Forum: Wirtschaft
Teurer Bahnhof: Ramsauer sieht kein Zurück bei Stuttgart 21
Deutsche Bahn/ Aldinger & Wolf

Milliardenschwere Mehrkosten - und trotzdem kein Zurück? Das umstrittene Großprojekt Stuttgart 21 muss laut Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer gebaut werden. "Alle anderen Alternativen würden genauso viel Geld verschlingen", sagte er im "Bericht aus Berlin".

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pussinboots 17.12.2012, 16:30
100. Alternativen

Zitat von sysop
Zwar würden jetzt auch Alternativen angeschaut, sagte er in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin".
So so, jetzt schon werden Alternativen angeschaut. Eine Alternative wäre gewesen, die Alternativen schon etwas früher anzuschauen.

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gog-magog 17.12.2012, 16:52
101. Der Rücktritt sollte angenommen werden

Zitat von Karaja
"Ist eh schon teurer, dann zahlen wir halt einfach weiter!" Wie bei der Euro-Rettung. Jetzt haben wir schon so viel gutes Geld verbrannt, da wäre es echt dumm von uns jetzt damit aufzuhören, wo das Feuer doch grade so schön brennt! Welche bekloppte Vollpfosten...
Im Grunde handelt es sich um nichts anderes, als eine Rücktrittserklärung von Herrn Ramsauer. Ich denke, wir Bürger dieses Landes sollten endlich den Rücktritt des Verkehrsministers sowie des kompletten Bahnvorstandes unter Verzicht auf alle weiteren Bezüge annehmen. Jetzt müssen endlich Köpfe rollen, denn solche Politiker und solche Manager kann sich dieses Land längst nicht mehr leisten.

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rainer_daeschler 17.12.2012, 20:40
102. Alternative

Zitat von pussinboots
So so, werden Alternativen angeschaut. Eine Alternative wäre gewesen, die Alternativen schon etwas früher anzuschauen.
Eine Alternative sollte in der Lage sein, den jetzigen Kopfbahnhof zu toppen. Der Durchgangstiefbahnhof hat in dieser Hinsicht allerdings sein Probleme.

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happy2010 18.12.2012, 09:52
103.

Zitat von Bahnix
Man beachte: Erstens: die Kosten werden am Ende höher und nicht schon vor dem Bau. Zweitend: Der Passus "Fehlplanung" fehlt. Die Kostensteigerungen sind ausgewiesen. Gemäss neuestem Neat-Zwischenbericht von Ende September 2010 wird mit einer NEAT-Endkostensumme von 18.7 Milliarden Franken gerechnet, Das sind 6.5 Milliarden mehr als ursprünglich vorgesehen. Die Endkostenprognose basiert dabei auf dem Preisstand von 1998. Nach aktuellem Stand der Teuerung würden die Kosten in der Endabrechnung rund 24 Milliarden Franken betragen. Die ursprüngliche Kostenbezugsbasis betrug 12.3 Milliarden, für Sicherheit und Stand der Technik wurden 3 Milliarden gebraucht, für Verbesserungen für Bevölkerung und Umwelt 0.6 Miliarden, für politisch begründete Verzögerungen 0.4 Milliarden, für Massnahmen bei der Geologie 1.1 Milliarden, für die Vergabe der Bauausführung wurden 1.3 Milliarden Franken ausgegeben sowie für Projekterweiterungen 1.2 Milliarden Franken.
So ähhnlich sähe im Nachhinein auch die Kostenaufstellung zu S21 aus

X MRD für den Bau
X MRD für Inflationsausgleich
X MRD für erweitertes.....

Fakten sind andere:

Der Gotthard sollte ursprünglich bei Volksbefragung für 6 bis 7 MRD gebaut werden.
Damals gabs auch schon 2 Milliarden Experten die eine Kostenverdreifachung prophezeiten oder vom Einsturz des Berges sprachen
Fazit:
Alle Folgekosten wurden eben Prima begründet

Macht S21 auch so

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schwabensporty1 18.12.2012, 14:16
104. keine Alternative zu Stuttgart 21

Die Grenze der Streckenleistungsfähigkeit für eine zweigleisige Mischbetriebsstrecke bei befriedigender Betriebsqualität liege bei ca. 240 Zügen/Tag, da die Verspätungsanfälligkeit bei höheren Zugzahlen spürbar steige. Die prognostizierte Steigerung des Schienenverkehrsaufkommens könne mit der vorhandenen Infrastruktur nicht aufgefangen werden. Durchgangsbahnhöfe bauen nachweislich keine Verspätungen auf, ob diese jetzt wie bei Stuttgart 21 auch abbauen können, hängt vom Einzelfall ab. Eines der Verspätungen in Stuttgart sind die Zulaufgleise des Kopfbahnhofes, meist warten die RE in Kornwestheim oder Nordbahnhof auf Einfahrt in den Sackbahnhof. Die Hauptprob-lemzone ist der Kreuzungsbereich im Gleisvorfeld, selbst mehrere neu errichtete Überwerfungskonstruktionen werden das Problem nicht im Kern lösen, außerdem kann man in Bahnverkehr nicht unendlich in die Höhe oder Tiefe. In Städte ist es fast unmöglich Veränderungen in der Infrastruktur vorzunehmen, alles ist bebaut und steht nicht zur Verfügung. Dazu noch die Anforderungen an den Lärmschutz. Den Zulauf über (in Stuttgart nötig) Tunnel mit einem Ringverkehr zu lösen ist optimal, wenn auch kostenaufwendig. Der Freudensteintunnel auf der NBS Stuttgart-Mannheim durchfährt seit 20 Jahren Gipskeuper, der bei Regen auf dem Deckgebirge stark arbeitet und aufwändige Sicherungsmaßnahmen erforderte, die erstmals angewandt wurden. Bei Oberhausen-Rheinhausen wird eine ehemalige Kiesgrube mit bis zu 15 m tiefen Seen durchfahren. Wer will der kann.

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rainer_daeschler 18.12.2012, 16:59
105. NIcht nur durchfahrende Züge

Zitat von schwabensporty1
Durchgangsbahnhöfe bauen nachweislich keine Verspätungen auf, ob diese jetzt wie bei Stuttgart 21 auch abbauen können, hängt vom Einzelfall ab.
Der Lokführer kann bei S21 ja bei 34% der Züge die Verspätung reinholen, indem er zum Wenden in den Rangierbahnhof Untertürkheim brettert. Hier wird man allerdings die Fahrpläne so anpassen müssen, dass die Ehrenrunde dazukommt. Kommen, ein- und aussteigen und wieder zurück, funktioniert im Tiefbahnhof nicht mehr. Die Welt der Bahn besteht nicht nur aus durchfahrenden Zügen, die der S21-Bewunderer offensichtlich schon.

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tomwa 20.12.2012, 19:11
106. optional

Mit Klamaukpolitik kennt sich Herr Minister Ramsauer ja bestens aus - wenn es um konkrete Fakten und Zahlen und die daraus folgendenen Konsequenzen geht, zeigt sich der ganze Dilletantismus seines ministerialen Könnens!

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schwabensporty1 09.01.2013, 09:51
107. keine Alternative zu Stuttgart 21

Stuttgart 21 ist nicht wie fälschlich immer wieder behauptet ein Bahnhof, sondern ein Lückenschluss als Neubau eines Bahnknotenpunktes zwischen der zukünftigen NBS Frankfurt (Flughafen) - Mannheim (300 km/h) der bestehenden NBS Mannheim - Stuttgart (280 km/h) und Stuttgart - Ulm (250 km/h) in Bau - Augsburg (230 km/h). Ohne diesen Lückenschluss würde die Neubaustrecken ad absurdum geführt. Oder für was wurden Mrd EUR für Neu.- und Ausbaustrecken ausgegeben, wenn man die Vorteile in einem Kopfbahnhof wieder verbummelt?
Die Neu- und Ausbaustrecke Stuttgart–Augsburg ist Bestandteil des Transeuropäischen Netzprojekts „Vorrangige Achse Nr. 17“ der EU Paris–Budapest/Bratislava, der so genannten „Magistrale für Europa“. Bereits für die Planungsphase wurde das Projekt daher mit bis zu 50 Prozent seitens der EU kofinanziert. Die Bauzuschüsse der EU betragen voraussichtlich 10 bis 20 Prozent.
Nach Inbetriebnahme wird die Reisezeit für den Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen Stuttgart und München mit Halt in Ulm und Augsburg weniger als anderthalb Stunden statt heute fast zweieinhalb Stunden betragen. Der Bau der Neubaustrecke ist Teil des Konzeptes „Netz 21“ der Deutschen Bahn. Demnach sollen schnelle Verkehre über diese fahren und die langsamen Züge über die Bestandsstrecke im Filstal verkehren.

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doctorwho 27.01.2013, 16:16
108.

Zitat von schwabensporty1
Stuttgart 21 ist nicht wie fälschlich immer wieder behauptet ein Bahnhof, sondern ein Lückenschluss als Neubau eines Bahnknotenpunktes zwischen der zukünftigen NBS Frankfurt (Flughafen) - Mannheim (300 km/h) der bestehenden NBS Mannheim - Stuttgart (280 km/h) und Stuttgart - Ulm (250 km/h) in Bau - Augsburg (230 km/h). Ohne diesen Lückenschluss würde die Neubaustrecken ad absurdum geführt. .....
kicher ...... guggsch du hier : Kopfbahnhof könnte heute schon mehr Züge abwickeln als S 21 ( MVI > Das Ministerium > Presse > Pressemitteilungen )

im übrigen : fahrzeit nach münchen bei der eröffnung der ice-linie stuttgart - münchen : 1.59
fahrzeit mit s21 : 1.57

so what ?????

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doctorwho 27.01.2013, 16:17
109.

Zitat von schwabensporty1
.....Durchgangsbahnhöfe bauen nachweislich keine Verspätungen auf......
schon mal was vom kölner hbf gehört ?????

gute güte ........

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