Forum: Wirtschaft
Telefonmarketing eines Schwerverbrechers: Vom Menschenhändler zum Stromverkäufer
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Türkische Callcenter verkaufen im großen Stil Verträge von Eon, Vattenfall und RWE an deutsche Kunden. Die Methoden der Drücker sind zweifelhaft - und der Chef ist ein Ex-Rotlichtpate, der noch Jahre im Gefängnis sitzen muss.

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Grammatikfreund 22.10.2017, 15:30
10. Unverständlich

ich verstehe nicht, warum es noch immer Menschen gibt, die auf solche Verbrecher reinfallen. Offenbar ist die Geiz-ist-geil-Mentalität stärker als der Verstand. Dabei müsste doch jedem klar sein, dass einem von Telefonverkäufern niemals etwas Lohnendes angeboten wird. Ich mache es so: wenn bei einem Anruf eine Nummer erscheint, die nicht in meinem Telefonbuch ist, sagte ich nur "Ja?". Auf die folgende Frage: "Spreche ich mit (mein Name)?", antworte ich: "Der wohnt hier nicht mehr." Daraufhin legt der Mensch vom Callcenter auf.

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mkaemmer 22.10.2017, 15:35
11. Auflegen

Wenn endlich mal jeder das Telefon auflegen würde wenn irgendein Anrufer was andrehen will. Aber neee...könnte ja ein Schnäppchen sein. Selbst Schuld.

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rauschgiftengel 22.10.2017, 15:44
12. Für...

... unlautere bis kriminelle Callcenter-Praktiken, ob ggü. Kunden oder Mitarbeitern, muss man nicht mal in die Türkei schauen. Was meine Partnerin bei einem großen dt. Callcenter, das sich momentan rühmt “Top-Arbeitgeber 2017“ zu sein, so alles erlebte... allein mit den bewussten und vertuschten Verstöße gegen das Arbeitsrecht oder den Datenschutz, die Kundenverarsche oder auch Betrug am Auftraggeber, in Form von in Rechnung gestellten aber nie stattgefundenen Weiterbildungen der Agenten. Man hätte damit Ordner füllen können. Leider war dee verständliche Wunsch eher, so schnell wie möglich da wegzukommen, statt dagegen rechtlich vorzugehen.

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inmyopinion61 22.10.2017, 15:50
13. Wie der Herr so das Gescherr.

Wenn die deutschen Stromriesen sich wissentlich solcher Makler bedienen sagt das alles. Die Verbraucher insbesondere im Osten werden abgezockt und Kriminelle verdienen sich eine goldene Nase. Vielen Dank E. On & Konsorten.

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Nachtheinigte 22.10.2017, 15:51
14. vom Menschenhändler zum Stromverkäufer

Den drei Autoren ist zu danken für Ihre ausgezeichnete Recherche!
Solchen dubiosen Machenschaften muss ein Ende gemacht werden.
Herzlichen Dank .

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opinio... 22.10.2017, 15:51
15. Privatisierung

machte den straßenräuberischen Wettbewerb erst möglich. Tankstellen, Telekom, Gaswasserstrom, Riesterrente, Banken - Geld machen die Lumpen.

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sir wilfried 22.10.2017, 15:54
16. Was hat sich der Gesetzgeber gedacht?

Was hat sich der Gesetzgeber dabei gedacht, daß telefonisch verbindliche Verträge geschlossen werden können? An drei Fingern war auszurechnen, daß dies zu massenhaftem Mißbrauch einlädt.
Hatte vielleicht die Rechtsanwaltskammer ihre Hände im Spiel?

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roflxd 22.10.2017, 15:55
17.

"Kaum war der Junge auf der Welt, gewährte ein Gericht Baran sechs Tage Hafturlaub, damit er seinen Sohn sehen konnte. Am dritten Tag floh der Zuhälterkönig in die Türkei."

Der Schwervebrecher und Frauen-Folterer bekommt einen mehrtägigen Hafturlaub, um seinen Sohn zu sehen. Ist das nicht reizend? Im Ernst: Naiver geht's nicht mehr. Was ist das für ein Gericht?

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tanriverdi 22.10.2017, 15:59
18. Ich muß mich doch sehr wundern

Da ist also der böse Türke („stiernackig, tätowiert, außerordentlich gewalttätig, furchterregend, einschüchternd, brutal, schlägt Frauen die Gesichter grün und blau“) und seine bösen türkischen Call-Center Mitarbeiter („täuschen, lügen, beleidigen, bedrängen und verhöhnen“) die aus „Istanbul“ oder „Ankara“ anrufen. Und auf der anderen Seite sind die armen deutschen Opfer (Bernd F., Wolfgang M.). Also eine solche einseitige und ja, in meinen Augen, volksverhetzende Berichterstattung verschlägt einem zunächst mal die Sprache. Ich komme mir vor, als wäre ich in einem AfD Forum gelandet, wo man Ängste gegen die bösen Ausländer schürt. Wenn es sich bei der Hauptperson um einen Deutsch-Türken aus Mannheim handelt, könnte man übrigens auch schreiben: „der 46-jährige Deutsche B. aus Mannheim“ oder der „46-jährige Mannheimer“ Ich vermag nicht nachzuvollziehen, welche Bedeutung die türkische Herkunft der Beteiligten hat und inwiefern man das erwähnen muß. Ich darf sie an die Richtlinie 12.1 des deutschen Presserats erinnern: „In der Berichterstattung über Straftaten ist darauf zu achten, dass die Erwähnung der Zugehörigkeit der (…) Täter zu ethnischen, religiösen oder anderen Minderheiten nicht zu einer diskriminierenden Verallgemeinerung individuellen Fehlverhaltens führt. Die Zugehörigkeit soll in der Regel nicht erwähnt werden (...). Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte.“

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stingray266 22.10.2017, 16:02
19. Selbst schuld?

Das passt sehr gut zum ach so einfachen Anbieterwechsel und die dummen Trottel, welche überhöhte Gebühren zahlen sind mit schuld, weil sie nicht wechseln. Davon mal abgesehen, dass von örtlichen Versorgern auch Arbeitsplätze abhängen. Erst das billigste Angebot suchen und dann keinen Ausbildungsplatz für die Kinder finden. Geiz ist wahrlich nicht immer geil!

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