Forum: Wirtschaft
Teurer Netzausbau: Offshore-Windenergie droht Kostenkollaps

Strom aus Offshore-Windparks ist*die Schlüsselenergie der Zukunft - doch*der Ausbau droht wegen Geldmangels ins Stocken zu geraten:*Der Netzbetreiber Tennet hat die Bundesregierung jetzt in einem Brandbrief vor*Engpässen bei der Anbindung gewarnt.

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karl-felix 21.11.2011, 11:45
780. mal

Zitat von peterm8s
angenommen, Ihre Zahlen würden stimmen, dann ist doch 2012 Solarstrom ein Schnäppchen. Bezahlt wird in 2012 eine Vergütung zwischen 18,33 und 24,43 Cent. Im schnitt kostet dann Solarstrom nur noch die Hälfte von dem , was Sie angeben.
Also, je mehr Anlagen ans Netz gehen, omso schneller sinkt der Durchschnitt.
Wenn Sie 18,33 Cent/Kwh. als Festpreis für 2o Jahre bekommen, denke ich macht der Stromeinkäufer ein Bombengeschäft. Wer bietet einem schon feste Preise für 20 Jahre. Der Netzstrom kostet in 20 Jahren weit über 1 Euro/Kwh.
Also Leute , hört auf Peter und baut euch Solaranlagen aufs Dach. Aber nicht zum Festpreis für 20 Jahre einspeisen. Wirtschaftlicher ist Selbstverbrauch.

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Solarium 21.11.2011, 11:46
781. Kein Problem

Zitat von einbelgier
Fragen Sie doch einfach einmal bei Ihrer Kommune was der Unterhalt des NS-Netzes so kostet, in dem Sie so selbstverständlich kostenlos PV-Strom verteilen wollen....
Wenn ich nichts verteile, dann hat genau das eben kostenlos zu erfolgen.

Oder zahlen Sie für eine Zahnfüllung, nur weil der Zahnarzt die Behandlungseinheit bereithält? Seltsames Gebahren.

Und für den Unterhalt zahlt jeder Stromkunde monatliche Grundkosten an den Versorger, der löhnt an den ÜNB, welcher er auch gern in Personalunion ist.

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peterm8s 21.11.2011, 11:50
782. Irrtum ausgeschlossen, dazulernen auch...

Zitat von sysop
Strom aus Offshore-Windparks ist*die Schlüsselenergie der Zukunft - doch*der Ausbau droht wegen Geldmangels ins Stocken zu geraten..
Altersweisheit im englischen Königshaus dazu :)
"Der Ehemann von Königin Elizabeth II. sagte bei einem Empfang in London zu einem Vertreter eines Unternehmens für erneuerbare Energien, Windparks an Land seien "völlig nutzlos, vollständig von Fördermittel abhängig und eine absolute Schande", wie die Zeitung "Sunday Telegraph" berichtete.
Auf seine Entgegnung, dass Windenergie sehr retabel sei, habe Prinz Philip ihn gefragt, ob er an "Märchen" glaube, sagte Esbjorn Wilmar von der Firma Infinergy dem Blatt.
Auf seinen Vorschlag, auch auf seinen Ländereien Windräder zu bauen, habe der Prinz entgegnet: "Bleiben Sie von meinem Grundbesitz weg, junger Mann."
Zitat von happy2009
Der Forist dreht die Worte so lange hin und her bis es nicht mehr um die Sache sondern ums diskutieren geht EIn jetzt passendes Argument wird 2 Sätze später ins Gegenteil umgewandelt. Und wird er beim einfachen "Behaupten" ertappt zieht er Sätze aus dem Zusammenhang heraus bis es einem zu blöd wird. ..
Und wenn es gar nicht mehr anders geht, trotz Dutzender Nebelkerzen, dann wird der der Irrlichterei überführte Beitrag gelöscht und behauptet es hätte diese Behauptung gar nie gegeben...Es hat ein paar Foristen hier, die absolut unfähig dazu sind selbst jemals zu irren..

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peterm8s 21.11.2011, 12:04
783. Netzkosten sind hauptsächlich Fixkosten

Zitat von Solarium
Wenn ich verteile, dann hat genau das eben kostenlos zu erfolgen.
Sogar Forist KarlFelix hat nach einigem Zögern zugegeben, dass sogar er verteilt.
Aber nicht aufregen: die vermeintlichen vermiedenen Netzentgelte werden ja derzeit der solaren Subventionsritterei gutgeschrieben. Der Punkt ist, dass dies nicht gerechtfertigt ist und eigentlich eine weitere Subvention der PV darstellt. Die Netzkosten sind hauptsächlich Fixkosten. Ergo hinken Vergleiche mit Zahnarzt und Lastwagenmaut am Brenner allzumächtig.
Vielleicht kann Sie ja die 'Expertin' des "Deutschland hat Unendlich viel Energie" Lobbyvereins aufklären?

"Die Einspeisung von Windenergie- und Photovoltaikanlagen folgt dabei keinem Fahrplan, sondern dem Wetter bzw. der Tageszeit. Dies stellt neue ....."
Heißt nichts anderes: Netzkosten werden mitnichten vermieden, sondern erhöht.

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publicminx 21.11.2011, 12:06
784. Deutsche Medien reden Oeko schoen, damit naturreligioesen Aberglauben

Zitat von sysop
Strom aus Offshore-Windparks ist*die Schlüsselenergie der Zukunft - doch*der Ausbau droht wegen Geldmangels ins Stocken zu geraten:
Es ist keine Schluesselenergie, genauso wenig wie Photovoltaik. Dass die in Mehrheit oeko-sozialistischen/oeko-christlichen Journalisten und Medien das im Dauerloop behaupten aendert daran wenig.

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diospam 21.11.2011, 12:10
785. re

Zitat von happy2009
Abgesehen davon, rechnen Sie die 5 MRD eingesparten Netzentgelte gegen, das macht den Kohl nicht wirklich fett Eher die knapp 9 MRD "Wohlstandszugewinn", den das WI kostenmildernd verrechnet. Nebenbei, bei den 304 MRD Atomstromsubvention geht keiner der WI Jünger hin und rechnet "Wohlstandsgewinn" gegen Und das nenne ich ganz unterm Strich: dämlich, nicht verifizierungsfähig
Das lustige an diesen Fantastrilliarden Zahlen der angeblichen Subvention von Internationalen Lobbyunternehmen wie Greenpeace ist ja dass diese echt so kackfrech behaupten, dass dieser "Wohlstandgewinn" im Falle der Kernkraft die Wirtschaft belasted. Aber bei den EEs wird an jedem Strohhalm verkraft festgehalten der irgendwie im entferntesten dem "Wohlstandzugewinn" zugerechnet werden kann.

In der Realität kommt Greenpeace zu sehr ernüchternden "Subventionen": Inklusive allen Forschungsaktivitäten und besonders inklusive sämtlichen Viedervereinigungsaltllasten kommen die auf lächerliche €18Mrd. Inflationsbereinigt €32Mrd (Wobei 20Mrd der DDR zuzuordnen wären ...). Soviel Subventionen verfrühstücken die EEs in einem Jahr bei einem fünfzigstel der Strommenge.

Der Wohlstandzugewinn macht bei Greenpeace mehr als 200Mrd aus. Andere Fantastrilliarden kommen durch das Ausbleiben einer beliebigen Strafsteuer (Hä?)und die Unfähigkeit CO2 zu emittieren (Hä?).

Insgesammt zeigt das Greenpeace Pamphlet also sehr eindrucksvoll was für eine abartig gute Volkswirtschaftliche Investition die Kernkraft für die Bundesregierung war. Einen besseren ROI findet man vielleicht nur noch in der Bildung, die aber seit einem halbem Jahrhundert sträflichst schleifen gelassen wird.

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Solarium 21.11.2011, 12:40
786. Falsch

Zitat von happy2009
ein Vermieter ist nicht zwingend ein Unternehmer im klassischen Sinne Aber er kann einer sein Ein Vermieter ist jedoch Steuerpflichtig....
Ab 50% Einspeisung des erzeugten Stromes, das ist die Mindestbedingung. Genau dadurch können Sie als Gewerbetreibender eingestuft werden, denn Sie erzielen schließlich Gewinne.

Das hat nichts mit einem Kreis zu tun, das Steuerrecht gilt für alle Bundesbürger, obwohl es nicht alle Bürger so genau damit nehmen...

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karlgutknecht 21.11.2011, 12:42
787. Ökonomie ist nicht Ihre Stärke, oder?

Zitat von karl-felix
angenommen, Ihre Zahlen würden stimmen, dann ist doch 2012 Solarstrom ein Schnäppchen. Bezahlt wird in 2012 eine Vergütung zwischen 18,33 und 24,43 Cent. Im schnitt kostet dann Solarstrom nur noch die Hälfte von dem , was Sie angeben. Also, je mehr Anlagen ans Netz gehen, omso schneller sinkt der Durchschnitt. .
Zunächst einmal ein paar Fakten…
Zwar wurde die Einspeisevergütung in mehreren Schritten gesenkt - auf heute rund 28 Cent pro Kilowattstunde.
Doch weil der Preisverfall bei Solarmodulen noch drastischer war, können Investoren noch immer Traumrenditen auf Kosten der Verbraucher erzielen. Während ein Tagesgeldkonto derzeit kaum 2,5 Prozent abwirft, können Besitzer von Solardächern völlig risikolos jährlich sechs bis acht Prozent Gewinn einstreichen, gesetzlich garantiert über 20 Jahre lang.

Kein Wunder, dass die Zahl der Fotovoltaik-Anlagen Jahr für Jahr exponentiell auf inzwischen mehr als 800 000 mit einer Gesamtleistung von rund 17 000 Megawatt angewachsen ist.

Das RWI für Wirtschaftsforschung hat die Strommengen aller bis Ende 2010 installierten Solarmodule mit ihren Einspeisetarifen summiert und um den eigentlichen Marktwert des Stroms bereinigt. Ergebnis: Allein für die bis Ende letzten Jahres verbauten Module wird der deutsche Verbraucher mit reinen Subventionskosten oder "Solarschulden" von real 100 Milliarden Euro belastet, die er über einen Zeitraum von zwanzig Jahren abzustottern hat.
Mit diesem gewaltigen Entzug an volkswirtschaftlicher Kaufkraft zahlt der Bürger für eine Stromquelle, die in jeder Nacht und mit Einbruch der dunklen Jahreszeit ihren Beitrag zur Stromversorgung fast völlig einstellt und durch andere Kraftwerke ersetzt werden muss.

Der Wissenschaftliche Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums warnt angesichts der "riesigen Subventionen" bereits vor einem "gewaltigen Umverteilungsprogramm". Es wäre mit einem Volumen von mehr als 100 Milliarden Euro tatsächlich die größte soziale Umverteilung von unten nach oben, die je von einer Regierung mit ausgelöst wurde.

Denn die Milliardenlast zahlt der Mieter mit seiner Stromrechnung, den Ertrag streicht der tendenziell wohlhabende Solardach- also Immobilienbesitzer ein.

Der Kostensprung, der den Strompreis für Privathaushalte um rund zehn Prozent verteuerte, war fast ausschließlich auf den Fotovoltaik-Zubau zurückzuführen.

Dass Solarstrom "dezentral" produziert wird, stellt der Lobbyverband der Branche gern als Vorteil heraus, ohne allerdings zu erklären, worin eigentlich genau dessen Wert liegt.
Das Argument appelliert an das unterschwellige psychologische Bedürfnis vieler Menschen nach Autarkie und Unabhängigkeit.

Allerdings bleibt Autarkie mit Solarenergie eine teure Illusion. Denn Tatsache ist, dass Solaranlagen in diesen Breitengraden nur an 875 Stunden der 8760 Stunden eines Jahres ihre Volllast erreichen. In der übrigen Zeit herrscht Nacht, schlechtes Wetter oder Winter. An neun von zehn Stunden sind Solardachbesitzer darauf angewiesen, Strom aus dem Verbundnetz zu beziehen, wie jeder andere auch.

Die jährlichen sinkenden Leistung - und damit der Ertrag - der Solarmodule z. B. durch Schwebstoffeintrag, Alterung etc. macht es notwendig nach ca. 10 Jahren je nach Standort ein Repowering der Module vorzunehmen, diese Kosten werden allerdings häufig vernachlässigt.

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Solarium 21.11.2011, 12:51
788. Passt

Zitat von karl-felix
[...]Natürlich lässt sich damit gut leben. Ob ich nun Ziegel auf dem Dach habe oder ne Glasscheibe, trocken und warm hälts allemal. Ich begreife nicht, dass ein normal intelligenter Mensch sich weigert, Strom aus Licht zu machen, ich denke immer, dem fehlt irgendwo was, auch wenn er es noch nicht merkt. Denn jeder weiss doch, Strom brauch er immer. Warum immer für teures Geld kaufen und sich abhängig machen. Wenn mir dafür RWE auch noch Geld gibt, gebeten habe ich nicht darum. Trink ich halt am Jahresende auf deren Wohl.
Zumal man mit ein wenig Einsatz auch noch Wasser erwärmen kann.

Es gibt mittlerweile eine Gleichstromumwälzpumpe, welche direkt an ein PV-Panel angeschlossen werden kann und somit keinen Strom mehr aus dem Netz ziehen muss. Pumpe, PV-Panel, Kabel verlegen, feddich.

Konsequenz: Viel Sonne, viel Warmwasser im Kollektor, Pumpe läuft schneller. Also praktisch mit eingebauter Drehzahlregelung.

Nettes Teil, und nicht zu teuer.

Man kann also deutlich sparen und sollte das auch, und nicht nur dann, wenn die EVU wieder die Jammertour beginnen.

Viel Erfolg weiterhin mit der Anlage.

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