückhaltung": Die Gewerkschaft IG Metall fordert sechs Prozent mehr Geld - und die 28-Stunden-Woche. Davon könnten fast vier Millionen Beschäftigte profitieren.

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muellerthomas 10.10.2017, 13:25
10.

Zitat von dancar
Die Gewerkschaften verstehen nach 50 und mehr Jahren die Zinzeszinsrechnung immer noch nicht; prozentuale Erhöhung bevorzugt die hohen Gehälter viel stärker als die niedrigen und lässt die Schere immer weiter auseinandergehen. Die Erhöhung müsste für alle Tarifgruppen absolut gesehen GLEICH sein, nur dann würde sich die Schere nicht weiter öffnen. Es gibt auch kein Argument dagegen, es sein denn man WILL diese Schere haben! Die hohen Gehälter bekommen nämlich zusätzlich in der Regel eine höhere jährliche Gewinnausschüttung und eine höhere Persionszusage (ich spreche über IG Metall und deren Unternehmen). Meine Briefe an die IG MEtall blieben unbeantwortet, somit scheint es auch deren Interesse zu sein, dass die Schere immer weiter auseinandergeht. Wer selbst rechnen möchte: 3% über 20 Jahre bei € 2.000 Gehalt und bei € 5.000 Gehalt; die Abweichung nach 20 Jahren wird Euch erstaunen.
Es gibt üblicherweise eine Mindesterhöhung, so dass die unteren Tarifgruppen eine deutlich höhere Prozentuale Erhöhung erhalten.

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Rassek 10.10.2017, 13:25
11. Wie bei Vw???

Da geht die Veräpplung schon seit Jahren...
5 Prozent auf 2 Jahre. Im ersten 2.5 Prozent im 2. auch. Macht bei 1.6 % Inflationsrate und 1% Igm Beitrag Nullrunden seit Ewigkeiten.
Sich dann aber über schwache Binnennachfrage wundern.

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DHempelmann 10.10.2017, 13:27
12.

Zitat von dancar
Wer selbst rechnen möchte: 3% über 20 Jahre bei € 2.000 Gehalt und bei € 5.000 Gehalt; die Abweichung nach 20 Jahren wird Euch erstaunen.
Habe ich getan. Und? Keine Überraschungen.

In BEIDEN Fällen ergibt dies eine Änderung von ca. 80%.
Und nach wie vor hat auch nach 20 Jahren der mit dem höheren Gehalt 2,5 mal soviel, wie der andere.
Wieso sollte dieser Faktor nach 20 Jahren nicht mehr gerechtfertigt sein, wenn er es vorher war?

Ich weiß natürlich, worauf Sie hinauswollen. Aber was soll hier die Spitzfindigkeit mit irgendwelchen absoluten Beträgen. Sie würden doch beim Vergleich von Steuersätzen auch niemals Eurowerte heranziehen, oder?

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muellerthomas 10.10.2017, 13:29
13.

Zitat von Rassek
Da geht die Veräpplung schon seit Jahren... 5 Prozent auf 2 Jahre. Im ersten 2.5 Prozent im 2. auch. Macht bei 1.6 % Inflationsrate und 1% Igm Beitrag Nullrunden seit Ewigkeiten. Sich dann aber über schwache Binnennachfrage wundern.
Der IGM-Beitrag bleibt doch konstant bei 1%, den können Sie daher nicht einfach von der Erhöhung abziehen. Und wo haben Sie 5% auf zwei Jahre her?

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LPS333 10.10.2017, 13:39
14.

Im Frühjahr hat ein mir gut bekannter LKW-Fahrer erzählt er habe an einem Samstag 12 Stunden gearbeitet (also laden, ausliefern und das Fahrzeug wieder neu beladen) und hat dann am nächsten Montag von seinem Chef 72 Euro dafür bar auf die Hand bekommen. Also 6 Euro für jede Stunde!
Vielleicht sollten sich die Herren von den Gewerkschaften zuerst einmal um solche Lohngruppen kümmern ehe sie den Spitzenverdienern bei Porsche und Daimler noch mehr in die Lohntüte sorgen.

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Klaatu Barada Nikto 10.10.2017, 13:50
15. Ab wievielen

Bewerbern auf eine ausgeschriebene Stelle sprechen die Arbeitgeber und die Rechen-Genies vom VDI wohl vom irgendwie immer vorhandenen "Fachkräftemangel" und bei welchen Berufsgruppen besteht er wirklich? Bei Ingenieuren oder Pflegekräften? Anworten darauf in der Doku "Das Märchen vom Fachkräftemangel". Auch gut hierzu ist der Artikel im ManagerMagazin: http://m.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/a-1136647-2.html

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topsykrett 10.10.2017, 13:57
16. Erde an IGM

In meinem Job in der Elektro- u. Metallindustrie muss ich jährlich dafür kämpfen dass mein unbefristeter 35h Vertrag zumindest für ein weiteres Jahr auf 40h ausgedehnt wird, da ansonsten das Arbeitspensum nicht mal ansatzweise erledigt werden kann. Aufgrund Betriebsratszwängen dürfen nur einige Mitarbeiter zu 40h Verträgen upgraden, diese sind heiß umkämpft. Welche weltfremden Clowns kommen auf die Idee vor diesem Hintergrund die 28h Woche zu fordern?

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smartphone 10.10.2017, 14:06
17. @17 wg BewAnzahl

Also das schwankt , man spricht von Mangel wenn nur 100-270 Bewerbungen pro Stelle eingehen, wobei hier von > 80% Skilldeckung ausgegangen werden darf. Das Kernproblem aber ist ,daß man Leute sucht die sofort besser sind als die gechaste langjährige Fachkraft und max 33% derselben kosten darf. MIt sind Fälle bekannt, wo man einen sog Teamleiter eröffnete, das man im 8€ Tagessatz ânbietet ( sie lesen richtig ) im RheinMainGebiet....... Begründung In Indien zahlen wir auch nicht mehr.

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pieterbruegel 10.10.2017, 14:11
18. Na wenn einer..

Zitat von Rassek
Da geht die Veräpplung schon seit Jahren... 5 Prozent auf 2 Jahre. Im ersten 2.5 Prozent im 2. auch. Macht bei 1.6 % Inflationsrate und 1% Igm Beitrag Nullrunden seit Ewigkeiten. Sich dann aber über schwache Binnennachfrage wundern.
..die Binnennachfrage ankurbeln kann,dann ist es der "Facharbeiter"(meist am Fließband)aus der Automobilbranche mit deren überzogenen Löhnen.

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curiosus_ 10.10.2017, 14:32
19. Wieso?

Zitat von dancar
Wer selbst rechnen möchte: 3% über 20 Jahre bei € 2.000 Gehalt und bei € 5.000 Gehalt; die Abweichung nach 20 Jahren wird Euch erstaunen.
Beides mal gibt's nach 20 Jahren 80,6% mehr. Wo soll da eine Abweichung sein? Mal angenommen die Inflationsrate betrüge ebenso 3% pro Jahr, dann würden sich beide nach 20 Jahren genau so viel leisten können wie heute.

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