Forum: Wirtschaft
Teures Projekt: Riester-Rente kostet den Staat fast neun Milliarden Euro

Die Förderung der privaten Altersvorsorge hat einen stolzen Preis: 8,7 Milliarden Euro hat der Staat bereits für Verträge der Riester-Rente gezahlt. Dazu kommen noch Steuerbegünstigungen. Experten kritisieren, der Markt werde nicht ausreichend beobachtet.

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crocodil 24.06.2011, 08:32
1. Riester

Wer ab 2008 insgesamt vier Prozent seines Vorjahreseinkommens anlegt, erhält vom Staat eine maximale Zulage von 154 Euro pro Jahr.

dannn wüsste ich sehr gerne, wo aus der Werbung (50000 €) gespart (Bausparkasse), herkommen? Na. ist doch ein Hammer die 154 €.
Wollen die Politiker uns alle für dumm verkaufen??

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curti 24.06.2011, 08:33
2. Riester ist Tinnef und.......

begünstigt bei fundierter Analyse kaum den Einzahler, sondern vielmehr den Versicherer etc., der seine Auszahlungspläne an viel zu hohen Lebenserwartungen relativiert. Im Ergebnis stehen dann oftmals Miese beim Bezieher bzw. gute Rendite beim Leister. Auch dies ein deutlicher Fall von Politklüngel und Verfilzung. Nicht von ungefähr ist der schlecht verfugte Fliesenleger jetzt für die Riester-Branche zu horrenden Honoraren tätig. Klasse gemacht Walter - jedenfalls für Dich selbst!

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genugistgenug 24.06.2011, 08:43
3. Riester Rente ist für die Katz

Zitat von sysop
Die Förderung der privaten Altersvorsorge hat einen stolzen Preis: 8,7 Milliarden Euro hat der Staat bereits für Verträge der Riester-Rente gezahlt. Dazu kommen noch Steuerbegünstigungen. Experten kritisieren, der Markt werde nicht ausreichend beobachtet.
diese Riesterrente ist doch nur ein weiteres Objekt zum Gelddrucken für Versicherungen gewesen. Dem normalen Bürger bringt dies doch nichts. Fast alle müssen im Alter aufstocken und da heißt es nicht: erarbeitete Rente plus Aufstockung auf Grundsicherung plus Riesterrente
sondern
erarbeitete Rente plus Riesterrente (evtl.) plus Aufstockung auf Grundsicherung
Damit werden dem Staat nur Kosten gespart, die aber bereits jetzt ausgegeben werden.

Zitat von
Diskussion um Mindestrente Bei Stundenlohn unter zehn Euro droht Altersarmut zuletzt aktualisiert: 28.05.2011 - 14:06 Berlin (RPO). Die Bundesregierung hat eingeräumt, dass Arbeitnehmer einen Stundenlohn von über zehn Euro brauchen, um im Alter nicht in die Armutsfalle zu geraten. Auf eine Frage von Linksparteichef Klaus Ernst bestätigte das Arbeitsministerium, dass knapp 29 Entgeltpunkte nötig seien, um eine Rente in Höhe der Grundsicherung im Alter von 684 Euro monatlich zu erhalten. "Um dies bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 Stunden über 45 Jahre versicherungspflichtiger Beschäftigung hinweg zu erreichen, wäre rechnerisch ein Stundenlohn von rund zehn Euro erforderlich", heißt es in der Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel.

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Benjowi 24.06.2011, 08:43
4. Unsinniges Klientelprodukt!

Wenn man bedenkt, dass ein Großteil dieses Betrages in undurchsichtigen Provisionen und Gebühren der Anbieter der sogenannten Finanzindustrie versickert, sieht man erneut, was für ein Unsinn sachlich dahinter steht und wie sehr die drohende Altersarmut vieler Leute wieder einmal als Argument der Politik genutzt wird, um ihrer jeweiligen Klientel den Weg zu Staatsgeldern zu öffnen! Mir war seinerzeit schon beim ersten Blick auf dieses unsägliche Konstrukt aufgefallen, dass es sich nicht wirklich rechnet und Eigenvorsorge sehr viel effektiver ist!

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Bernhard65 24.06.2011, 08:43
5. Die Gebühren sind höher die staatlichen Zulagen

Tausende Euro an Provisionen fließen pro Vertrag in die Taschen der Versicherer. Unter www.fonds-etf.de findet sich ein Vergleichsrechner der aufzeigt wie Banken mit Fonds hohe Provisionen erzielen, meist ohne das es die Anleger bemerken. So werden Fondsgebundene Versicherungen zu Provisionsmaschinen.

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marthaimschnee 24.06.2011, 08:57
6. gut für die Versicherer

Zitat von sysop
Die Förderung der privaten Altersvorsorge hat einen stolzen Preis: 8,7 Milliarden Euro hat der Staat bereits für Verträge der Riester-Rente gezahlt.
die zum größten Teil die Versicherer einstreichen während die Kunden ein geradezu biblisches Alter erreichen müssen, um überhaupt auf Plusminus 0 zu kommen.
Und noch schlimmer: Ganz plötzlich, oh Wunder (Huch!) haben die gesetzlichen Rentenkassen ein derart großes Plus, daß Begehrlichkeiten nach Beitragssenkungen aufkommen (die die gesetzliche Rente natürlich weiter schwächen), und das entgegen aller Beteuerungen der Branchengrößen, daß der Beitrag sprunghaft steigen wird und man immer weniger herausbekommt. Wenn Sie jetzt nach oben sehen, entdecken Sie Lügner, Betrüger und Saboteure - und zwar soweit das Auge reicht!

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susie.sunshine 24.06.2011, 08:59
7. Blind

Was nutzt es wennn "Blinde" den Markt beobachten?

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Ronald W 24.06.2011, 09:01
8. Nutznießer

In wessen Tasche fließt das Geld... in das des Versicherten oder in die von Maschmeyer und Co?

Die Aussage, der Markt werde nicht ausreichend beobachtet, ist einfach unglaublich!

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das_dunkle_Orakel 24.06.2011, 09:04
9. jetzt auch noch über diesen Beschiss jammern

Zitat von
... die Datenlage sei eklatant unzureichend. Es sei überfällig, den Markt für Riesterverträge zu beobachten und auszuwerten.
Das will doch gar keiner. Die Riester-Rente ist eine riesige Subvention für die Versicherungen.
Bei den meisten Verträgen schlucken Kosten und Provisionen die Förderung des Staates.
Wenn man nachrechnet, müsste man fast 100 Jahre werden, damit der Mist für den Versicherten lohnt UND man sollte 21 sein, wenn man den Vertrag abschließt. (natürlich niemals Kündigen, sonst muss man die Förderung zurück zahlen!!!)
Nicht zu vergessen: Es war die SPD, die das mit verzapft hat.

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