Forum: Wirtschaft
Teurer Ausstieg: Atom-Bosse rebellieren gegen Merkel

Klagen, Brandbriefe, Gastbeiträge: Mit allen Mitteln kämpfen Deutschlands vier große Energieversorger gegen die Atompolitik der Regierung. Nach RWE und Vattenfall*droht auch EnBW damit, vor Gericht zu ziehen. E.on-Chef Teyssen fordert in einem Gastbeitrag Schadenersatz für den Ausstieg.

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henrypimpernell 08.06.2011, 13:05
1. warum die Aufregung?

Warum die Aufregung? Ausstiegsklause hin oder her: eine kommende Bundesregierung wird den Atomausstieg sowieso wieder kippen, und dann vielleicht wieder zurücknehmen und wieder kippen... Je nachdem, welche Lobby gerade das Sagen hat.
Frau Merkel, der alte Wendehals, hat unter dem Druck der Atomlobby den Atomausstieg rückgängig gemacht, jetzt hat sie sich dem Druck der Bevölkerung gebeugt. Spätestens wenn Strom unbezahlbar geworden ist, wird sich ihr Nachfolger wieder bei der Atomlobby anbiedern.
So funktioniert Politik in Europa doch schon seit Jahren. Es ist immer das gleiche Geschacher, nur die Gesichter ändern sich.

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Hank_Chinaski 08.06.2011, 13:18
2. Titel zu verkaufen, die FDP und Sepp Blatter sind von diesem Angebot ausgenommen!

wie wärs, wenn die KKW-Betreiber die kosten für die "Endlagerung" in Zukunft selbst übernehmen?

Vielleicht wäre es besser die klappe zu halten und sich zu überlegen womit man in 20 Jahren Geld verdienen will. Wenn RWE, ENBW und Co so weitermachen sind sie nämlich bald überflüssig

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ddkddk 08.06.2011, 13:32
3. Klagen wegen Laufzeiten könnten verhindert werden

wenn man für den Betrieb der Meiler unerlässliche, gleichwohl unerfüllbare Bedingungen setzt.

Man bräuchte nur zu verlangen, dass ein Meiler ausreichend versichert ist, was juristisch kaum anfechtbar, allerdings nicht finanzierbar ist. Die Frist für die Erfüllung dieser Auflage könnte je kürzer gefasst werden, je älter der Meiler ist.

Die Klagen gegen die Brennelementesteuer müssen in Kauf genommen werden.

Es ist in Deutschland eben üblich, dass wegen einer neuen Steuer oder auch nur einer neuen Steuervorschrift durch alle Instanzen bis zum Bundesverfassungsgericht prozessiert wird.

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timewalk 08.06.2011, 13:35
4. Billiger und 100% Erneuerbarer Strom geht auch

Zitat von sysop
Klagen, Brandbriefe, Gastbeiträge: Mit allen Mitteln kämpfen Deutschlands vier große Energieversorger gegen die Atompolitik der Regierung. Nach RWE und Vattenfall*droht auch EnBW damit, vor Gericht zu ziehen. E.on-Chef Teyssen fordert in einem Gastbeitrag Schadenersatz für den Ausstieg.
Rangliste entlarvt Europas Klimasünder
Zitat von
E.on emittiert pro Jahr 164,8 Millionen Tonnen CO2. Auf eine Million Dollar Umsatz kommen damit knapp 1300 Tonnen. E.on hat sich auf Anfrage nicht zu den Zahlen geäußert. Noch CO2-intensiver arbeitet der Konkurrent RWE: Er kommt auf einen Wert von 2490 Tonnen und liegt mit einem Gesamtausstoß von 152 Millionen Tonnen pro Jahr nur knapp hinter E.on. Der Wert sei etwas zu hoch, erklärt RWE
http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...758600,00.html


Wer es satt hat zu hohe Strompreis ezu zahlen für dreckigen Strom, der den Klimawandel verursacht oder für Atomstrom aus alten Meilern, kann bequem online den Stromanbieter wechseln.


http://naturstrom.de
http://lichtblick.de

Komisch das es auch super OHNE Atomstrom und OHNE viel Treibhausgase geht! Das liegt wohl auch daran wenn man Firemchefs hat die nicht weiter denken können als bis zur nächsten Mahlzeit!

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freqnasty 08.06.2011, 13:47
5. ...

Die Regierung sollte ab nächstem Jahr die lächerliche Deckelung der Haftpflichtsumme aufheben.
Das würde völlig ausreichen, um den maßlosen Unverschämtheiten dieser Herschaften ganz schnell ein Ende zu bereiten.

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tatsache2011 08.06.2011, 14:07
6. Kernenergie unversicherbar, Risiko trägt der Bürger

Zitat von Hank_Chinaski
wie wärs, wenn die KKW-Betreiber die kosten für die "Endlagerung" in Zukunft selbst übernehmen? Vielleicht wäre es besser die klappe zu halten und sich zu überlegen womit man in 20 Jahren Geld verdienen will. Wenn RWE, ENBW und Co so weitermachen sind sie nämlich bald überflüssig
Angst der Münchner Rückversicherung:
"... die Folgen der Atomkatastrophe in den Policen ausgeschlossen .... Einen solchen Unfall kann niemand versichern. Viel zu riskant."
Der Staat hat das Recht und die Pflicht bei dieser Sachlage zu handeln.

Wir lesen in unserer Gebäude-, Hausrat- und KFZ-Versicherung:
"nicht versichert sind Schäden durch Kernenergie"

Ein Supergau kann in Deutschland theoretisch vorkommen.
Der Bürger trägt das Risiko. Haus weg, Hypothek sofort rückzahlen.

Ein Makel der fast sicheren Kernenergie.

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Johanna.1.15 08.06.2011, 14:14
7. ....

Zitat von freqnasty
Die Regierung sollte ab nächstem Jahr die lächerliche Deckelung der Haftpflichtsumme aufheben.
Kein einziger der Leute, denen Sie jeden Tag im Bus oder im Supermarkt begegnen, muss ein Haftpflichtversicherung haben. Aber träumen Sie ruhig weiter.

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Johanna.1.15 08.06.2011, 14:16
8. ...

Zitat von sysop
Klagen, Brandbriefe, Gastbeiträge: Mit allen Mitteln kämpfen Deutschlands vier große Energieversorger gegen die Atompolitik der Regierung. Nach RWE und Vattenfall*droht auch EnBW damit, vor Gericht zu ziehen. E.on-Chef Teyssen fordert in einem Gastbeitrag Schadenersatz für den Ausstieg.
Na ja, die Energiewirtschaft ist wenigstens noch laut. Andere sind da viel leiser, aber der Effekt ist nicht zu unterschätzen:

Die mit Abschaltung eines Teils der Kernkraftwerke erwarteten Mehrkosten für Strom beziffert die [Aluminiumhütte] Trimet für ihre Werke auf rund 40 bis 50 Millionen Euro jährlich;
Jahresgewinn 2010 der Trimet: 32.6 M€

--> ab sofort erwartete Verluste, Arbeitsplätze bei Trimet: 1600

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Katzenfreund 08.06.2011, 14:26
9. Die Atom Bosse

Die Atom-Bosse haben doch Recht. Sie haben die Pflicht Schaden von ihren Aktionären abzuwenden. Ich denke die haben mit einer Klage gute Aussichten auf einen Erfolg. Das kann dann für den staat richtig teuer werden. Das beste wäre allerdings die Laufzeiten einfach wieder verlängern. Dann würden diese Kosten nicht entstehen. Und wie hätten dann auch noch die saubere Energie aus den AKK,S. Und wer weiß vieleicht kippt die Stimmung in 10-15 Jahren wieder in die Richtung pro Atom. Die Hoffnung stirbt ja zuletzt. Ich bin für sauberen und günstigen Atomstrom. Und ich finde es auch nicht richtig das man nirgends 100% Atomstrom beziehen kann.

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