Forum: Wirtschaft
Teurer Netzausbau: Offshore-Windenergie droht Kostenkollaps

Strom aus Offshore-Windparks ist*die Schlüsselenergie der Zukunft - doch*der Ausbau droht wegen Geldmangels ins Stocken zu geraten:*Der Netzbetreiber Tennet hat die Bundesregierung jetzt in einem Brandbrief vor*Engpässen bei der Anbindung gewarnt.

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herr minister 16.11.2011, 08:35
10. Tennet go home

Mag sein, dass ich mich irre, ist sicher ein komplexes Thema, für mich hört sich das aber nach der mittlerweile üblichen Masche der Wirtschaft an: Erst mal die Hand beim Staat aufhalten, unter großem Gejammer natürlich und unter dem Hinweis, wie wichtig für die Gesellschaft das Unternehmen sei.
Wenn Tennet die Anlage von Eon übernommen hat, dann sicherlich doch in Erwartung von hohen Gewinnen und mit Kenntnis aller Verpflichtungen. Man hat dort entweder zu hoch gepokert, falsch gerechnet oder sogar von vorher herein auf Staatsknete spekuliert. Windkraft ist aber ähnlich wie der Finanzsektor ein schönes Thema um ordentlich Druck auf den deutschen Staat auszuüben. Jetzt schaut man mal, was man rauspressen kann auf Kosten des Steuerzahlers. Es wird immer unverschämter.
Ich sehe das genauso wie die Politikerin der Grünen, wenn Tennet die übernommenen Pflichten nicht packt, dann müssen sie das Unternehmen eben abgeben. Wie jeder Bäcker, der seinen Betrieb nicht halten kann.
Es muss endlich Schluss sein mit der Praxis der Großunternehmen. Einerseits das Loblied auf den Kapitalismus singen und sich jegliche Einmischung des Staates verbieten, sobald es aber vermeintliche oder echte Probleme gibt, sofort zum selbigen rennen und skrupellos die Steuermilliarden in die Tasche stecken.

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user_tha 16.11.2011, 08:35
11. Der falsche Weg

"Der Ausbau der Windenergie zur See zählt zu den Eckpfeilern des schwarz-gelben Energiekonzepts." heißt es in dem Artikel, wobei im wesentlichen Offshore-Windenergie gemeint ist.

Genau DAS ist das Problem. Zentrale Projekte bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien (EE) sind der falsche Weg, dezentrale, autonome Konzepte zur EE-Strombereitstellung der richtige.

Natürlich, Photovoltaik - derzeit DIE dezentrale (!) EE-Stromerzeugungstechnologie - ist (noch) teuer und die Kritik an den Subventionen via EEG berechtigt (wird oft aber auch übertrieben). Dennoch ist dies prinzipiell die bessere Alternative: wenn EE-Strom schon nicht zu dem ZEITPUNKT erzeugt werden kann, zu dem er gebraucht wird (d.h. Speichertechnologien / Netzausbau ohnehin erforderlich sind), dann sollte er wenigstens möglich nahe am ORT des Bedarfs erzeugt werden.

Bei Offshore-Windenergie verdient der zeitliche Aspekt (Angebot entspricht der Nachfrage zeitlich) nur die Schulnote 3 bis 4, der örtliche aber eine glatte 6 - ungenügend.

M.E. sollte eine möglichst weitgehende Unabhängigkeit der Verbraucher von Stromkonzernen genauso Ziel sein wie der Umstieg auf Erneuerbare Energeien.

Anders formuliert: das EE-Zeitalter ist erforderlich und wird kommen. Es kostet uns zig bis Hunderte Milliarden. Legen wir dabei noch ein paar Mrd. drauf, dann bekommen wir - ganz nebenbei - auch eine DEZENTRALE, AUTONOME (!) EE-Stromversorgung.

Es sollte uns diese zusätzlichen Mrd. an Investitionen wert sein!

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Notion 16.11.2011, 08:36
12. Einfaltspinsel ;-)

Sowas passiert halt, wenn man Innovation in traditionelle Strukturen pressen will. Das schöne an regenerativen Energien ist ja, dass sie dezentralisiert gewonnen werden können. Niemand braucht dazu eine Monopol-Energiewirtschaft wie wir sie jetzt haben (Eon, Vattenfall, RWE usw.). Es steht natürlich jedem frei, solche Monopol-Großprojekte wie Offshore-Windenergieparks zu versuchen, ist aber dann halt unternehmerisches Risiko zu scheitern. Insofern stimmt die im Artikel aufgestellte behauptung nicht, dass diese Projekte die "Zukunft" von irgendwas seien.

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ronomi47 16.11.2011, 08:37
13. Die Atomwende kommt noch teuer zu stehen!

Es war zu erwarten, dass die euphorisch gefeierte Energiewende viel teurer zu stehen kommt, als Links/Grün vorgab.

Zynisch zwar, aber war: Wenn der mit Monopoliy-Geld turbogetriebene Finanzkapitalismus im früheren Stil weiter funktionierte, hätte man mit raffinierten Derrivatekonstrukten und viel grünem Sand in die Augen der Investoren von Privaten und bereits schuldenbelasteten Kommunen Städten und Länder dieses Projekt finanzieren können.

Aber das Ganze ist halt für Claudia, Renate und Cem doch etwas zu kompliziert ;-))

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tucku 16.11.2011, 08:38
14. Ausländer töten Deutsche

Man hört wenig über Deutsche, die im Ausland gemeuchelt werden und der Aufschrei bleibt aus. Wieder einmal sehr einseitig.

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lupus71 16.11.2011, 08:42
15. Über kurz oder lang. . .

. . . werden wir doch wieder bei der friedlichen Nutzung des Atoms landen. Und das ist gut so ! Diese fehlgeleitete ideologische grüne Politik, der sich ja als 1. die roten um Gabriel wie ein Fähnchen im Wind zugewandt haben, hat keine Zukunft. Spätestens dann, wenn man ein Strom-Kontingent in den Morgen- und Abendstunden zugeteilt bekommt, dürfte Frau Roth, Herr Tritin und der Sproß einer Immigrantenfamilie Geschichte sein. Was sagen eigentlich diese Damen und Herren dazu, dass die Türkei in den aktivsten Erdbebengebieten der Türkei (Schwarz- und Mittelmehrküste) z. Z. beginnt, ihre 1. AKW`s zu bauen ? Wahrscheinlich nix, erst mal rein in die EU und dann auf keinen Fall mehr die Türkei dafür oder wegen Menschenrechtsverletzungen ansprechen . . . !

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Christ 32 16.11.2011, 08:43
16. .

ich würde das als einen Versuch betrachten weitere Fördergelder abzugreifen. Logischerweise ist die Vorfinanzierung derartiger Summen in der jetzigen Lage schwierig, es wird ein paar technische Probleme geben und man wird mit den kalkulierten Anschlußkosten nicht hinkommen.

Aber wenn das ganze einmal läuft wird es eine Gelddruckmaschine.

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jabessa 16.11.2011, 08:45
17. Gibt es nicht noch andere alternative Energien?

Naja aber das klingt ja, als sei die Windenergie die einzige alternative Engergiequelle.
Meines Wissens gibt es auch noch Solarenergie, Biogasanlagen, Wasserkraft und sicherich noch andere Möglichkeiten. Zur Zeit werden da viele geniale Erfindungen gemacht, so dass die Effizienz immer mehr gesteigert wird. Das wird durch den Atomausstieg Deutschlands sicherlich noch mehr voran getrieben.

Außerdem kann man doch ohnehin nicht endlos viele Windräder bauen, weil die Resource Wind dann auch irgendwann mal "aufgebraucht" sein wird (wurde zumindest im Radio behauptet, ich war mir nicht sicher, wie sehr man dieser Aussage trauen kann)

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Olaf 16.11.2011, 08:53
18. .

Zitat von everhard
Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man lachen. Aber der Wind schickt ja keine Rechnung...
Ne, das machen andere. ;-)

Aber es ist wirklich traurig und letztlich nur dadurch zu erklären, dass eine breite Bevölkerungsschicht in unserem Land nicht klar ist, woher unser Wohlstand kommt.

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ronomi47 16.11.2011, 09:04
19. Wirtschaftskenntnisse

Zitat von Olaf
Ne, das machen andere. ;-) Aber es ist wirklich traurig und letztlich nur dadurch zu erklären, dass eine breite Bevölkerungsschicht in unserem Land nicht klar ist, woher unser Wohlstand kommt.
Es ist eine Tatsache, dass eine Mehrheit der Bevölkerung einfachste wirtschaftliche Zusammenhänge nicht versteht.

Extrem bei Grün: Bei denen gibt's den Staat mit einer Verwaltung und vielen, vielen Verordnungen und Gesetzen. Der Staat hat immer Geld, denn er kann bunte Scheinchen drucken!

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