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Teures Gesundheitssystem: Was Deutschland von Kenia lernen kann
Corbis

Das deutsche Gesundheitssystem gilt als eines der besten der Welt - und als teuer, bürokratisch und unfair. Um die Vorsorge weiterzuentwickeln, lohnt ein Blick ins Ausland. Sogar Entwicklungsländer wie Kenia taugen laut Experten als Vorbild.

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otzer 03.02.2014, 09:03
1. Wie bitte?

Zitat:

"Die Beiträge orientieren sich nicht am gesundheitlichen Risiko, sondern am Betrag, den der Einzelne aufbringen kann."

Das ist doch GENAU der Grundgedanke der GKV und der beitragsfreien Mitversicherung von Familienmitgliedern. In der GKV geht es nicht nach Risiko, sondern Einkommen, also letztlich nach dem, was einem Versicherter aufbringen kann.

Wo ist nun der revolutionäre neue Ansatz?

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genlok 03.02.2014, 09:07
2.

Kenia ist von keiner Perspektive aus ein Vorbild fuer irgendein Land in Europa. Hoert auf uns Afrika als schoenes Kontinent zu verkaufen. Bin heil froh dass wir weit weg davon sind.

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Kasulke 03.02.2014, 09:14
3. Warum bis nach Kenia gehen ?

Zitat von sysop
Das deutsche Gesundheitssystem gilt als eines der besten der Welt - und als teuer, bürokratisch und unfair. Um die Vorsorge weiterzuentwickeln, lohnt ein Blick ins Ausland. Sogar Entwicklungsländer wie Kenia taugen laut Experten als Vorbild.
Es würde reichen sich mal in der nächsten Nachbarschaft umzusehen. Niederlande zum Beispiel.
Aber, es kann ja garnicht sein, dass andere etwas besser können als Deutschland.
Wir blamieren uns doch nicht durch Lernen bei anderen !

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GSYBE 03.02.2014, 09:15
4. Das deutsche Gesundheitssystem gilt als eines der besten der Welt

Ist das tatsächlich so?

Quellen?

Wir für unser Teil (meine Frau und ich) leben seit 20 Jahren in Spanien. Obwohl privat versichert: um nichts in der Welt würde ich mich in ein deutsches Krankenhaus legen. Ich hatte 2 Operationen in den letzten 2 Jahren und war rundum zufrieden; beide Male nach 2 (völlig schmerzfreien und gut umsorgten) Tagen wieder einsatzbereit.

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theophanu 03.02.2014, 09:17
5.

hm, ein versicherungssystem, wo jeder nach seinen möglichkeiten einzahlt, um dann medizinische versorgung zu erhalten, damit sich die last auf alle gleich verteilt, klingt ja total neu und aufregend. Natürlich könnten wir hier das gleiche system INKLUSIVE maximalversorgung haben, wenn wir einfach eine staatliche KV einrichten würden, die sich über einkommensabhängig bestimmte beiträge/ steuern trägt. das spart verwaltungskapazität und baut ungerechtigkeit ab. private vorsorge kann hierzulande selbst von der letzten bastion williger privatkasseneinzahler aus apothekenkettenbesitzern und bänkern kaum finanziert werden und wenn´s dann mal zu einer chemo kommt, kann man das kaum auch noch streichen. natürlich, in kenia reichen 25 $ wahrsccheinlich für einmal röntgen mit der schreibtischlampe und einen eimer zum blutauffangen. googeln sie doch einfach mal nach goä und gucken sie, was hier so dafür geht.

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DMenakker 03.02.2014, 09:20
6.

Ich hatte so etwas ähnliches einmal für die Arbeitslosenversicherung vorgeschlagen. Dort sind die Maximalleistungen klar definiert, die erforderliche Kapitalsumme ebenfalls. Man könnte also die ALV ganz locker durch ein Mindestsparsystem ersetzen. Die Reaktion war - wie zu erwarten - eher links angehaucht. Neben dem zu erwartenden Kapitalbashing ging das doch bis zur wahnwitzigen Behauptung, man brauche die Ämter zur Jobvermittlung.

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marthaimschnee 03.02.2014, 09:32
7.

In den Artikel zeigt sich vor allem, was andere keinesfalls von Deutschland lernen sollten. Hier wird systematisch ein hervorragendes soziales System nach dem anderen mit angeblich notwendigen Reformen zertrampelt (meist einseitig zugunsten von Kapitalinteressen) und statt die daraus entstehenden Probleme zu lösen, empfiehlt hier der Experte nun ersthaft, sich auf einem sehr viel schlechteren Versorgungsniveau damit zu arangieren.
Daß die systeme zu bürokratisch und zu teuer werden, ist vor allem einem scheinbar ganz normalen Vorgang geschuldet: Mit zunehmendem Erfolg - und da spielt es keine Rolle ob staatliche Leistung oder Privatunternehmen - werden Elemente angezogen, die ein Stück vom Kuchen haben wollen, ohne etwas dafür zu tun. Das nennt sich dann zweiter, dritter, vierter, fünfter Geschäftsfüher, Teilhaber, Aufsichtsrat, usw. usf. Oder es werden Posten dafür geschaffen. Das ist keine Frage des Systems, das ist einer Frage der Kontrolle und der Sanktionierung solcher Praxis. Nur was will man denn von einem Staat erwarten, der die Realität mit vollster Absicht in diese Richtung treibt? Der wird ganz sicher keine Kontrollstrukturen einrichten, um nutzlosen Ballast in Form von Wasserköpfen abzuwerfen, der generiert sie ja erst!

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berns 03.02.2014, 09:41
8. Das ist der größte Schwachsinn,

Zitat von sysop
Das deutsche Gesundheitssystem gilt als eines der besten der Welt - und als teuer, bürokratisch und unfair. Um die Vorsorge weiterzuentwickeln, lohnt ein Blick ins Ausland. Sogar Entwicklungsländer wie Kenia taugen laut Experten als Vorbild.
den ich seit langem gelesen habe. Die Leute sollen die Kosten völlig selbst bezahlen, wobei dann natürlich Geringverdiener und arme Menschen oder gar Einkommenslose überhaupt keine medizinische Versorgung sich leisten könnten. Der Schreiber des Artikels unterschlägt völlig die ständige Geldentwertung. Was man heute noch für einen Euro bekommt, dafür wird man, wenn es so weiter geht, schon in wenigen Jahren ein vielfaches hinblättern müssen. Das Ersparte ist dann nur noch einen Pfifferling wert. Das ist das gleiche wie bei Lebensversicherungen, durch die ständige Geldentwertung kann niemand mehr ehrlich eine Lebensversicherung als Altersvorsorge empfehlen.

Zustände wie in Afrika, Hungerlöhne haben wir schon - wer so etwas will, der hat nicht alle Tassen im Schrank!

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spmc-12653168937531 03.02.2014, 09:46
9. Wie kommen Sie darauf...

Die Behauptung, dass Deutschland eines der besten Gesundheitssysteme hat, halte ich für einen schlechten Scherz. Wie kommen Sie darauf?

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