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Tegel-Votum: Vollbremse für die Stadtentwicklung
DPA

Die Tegel-Freunde unter den Berlinern haben sich durchgesetzt. Dass der Flughafen in Betrieb bleibt, ist dennoch denkbar unwahrscheinlich. Nicht nur deshalb ist das Votum verheerend für die ganze Stadt.

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meisteryupa 25.09.2017, 07:43
1. Das hat die Politik nun davon

Wenn sie zwar "tolle" Großprojekte plant, aber zu unfähig ist, sie ordentlich und schnell (und billig) umzusetzen, ist es doch kein Wunder, wenn die Bevölkerung lieber an dem Althergebrachten fest hält.

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desmoulins 25.09.2017, 07:45
2. Gut geschrieben...

...nur muss noch nachgeschoben werden, dass es gerade die FDP, der es sonst immer um "Rechtssicherheit" und "den Schutz des Privateigentums" geht, hier allein um mit populistischen Kräften mithalten zu können, Propaganda gemacht hat. Keine Glanzestat!

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zora81 25.09.2017, 07:58
3. Pro Tegel

Habe auch dafür gestimmt, dass Tegel offen bleibt. Die Milliarde kriegen wir auch noch irgendwo her. Beim Hauptstadtflughafen in spe scheint das ja auch möglich. Das Wohnraumargument...mhm. Es gibt immer noch viele leerstehende Häuser, überall. Das Umland ist auch noch da. Und dann muss man halt mehr Milieuschutzgebiete ausrufen. Auch die Genossenschaften sind im Goldrausch und verkaufen fleißig Großprojekte, die dann in Eigentum umgewandelt werden.

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mbak19 25.09.2017, 08:00
4. Nicht verwunderlich..

Es ist nicht verwunderlich, das Tegel gewollt ist. Der neue Flughafen ist bei seiner Eröffnung schon zu klein, er kostet unmengen an Geld und keiner weiß, ob Alles dort dann funktioniert.
Eine Stadt wie Berlin braucht eigentlich keine zwei Flughäfen, aber wenigstens einen ausreichend großen, der funktioniert.

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baumisms 25.09.2017, 08:03
5. Das EINZIGE Argument in diesem Artikel, das man gelten lassen kann,

ist das mit den Schwierigkeiten bei den Flugrouten.
Die anderen "Argumente", wie entgangene Arbeitsplätze, zusätzliche Wohnungen etc. sind an den Haaren herbeigezogen.
Sind die Wohnungen dieses Jahr etwa um 10% teurer geworden, WEIL Tegel noch nicht geschlossen wurde? Hätte man nicht schon seit JAHREN Wohnungen bauen können, wenn man gewollt hätte?
Gibt es in und um Berlin nicht hektarweise Brachland, das man bebauen könnte, mit Betrieben, Wohnungen usw.?
Steht denn die Eröffnung von BER wirklich so knapp bevor, dass man die (ohnehin schon ungültige) Rechtslage nicht noch ausreichend verhandeln könnte?
Und was sollen "Prognosen" über 24.000 Arbeitsplätze über 20 Jahre?? Das liegt weit UNTER der statistisch überhaupt bemerkbaren Schwankkungsbreite!
Mir als Nicht-Berliner kann es ja prinzipiell egal sein, wo der zukünftige Flughafen der Stadt liegt. Aber derartig tendenziöse "Berichterstattung" scheint mir verwerflich.

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proratio 25.09.2017, 08:11
6. Kurzsichtig

So ist das, wenn man das Volk befragt. Die Egoisten gewinnen, das Gemeinwohl verliert. Hauptsache, ich habe eine günstige Wohnung und komme bequem zum Flughafen, was interessieren mich die anderen? Die lärmgeplagten Berliner in der Einflugschneise oder die, die dringend auf mehr Wohnraum warten?

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thiak 25.09.2017, 08:17
7. ...denn sie wissen nicht, was sie tun

klar, hat Tegel einen gewissen Charme...ich brauche nur 10 min dahin und die Abfertigung geht, dank geringer Größe, immer schnell....ABER
Wieso sollte man sich auf ein Milliardengrab verlassen, wenn man auch zwei haben kann. Die Probleme in Tegel werden eher schlimmer, als die in Schönefeld. Das heisst, es kommen Unsummen auf Berlin zu. Ich bin nicht bereit, meine Steuergelder nun auch noch dort versenkt zu sehen.
Ich finde, jeder, der TXL unbedingt will, soll seine anteiligen 10000,- einzahlen.
Im Gegenzug erkläre ich mich auch bereit, ausschliesslich über BER zu fliegen.
Als sinnvolle Alternative würde ich eine Hochgeschwindigkeitsverbindung (Hyperloop Referenzstrecke?) von Berlin nach Leipzig ansehen, dann wären zwei Flughäfen in Reichweite.

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laermgegner 25.09.2017, 08:17
8. Was soll das ? Hat sich schon mal jemand an Gesetze gehalten ?

Oh, das dumme Volk und da die großartige Politik, die von der Presse auf dem Silbertablet getragen wird ! Niemand hat sich an Vorgaben und Festlegungen in Sachen Flugverkehr in Deutschland gehalten - niemand ! In Brandenburg wurde sogar die Bauordnung geändert, damit die Baugenehmigungen für den BER nicht verfallen ( müssen ). Auch der Planfeststellungsbeschluß für den BER wurde schon mehrfach verändert, für den Flughafen natürlich !
Die Politik hat den falschen Standort BER festgelegt, die Politik hat die falsche Entscheidung getroffen in Berlin Brandenburg nur einen Singelairport zuzulassen, die Politik hat die falsche Entscheidung getroffen keinen GU zu beauftragen und die Politik und die Presse tut so, als ob TXL nur ein innerstädtischer Flughafen ist.
Diese Argumente hat der dumme Wähler - und zwar nur der Berliner - abwägen dürfen. Und die Presse schickt sich an, wieder den Oberlehrer spielen zu dürfen. Schäbig

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joey55 25.09.2017, 08:23
9.

Die Argumente des Journalisten sind längst bekannt und in vielen Fällen widerlegt. Ginge es darum schnell Berlin zu entwickeln, hätte man die angedachten Projekte längst in THF umgesetzt.

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