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Teslas Fabrikpläne in Brandenburg: Es wird ungemütlich für die deutsche Autoindustrie
Jörg Carstensen / DPA

Mit seinen Plänen für eine Gigafactory nahe Berlin dringt Tesla-Chef Elon Musk ins Herz der deutschen Autoindustrie vor. Damit steigt der Druck auf BMW und Co., sich von Grund auf zu erneuern.

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FrankZimmermann 13.11.2019, 16:56
20.

Zitat von Sensør
Wenn Tesla in Deutschland Autos baut, ist dies ein neuer Teil der deutschen Automobilindustrie. Das VW. Audi, Mercedes und Porsche uns mit getürkten Dreckskisten veräppeln wollten, während dessen die Zukunft verschnarchen und nun (hoffentlich) daran zu Grunde gehen, geschieht diesen Firmen wirklich recht.
Lustigerweise sehe ich es eher so, dass aktuell der VW-Konzern das E-Auto der Zukunft hat. Klein und 250 Km Reichweite für um die 20.000€. Ein großes Auto mit teuren Akkus vollzustopfen, um damit Reichweiten von 500 Km und drüber zu erreichen, sehe ich nicht unbedingt als sinnvoll an. Da könnte auf Dauer eher Wasserstoff oder E-Fuel zum Einsatz kommen. Wenn mein Kompakt-Diesel in 3-4 Jahren den Geist aufgibt, wird es definitiv eher ein Up, Citigo oder Mii sein als ein Tesla.

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testuser2 13.11.2019, 16:56
21. Merkel hat jahrzehntelang blockiert

Tesla dringt ins Herz von Merkels Autoindustrie vor. Schließlich war sie es, die als Kanzlerin jahrzehntelang ihre schützende Hand mit politischen Mitteln vor die Verbrennertechnologie gehalten hat und die wie bei so vielen Dingen eine wenig weitsichtige Richtung verordnet hat. Helfershelfer hatte sie genug.

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marckremer73 13.11.2019, 16:56
22. Bullshit

Solange bei der Produktion eines Teslas CO2 für ca. 150TKM ausgestoßen werden, ist ein Tesla im Vergleich zu einem neuen Diesel für die meisten Fahrer eine Drecksschleuder. Und die, die mehr fahren dürften Probleme mit der Reichweite haben...

Des Weiteren kommt noch der aktuelle Energiemix hinzu, der nur zu ca. 50% aus CO2-neutraler Energie (Strom) besteht.

Die Vernetzung und Assistenzsysteme sind allerdings vorbildlich.

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mimas101 13.11.2019, 16:56
23. Hmm Tja

Ungemütlich? Eigentlich nur beim Preis und die schmälere Datenerhebungsneueinnahmequelle, die der Fahrer zwangsweise mitzuliefern hat.

So dolle ist das eAuto der Amis nicht mal: Lockere Schrauben, schief eingeklebte Fenster, klapperndes Blech und knarzende Billigplaste en masse im Inneren...
Wenn der Fahrer in das arg spärliche Ami-Auto reingeklettert ist darf er sich dann an einem Touchscreen in der Mitte des Armaturenbretts erfreuen und sich durch reichlich Menüs hangeln... Das ist dann gut wenn man z.B. mal nach links abbiegen muß, aber billiger für die Amis weil man einfach nur den Tatschmichan-Schirm für Rechtsverkehr leicht drehen muß ;)
Und da wäre noch die Sache mit den Ladesäulen, Tesla darf nur an Tesla Strom tanken. Das ist auch gleichzeitig gut Stromanbieterwettbewerbe erst garnicht aufkommen zu lassen.

Und da gibt es lt. heise noch mehr Ungemach: Das OS des Bordcomputers, der alles steuert, vermüllt die EEprom-Speicher chronisch mit sinnlosen Log-Dateien. Wenn der Speicher zu voll ist geht nix mehr mit Autofahren, dann muß die gesamte Elektronik für mehrere Tausend Mark ausgetauscht werden.
Grund: Den Amis ist das periodische Leeren des RAMs bzw. die Verhinderung des Zumüllens des Speichers mit LOGs zu teuer und hat demnach auch keinerlei Prioritäten... - Gehässige würden sagen: Das ist die Aufforderung sich ein neues eAmi-Auto zu kaufen und den Gebrauchtwagenhandel auch gleich trocken zu legen..

Also muß die deutsche Kfz-Industrie nur mal preiswerter und besser sein und schon wird das Ami-Auto, man kennt es ja schon von den Benzinern her, ein Ladenhüter sein und bleiben. Stellt sich nur die Frage was mit den dann leeren Fabrikhallen vor den Toren Berlins passieren wird.

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53er 13.11.2019, 16:56
24. Ziemlich steile These,

die der Autor da aufstellt. Schon mal nachgerechnet, wieviel Prozent der Bevölkerung sich auch nur den minimalsten Tesla leisten können?
Die allermeisten sind ja nicht so gut versorgt, wie ein Geschichtenschreiber bei SPON (alias Bertelsmann). Von daher ist der Umsatzzuwachs für Tesla ziemlich fragwürdig und so warm müssen sich die deutschen Autohersteller nicht anziehen, jedenfalls dann nicht, wenn sie außer Elektro noch ein anderes Antriebssystem im Angebot haben.

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supergrobi123 13.11.2019, 16:56
25. Abwarten

Tesla baut zweifelsohne spannende Fahrzeuge, die nicht zu Unrecht einige Fans haben. Aber man darf auch eines nicht au den Augen verlieren: Tesla war bisher quasi Monopolist! Völlig konkurrenzlos konnte man seine E-Schlitten an den Mann bringen. Und trotzdem schrieb man Milliarden-Verluste.
Die Konkurrenz, die gemütlich abwartete, bis E-Mobilität langsam marktreif wurde, kommt nun langsam aus den Startlöchern. Ob die Klientel, die einen Tesla S kauft, nun wirklich geschlossen den Porsche Taycan verschmäht? Oder jene, die sich krummlegten, um ein Model 3 zu bekommen, nicht dich lieber zum VW ID oder zum E-Golf tendieren werden?
Und was passiert, wenn die Regierung ernstmacht und hunderttausende Ladesäulen baut, die Teslas Ladenetzwerk als Argumnent vernichten?
Ich glaube, es wird in naher Zukunft spürbar ungemütlicher für Tesla.
Dass die deutschen Autobauer, die regelmäßig fette Gewinne erwirtschaften, angeblich ahnungslos seien, während Millardenverbrenner Tesla alles besser macht, ist eine etwas wirre Einschätzung der Sachlage.

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echtermünchner 13.11.2019, 16:57
26.

Die Amerikaner geben die Richtung vor, es ist das amerikanische Jahrhundert. Deutschland muss Gas geben, das Land der Autos und Maschinen, wenn es nicht die letzte Bastion verlieren will. Konrad Zuse hat den ersten modernen Computer entwickelt, aber Firmen wie Apple, Google, Microsoft sind keine Deutschen Unternehmen oder zumindest nicht in deutscher Hand.

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Bernd Hofstetter 13.11.2019, 16:58
27. Langsam reicht

Ich kann diese einseitige Glorifizierung Teslas einerseits und die permanente Herabwürdigung der deutschen Autoindustrie langsam wirklich nicht mehr hören. Tesla macht Milliardenverluste und ist nur top im großspurigen Ankündigen von Gigantomanismen. Schaut man auf die Realität, dann sieht es leider schon viel nüchterner aus. Mich würde auch interessieren, warum hier besonders andauernd auf BMW herumgeritten wird. BMW war nicht in den Dieselskandal verwickelt, es wurde nie illegale Abschaltsoftware gefunden, aber dennoch wird hier permanente Sippenhaft betrieben. Und angesichts der massiven Investitionen in Elektro- und Wasserstoffantriebe von VW, Daimler und BMW immer noch zu unterstellen, die bösen deutschen Autobauer hätten die Zukunft verschlafen, ist schlichtweg unverschämt. Die deutschen Autobauer investierten in 2019 Milliarden in neue E-Modelle, in Autonomes Fahren und mobile Vernetzung. Alles, was Tesla in dieser Zeit getan hat, war, einen Tesla ins All zu schießen und die schwerst holprige Massenproduktion halbwegs in Gang zu bekommen. Von Innovation ansonsten keine Spur. Und dass gerade Genie Musk sich deutsche Autoingenieure holen muss, zeigt doch, dass diese nicht ganz doof sein können. Aber Musk ist für SPON einfach der Messias und alle anderen sind der Teufel. Mal sehen, wie lange noch BMW-Bannerwerbung auf dieser Seite den halben Bildschirm ausfüllen wird. Hat Tesla bereits Verhandlungen mit dem Marketing von spiegel.de aufgenommen?

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oppag 13.11.2019, 16:58
28. selbst schuld.....

...die deutsche Autoindustrie. wenn man nach Ausreden in der diesel-affaire sucht und die Innovation und Investitionen in die Zukunft drüber vernachlässigt. ich höre sie jetzt schon wieder nach staatlicher Unterstützung schreien!

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hsoe 13.11.2019, 16:59
29.

Zitat von fehleinschätzung
Tesla müsste erst dies oder erst das, ist in 3 Monaten pleite... bla, bla, bla. Teslla hat Produkte die sich wie geschnitten Brot verkaufen lassen
Nö. Hat Tesla nicht. Sonst würden die nämlich Geld verdienen und nicht jedes Jahr aufs neue ein paar Milliarden draufzahlen. Ford hat mit der F-Serie ein Produkt "dass sich wie geschnitten Brot verkauft" und VW hat mit Golf und Passat sowas. Tesla ist die Definition von "Nische". Zudem extrem gefährdet. Wenn BMW, Mercedes und VW Ernst machen ist Tesla in sechs Monaten weg vom Fenster.

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