Forum: Wirtschaft
"Tatort"-Faktencheck: Kungeln Naturschützer wirklich mit der Industrie?
ARD

Der Bremer "Tatort" kehrte das Schmutzige der sauberen Energien hervor: Naturschützer kungeln mit Ökostrom-Unternehmern, Offshore-Windanlagen töten massenhaft Vögel und Wale. Wie nah kam die Episode der Realität?

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günter1934 14.06.2015, 22:06
1. Dilemma

Das ist für viele Naturschützer natürlich auch eine Zwickmühle.
Einmal weg von dem angeblich schmutzigen Atom- und Kohlestrom, - auf der anderen Seite das Opfer von Naturräumen zum Bau von Windrädern in Naturschutzgebieten und genau so schlimm der Bau von Pumpspeicherkraftwerken in idyllischen Gebirgstälern.

Über solche Skrupel hilft natürlich eine Spende hinweg.

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meijoh 14.06.2015, 22:08
2. WKA töten und es ist den Firmen egal!

zu der Situation offshore kann ich nichts sagen. Ich selber kämpfe gegen WKA in Wäldern! Extremer Wahnsinn: unsere Wälder werden großflächig zerstört und 200 m hohe Industrieanlagen werden hier gebaut! Wahnsinn und es darf sich Öko nennen! In unserem Gebiet sind 12 (in Worten 12) rote Liste Arten von Fledermäusen nachgewiesen, z.T. laktierende Weibchen. Fledermäuse müssen gar nicht in die Rotoren fliegen. Ihr Tod ist viel schneller erreicht: Barotrauma nennen es die WK-Befürworten. Klingt so sauber! der Unterdruck der WKA zerfetzt den Fledermäusen die Lungen und tötet sie so! Und glaubt doch nicht, das 12 (zwölf) rote Liste Fledermausarten ein Grund wäre für die "Öko-Strom-Firmen", den Blut-Strom würde ich es gerne nenne, um nicht zu bauen. Sie kämpfen für ihre riesen Gewinne, garantiert durch Mutti!

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stefan7777 14.06.2015, 23:07
3. Schon bemerkenswert, die moderne Propaganda,

die Propaganda der öffentlich Rechtlichen ganz vorne dran. Erst wenn der Letzte Baum vertrocknet ist, wenn der letzte Tropfen Öl verbrannt wurde wenn die letzte Unze Uran gespalten ist, werdet Ihr merken, dass sie mit zweierlei Maß messen, euch belogen haben und dass man Dividenden nicht fressen kann. Erzählen werden Euch das wir, Eure Kinder, denn wir ernten die Früchte Eurer Ignoranz.

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DanceOfEternity 14.06.2015, 23:08
4. Was war den Machern wichtig?

Man, das war mit Abstand der langweiligste Tatort seit ewigen Zeiten. Von mir aus kann die ARD solche Filme an einem Mittwoch zeigen, aber bitte nicht unter dem Namen "Tatort"! Da ist doch der Faktencheck egal! Alles war doch von sonstwoher geholt. Konstruierte Morde am Schluss, die mit der eigentlichen Handlung auch mal so gar nichts zu tun hatten und ohne die die Aussage der Macher auch vorgetragen hätte werden können. Konstruierte Morde, damit das auch ein Tatort sein darf. Pseudo-Ermittlungen, die auch so gar nicht zum Ziel führten. Schwach, langweilig, schade!

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egoneiermann 14.06.2015, 23:11
5.

Zitat von meijoh
zu der Situation offshore kann ich nichts sagen. Ich selber kämpfe gegen WKA in Wäldern! Extremer Wahnsinn: unsere Wälder werden großflächig zerstört und 200 m hohe Industrieanlagen werden hier gebaut! Wahnsinn und es darf sich Öko nennen! In unserem Gebiet sind 12 (in Worten 12) rote Liste Arten von Fledermäusen nachgewiesen, z.T. laktierende Weibchen. Fledermäuse müssen gar nicht in die Rotoren fliegen. Ihr Tod ist viel schneller erreicht: Barotrauma nennen es die WK-Befürworten. Klingt so sauber! der Unterdruck der WKA zerfetzt den Fledermäusen die Lungen und tötet sie so! Und glaubt doch nicht, das 12 (zwölf) rote Liste Fledermausarten ein Grund wäre für die "Öko-Strom-Firmen", den Blut-Strom würde ich es gerne nenne, um nicht zu bauen. Sie kämpfen für ihre riesen Gewinne, garantiert durch Mutti!
Auch durch das wiederholte Wahnsinn wird es nicht richtiger. Jede Baumaßnahme bewirkt einen Eingriff in Ökosysteme. Wenn man daher jede verbieten wollte, die negative Auswirkungen hat, dann dürfte man nichts mehr bauen. Daher ist es eine Abwägungsache, ob lokale Fledermäuse wichtiger sind oder dann doch globale Auswirkungen. Wir müssen und auch immer klar werden auch die Natur zerstört laufen Lebensräume und erschafft gleichzeitig neue.

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Alfred +1 14.06.2015, 23:12
6. Der

Die SPON-Redaktion vergällt mit seit geraumer Zeit den sonntäglichen Fernsehabend! Das beginnt mit der Vorabkritik am Freitag und endet mit eben diesem Faktencheck. Der Tatort ist ein Kriminalfilm, der wie jeder andere Film auch die Wirklichkeit niemals nie 1:1 abbilden kann und wird. Dazu kommen die nachgereichten twitter-Kommentare. Der "Tatort" ist kein Dokumentarfilm! Also überlasst bitte dem Zuschauer den Sonntagabend einfach mal unkommentiert. Da gibt es wirklich andere Themen für SPON!

Danke!!!

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Shismar 14.06.2015, 23:16
7. Bedauerlich aber leider

will unsere Gesellschaft Energie. Und zwar ganz viel und ganz billig. Dazu gehören wir fast alle, zumindest jedenfalls die, die hier mittels elektronischer Medien ihre Meinung äußern.

Windkraftanlagen, wie auch die anderen alternativen Energiequellen, schneiden in der Gesamtbilanz noch richtig gut ab. Wenn man die Folgen der Energiegewinnung aus Kohle, Öl und Uran untersucht, findet man ganz schnell heraus, dass dabei nicht nur unermessliche Umweltschäden verursacht werden, sondern auch Menschen gravierend geschädigt werden.

Es geht bei der ganzen ökologischen Idee vor allem darum als Mensch besser zu leben. Windkraftanlagen sind nicht perfekt. Sie sind aber um Größenordnungen verträglicher als konventionelle Energieerzeugung. Die Folgeabwägungen finden ihren Ausdruck auch in den "Deals" die Umweltverbände eingehen. Ausgleich für Schäden ist dabei ein gängiges Prinzip. Wie gesagt, nicht perfekt aber besser als der alte Dreck.

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Tiberias 14.06.2015, 23:18
8. Wirklich super...

...umweltschonend und ökologisch sinnvoll ist nur Atomenergie. Das kann man in den Modellregionen Tschernobil und Fukushima ganz klar beobachten. Die Natur kehrt zurück, wo der Mensch keine Überlebenschance mehr hat. Wind und Sonnenenergie sind des Teufels. Die armen Vögel, die von den Windrädern geschreddert werden! Das sind ja fast so viele, wie jährlich über Sizilien von Feinschmeckern abgeschossen werden. Hoch lebe die mediale Manipulation!

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MatthiasM 14.06.2015, 23:27
9. „Kungeln Naturschützer wirklich mit der Industrie?“

Das ist selbstverständlich ungerecht. Viel lieber und öfter kungeln sie natürlich mit der öffentlichen Hand. Das ist auf lange Sicht viel gewinnbringender und sichert auch viele gesellschaftlich wichtige Arbeitsplätze.

Gut, an dieser Stelle doch ein Lob für den Tatort: seine Zeichnung der Lebensrealität der grünen Bourgeoisie war immerhin stimmig.

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