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Teures Krankengeld: Kassen setzen externe Berater auf psychisch Kranke an
DPA

Im Gesundheitssystem hat sich ein neues Geschäftsmodell etabliert: Externe Berater übernehmen für Krankenkassen die Betreuung psychisch Kranker. Ärzte und Datenschützer halten das Vorgehen für problematisch.

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Ze4 18.10.2013, 11:20
1. kranke Geschäfte

"Gesundheitssystem" und "Geschäftsmodell" - Da liegt der Hase im Pfeffer bzw. der Hund begraben. Private Geschäfte mit Krankheit sind die eigentliche Krankheit.

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Plasmabruzzler 18.10.2013, 11:30
2.

Hier erwarte ich etwas mehr Information bzw. Recherche. Von den Kritikern nennt nur 1 (Schlund) von 3 (Patient, Mediziner aus München, Schlund) ihren Namen, während sich Jacobs-Finkelmeyer sich nicht in der Anonymität versteckt. Somit stünde es argumentativ 1 gegen 1.
Ich kann nicht verstehen, warum Krankenkasse(n) solche Dienstleistungen nach extern abgeben, statt diese selbst durchzuführen. Dann gäbe es wohl auch mit dem Datenschutz keine bis wenige Probleme. Natürlich ist den Kassen gelegen, möglichst wenig über kurzen Zeitraum zu zahlen - es sind ja schließlich Unternehmen und nicht die Wohlfahrt. Zur Not müsste die Politik eingreifen.
Andererseits geht es hier ja offenbar um psychisch (und chronisch) kranke Menschen. Aus dem Bauch heraus würde ich behaupten, dass sich solche Menschen bei jeder Nachfrage der Krankenkasse unter Druck gesetzt fühlen und ggf. die Situation emotional falsch einschätzen. Wer beispielsweise an einer Angststörung leidet, der wird eine Nachfrage der Krankenkasse ganz anders bewerten als jemand, der sich das Bein gebrochen hat.
Hier wäre die Befragung einer größeren Personengruppe hilfreich, um ein vorurteilsfreies Meinungsbild zu externen Beratern zu erhalten.

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Hugh 18.10.2013, 11:33
3. Widerwärtig

Zitat von sysop
Im Gesundheitssystem hat sich ein neues Geschäftsmodell etabliert: Externe Berater übernehmen für Krankenkassen die Betreuung psychisch Kranker. Ärzte und Datenschützer halten das Vorgehen für problematisch.
Diese Druckmacherfirmen arbeiten für lau? Denn sonst wird es ja nicht billiger.

Mal ganz abgesehen davon, dass die Kasse überhaupt nicht berechtigt ist, die Daten des Patienten ohne seine Zustimmung an Dritte weiter zu geben.

Peter Schaar und seine Leute sollten dem schnellstens einen Riegel vorschieben.

Und die Betroffenen müssen wohl die Gerichte einschalten.
Aber, und das wissen die Kassen und diese "Berater" natürlich, psychisch Kranken fällt es oft schwer sich zu wehren.
Das Verhalten der Kassen und der "Berater" ist einfach nur widerwärtig.

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ddobrodt 18.10.2013, 11:33
4. Man kann es drehen..

..und wenden wie man will, der Werteverfall in unserer Gesellschaft schreitet immer weiter fort. Diese "Amerikanisierung" die hier stattfindet, hat aber einen gewaltigen Haken. Gerade wir Deutschen sind nicht so grundsätzlich postive Menschen wie jenseits des großen Teiches und dies wird irgendwan folgen haben. Eine wir auch immer geartete Revolution geht immer vom Mittelstand aus, wenn dieser meint er verschwindet.

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communicate 18.10.2013, 11:34
5. Stimmt...

Zitat von Ze4
Private Geschäfte mit Krankheit sind die eigentliche Krankheit.
...Ärzte sollten zukünftig auch eherenamtlich arbeiten ;-)

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zephyros 18.10.2013, 11:37
6. optional

ein wesentlicher Aspekt dieser immer weiter ausufernden Schikanier-Praxis wird nicht genannt: wenn es eine Sache gibt, zu der der psychisch Kranke nicht in der Lage ist, dann sind es schwierige, verhörartige Gespräche mit fremden Personen, bei denen Strukturen und Auswirkungen nebulös und eventuelle finanzielle Folgen nicht absehbar sind.
Diese Praxis macht die mühsam geschffene Vertrauensbasis mit dem Kranken und die Bemühung, Klarheit zu schaffen, leider wieder kaputt.

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Stauss2 18.10.2013, 11:37
7. Mich wundert das überhaupt nicht mehr

Der schwerkranke Mensch hat zu beweisen, dass er krank ist. Unter anderem in Korrespondenzen und Bescheiden, die in kurzer Zeit ganze Aktenordner füllen und zu deren Bearbeitung ein kranker Mensch nicht in der Lage ist. Also, wer einen kranken Verwandten hat, sollte für den sofort einen Rechtsanwalt einschalten, damit der diese erst recht krank machenden Belästigungen von dem Kranken fernhält. So sind nun mal die Umgangsformen in dieser Gesellschaft. Wer krank wird, braucht zur Krankenversicherung auch die Rechtsschutzversicherung.

Um zu beweisen, dass der Kranke ein Krimineller ist, setzen die öffentlich-rechtlichen Körperschaften* ihre gekauften ärztlichen Gutachter ein, die davon gut leben, den Kassen zu dienen. Der Kranke muss sich deshalb teilweise jede Woche mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Arzt schleppen, da Krankenwagen zur Fahrt zu diesen Prüfungstermine nicht bezahlt werden.


* Die Gesetzlichen Krankenkassen legen grossen Wert auf die Feststellung, keine Versicherungen zu sein. Müssen sie auch, denn sonst müssten sie ihre Krankheitsabgabe als Versicherungsbeitrag vom Bafin auf Wucher überprüfen lassen und würden wohl keine Zulassung zum deutschen Versicherungsmarkt bekommen.

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Aase 18.10.2013, 11:41
8. HMM Deutschland und de-pay

da werden auch Gesundheits- und Sozialdaten hingegeben; eine hinterfotzige Firma aus NRW!
siehe hmm-deutschland.de und de-pay.
Und hier sind auch Sanitätshausleiter am Zuge und Hersteller und Vertreiber von orthopädischen Hilfsmitteln.
Alles illegal, was die Krankenkassen, AöR, da machen.
Und Mutti macht das Ganze Illegale ja mit der NSA-Duldung ja vor. (Fast) alle rennen Bundesmutti hinterher.

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p.donhauser 18.10.2013, 11:44
9. krka.

ach, für solche"berater"ist wohl genug geld da?

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