Forum: Wirtschaft
Tee trinken in Deutschland: Schwer gebeutelt
Getty Images

Für Kaffeeliebhaber herrschen in Deutschland inzwischen paradiesische Zustände. Dumm nur, wenn man passionierter Teetrinker ist. Denn die haben hierzulande in der Gastronomie nichts zu lachen.

Seite 1 von 21
spiegellazer 18.11.2015, 07:59
1. Easy

Einfach abwarten bis die Hipster das Teetrinken für sich entdecken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Big Duke 18.11.2015, 08:00
2.

Leider kann ich dieses Phänomen nur bestätigen. Liegt wahrscheinlich an der hohen Anzahl an ungelerntem Personal. In Hotels erlebe ich auch regelmäßig dass meine Tischkollegen den Kaffee serviert bekommen und ich mich zum Buffet bequemen muß. Ich meine, den Rotwein hole ich ja auch nicht selbst aus dem Keller des Restaurants...
Mit Kaffee ist es wohl ebenso, sagt zumindest ein Freund der Coffeeologe ist und der sollte es wissen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-1245711913406 18.11.2015, 08:03
3. Kann ich nur Recht geben

Ich lebe zwar nicht in Deutschland sondern in Asien, aber das gleiche Trauerspiel. Ich bin beruflich viel in Hotels, oft der gehobeneren Klasse, in denen in der Lobby 18 verschiedene Kaffeesorten kredenzt werden. Fragt man nach einem Tee, bekommt man eine Kanne mit Lipton! Fuer 12 Dollar!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lorenz.winter92 18.11.2015, 08:03
4. Der Tee, das unbekannte Wesen

Als Teetrinker hat man es hierzulande wirklich nicht leicht. Schon eine Teezubereitung jenseits des Teebeutels ist bei (sehr optimistisch geschätzt) 90 % der Bevölkerung unbekannt. Vor allem das entweder viel zu heiße oder viel zu kalte Wasser macht einem Tee den Garaus. Manche meinen, wenn man einen Teebeutel 10 sek in das siedend heiße Wasser hält, sei er schon durchgezogen. Andere lassen den Teebeutel 10 min im Wasser hängen, wie soll ein solcher Tee schmecken? Das ist wie angebranntes Fleisch. Einen Tee im Teesieb bekommt man hierzulande schon gar nicht angeboten. - Ein schöner Artikel, der mir gemundet hat wie ein Kusmi.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
e-dirk 18.11.2015, 08:06
5. e-dirk

Ich sag nur England!

Das einzige Land in Europa, wo man auch in der allerletzten Ecke der Provinz guten Tee bekommt.

Dirk

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gilfried 18.11.2015, 08:09
6. Wie wahr

Mit dem ungefragt erhaltenen Earl Grey im lauwarmen To-Go-Becher sitze ich etwas enttäuscht im RegionalExpress. Der örtliche Kettenbäcker hat gewonnen, hatte keine Zeit zu reklamieren da mein Zug bereits am Gleis stand. Wie tröstend diesen Artikel zu lesen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
leseratte59 18.11.2015, 08:10
7. Schwarztee to go

Wer im Bahnhof einen "Schwarztee to go" bestellt, darf sich über die Plörre nicht wundern. In einer Bahnhofskneipe darf ein Weinkenner ja auch keinen Grand Cru erwarten.

Ich kenne hingegen jede Menge Cafes (normale Preisklasse), in denen neben den üblichen Teebeutelwässerchen auch echter Tee verschiedenster Art in guter Machart (überbrüht in der Teekann mit Teesieb) angeboten wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
greyhawk 18.11.2015, 08:10
8. Simpel

Die Lösung ist, auswärts einfach Pfefferminz zu bestellen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
efohy 18.11.2015, 08:12
9. Ins Schwarze getroffen

Die Einschätzung des Autors kann ich nur bestätigen, in der Gastronomie ist Deutschland weitgehend Tee-Diaspora.
Verwunderlich eigentlich, denn schon in den 80ern, als bei den deutschen Kaffeetrinkern noch die "Dröhnung" der Gold-Standard war, gab es gut sortierte Teeläden mit dutzenden verschiedenen Sorten von Schwarztee, nicht perfümiert/aromatisiert wohlgemerkt. Und natürlich eine mindestens so große Auswahl an aromatisierten und Früchtetees.
Vielleicht ist es wirklich so, dass die Zubereitung eines guten Schwarztees zuviel Aufmerksamkeit erfordert. Zumindest im Vergleich zum normalen Filterkaffee.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 21