Forum: Wirtschaft
Tarifverhandlungen: IG-Metall sechs Prozent mehr Geld und weniger Arbeit
DPA

"Kein Grund mehr für Zurückhaltung": Die Gewerkschaft IG Metall fordert sechs Prozent mehr Geld - und die 28-Stunden-Woche. Davon könnten fast vier Millionen Beschäftigte profitieren.

Seite 6 von 6
yvowald@freenet.de 11.10.2017, 10:37
50. Besserverdienende in der Mehrheit

Zitat von dancar
Die Gewerkschaften verstehen nach 50 und mehr Jahren die Zinzeszinsrechnung immer noch nicht; prozentuale Erhöhung bevorzugt die hohen Gehälter viel stärker als die niedrigen und lässt die Schere immer weiter auseinandergehen. Die Erhöhung müsste für alle Tarifgruppen absolut gesehen GLEICH sein, nur dann würde sich die Schere nicht weiter öffnen. Es gibt auch kein Argument dagegen, es sein denn man WILL diese Schere haben! Die hohen Gehälter bekommen nämlich zusätzlich in der Regel eine höhere jährliche Gewinnausschüttung und eine höhere Persionszusage (ich spreche über IG Metall und deren Unternehmen). Meine Briefe an die IG MEtall blieben unbeantwortet, somit scheint es auch deren Interesse zu sein, dass die Schere immer weiter auseinandergeht. Wer selbst rechnen möchte: 3% über 20 Jahre bei € 2.000 Gehalt und bei € 5.000 Gehalt; die Abweichung nach 20 Jahren wird Euch erstaunen.
Genau mit diesem Argument stoße auch ich immer wieder auf gewerkschaftlichen Widerstand.
Die Gewerkschaftsfunktionärinnen und -funktionäre sind doch selbst Besserverdienende, die gar kein Interesse daran haben, daß ihre Bezüge in festen Beträgen (100 EURO monatlich mehr für alle) haben.
Ein höherer Gewerkschaftler sagte mir einmal, die Facharbeiterschaft wolle prozentuale Erhöhungen, und diese sei in den Großen Tarifkommissionen in der Mehrheit.
Im übrigen ist vielen Kleinverdienern der monatliche Gewerkschaftsbeitrag (1 Prozent des Bruttolohns) viel zu hoch. Schon deshalb ist die Facharbeiterschaft klar im Vorteil, denn jemanden, der 3.000 EURO monatlich einnimmt, kann davon lässig 30 EURO als Gewerkschaftsbeitrag abdrücken.
Von 1.000 EURO sind dies zwar nur 10 EURO, aber die an die Gewerkschaft zu zahlen, fällt Kleinverdienenden schwer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
aktiverbeobachter 11.10.2017, 11:34
51. aha

Zitat von yvowald@freenet.de
Genau mit diesem Argument stoße auch ich immer wieder auf gewerkschaftlichen Widerstand. Die Gewerkschaftsfunktionärinnen und -funktionäre sind doch selbst Besserverdienende, die gar kein Interesse daran haben, daß ihre Bezüge in festen Beträgen (100 EURO monatlich mehr für alle) haben. Ein höherer Gewerkschaftler sagte mir einmal, die Facharbeiterschaft wolle prozentuale Erhöhungen, und diese sei in den Großen Tarifkommissionen in der Mehrheit. Im übrigen ist vielen Kleinverdienern der monatliche Gewerkschaftsbeitrag (1 Prozent des Bruttolohns) viel zu hoch. Schon deshalb ist die Facharbeiterschaft klar im Vorteil, denn jemanden, der 3.000 EURO monatlich einnimmt, kann davon lässig 30 EURO als Gewerkschaftsbeitrag abdrücken. Von 1.000 EURO sind dies zwar nur 10 EURO, aber die an die Gewerkschaft zu zahlen, fällt Kleinverdienenden schwer.
aha. Und wer genau bekommt den in IG Metall gebundenen Unternehmen 1.000 Euro ??? Der niedrigste Lohn (wohlgemerkt Einstiegslohn ohne LZ, frw. Zulage oder Sonstige Zulage usw....) in EG 1 bei Vollzeit 40h sind bereits 2.577 Euro ? Was genau wollen Sie also nun mit fake News versuchen zu begründen ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karljosef 21.10.2017, 07:43
52. Jaja, jaja, Fachkräftemangel hört man immer wieder

Noch mal mein heißer Tip:

Mal die Arbeitsagentur bitten, auch die Fachkräfte zu vermitteln, die kein HartzIV beziehen!

Die Arbeitsagentur hat bundesweit eigene Stellen eingerichtet, las ich in einer sehr hübschen Anzeige im internet, die dabei hilft, den Fachkräftemangel zu beheben.

Kein Problem, dachte ich, da bewerbe ich mich doch einmal als ach so sehr gesuchter Dipl.-Ing. Maschinenbau!

Als Antwort kam:
Man suche nur HartzIV-Empfänger aus dem engem Umkreis der entsprechenden Filiale!

Ob die wohl noch nicht mitbekommen haben, dass es Fachkräfte gibt, die wegen zu hoher Altersvorsorge kein HatzIV bekommen?

Ergänzung:
Mein von mir angelegtes Profil in der Datenbank der Arbeitsagentur wurde ohne vorherige Information oder doegar Zustimmung von mir schlicht und einfach gelöscht.

Ich bin mir absolut sicher, dass ich hieraus resultierend mal wieder aus einer Statistik entfernt werden konnte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 6