Forum: Wirtschaft
Teures Projekt: Riester-Rente kostet den Staat fast neun Milliarden Euro

Die Förderung der privaten Altersvorsorge hat einen stolzen Preis: 8,7 Milliarden Euro hat der Staat bereits für Verträge der Riester-Rente gezahlt. Dazu kommen noch Steuerbegünstigungen. Experten kritisieren, der Markt werde nicht ausreichend beobachtet.

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idealist100 24.06.2011, 10:22
30. Zur info

Zitat von Rainer Daeschler
Dass die Riesterrente den Staat Geld kostet, das ist ja nun keine Überraschung. Interessanter ist jedoch die Frage, wie viel von den 8,7 Milliarden € kommen überhaupt beim Versicherten an und wie viel davon kassieren die Finanzdienstleister?
mein Beitrag wurde geblockt, da Vater Staat die Gelder direkt an die Finanzindustrie sprich Aktionäre geben kann ohne Umweg.

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firem 24.06.2011, 10:23
31. 9 Mio. davon an Riester?

Es ist nachgerechnet worden. Fast alles geht in den Versicherungsgesellschaften unter. Der nun auch offiziell bezahlte Herr Riester (SPD + Gewerkschafter) hat das so gedeichselt.

Die Riester-Rente war von Anfang an eine einzige Abzocke der Beiträge gewesen. Wer sein Geld in Versicherugnsaktien direkt anlegt, hat nach 40 Jahren -gleiche Verläufe vorausgesetzt- mehr als das 10-fache.

Hier haben übrigens die Medien in der Aufklärung dieses Volksbetruges wieder einmal völlig versagt.

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tommy78 24.06.2011, 10:27
32. die finanzdienstleister...

eine einfach zu beantwortende frage von ihnen: die steuererstattung bekomme ich direkt vom finanzamt auf mein konto: finanzdienstleister bekommt nix. reine zulagenverträge erheben idr ca 5% kosten.
das der riestervertrag selbst etwas kostet ist wohl klar, eine dienstleistung gibt es wohl nicht umsonst!

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felix1961 24.06.2011, 10:33
33. Gute Frage!

Zitat von Rainer Daeschler
... wie viel von den 8,7 Milliarden € kommen überhaupt beim Versicherten an und wie viel davon kassieren die Finanzdienstleister?
Die sogenannte "Riesterrente" ist offenbar nichts weiter als eine milliardenschwere Umverteilung von unten nach oben
http://www.wiwo.de/finanzen/die-riester-luege-403903/

- fein ausgedacht von der Riester-Maschmeyer-Schröder-Connection.

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hägar72 24.06.2011, 10:39
34. Finger weg von Riester!

Zitat von Rainer Daeschler
Dass die Riesterrente den Staat Geld kostet, das ist ja nun keine Überraschung. Interessanter ist jedoch die Frage, wie viel von den 8,7 Milliarden € kommen überhaupt beim Versicherten an und wie viel davon kassieren die Finanzdienstleister?
Also in den ersten 10 Jahren unserer Riesterrenten wäre die staatliche Zulage (2 Erwachsene, zwei Kinder) komplett für Gebühren und Provisionen aus dem Vertrag wieder an die Versicherung gegangen. All das habe ich aber erst nach stundenlangen Rechenspielen aus dem Kleingedruckten unseres Vertrages herausgefunden. Konsequenz: Kündigung nach zwei Jahren mit hohen Verlusten. Aber lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Mein Rat aus eigener Erfahrung: Lasst die Finger von der Riesterrente!

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Coolie 24.06.2011, 10:40
35. Hallo Rainer...

Zitat von Rainer Daeschler
Dass die Riesterrente den Staat Geld kostet, das ist ja nun keine Überraschung. Interessanter ist jedoch die Frage, wie viel von den 8,7 Milliarden € kommen überhaupt beim Versicherten an und wie viel davon kassieren die Finanzdienstleister?
...hat da nicht der Maschmeyer auch seine Pfoten mit drin? Ich meinte mal sowas gelesen zu haben.

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Bernhard65 24.06.2011, 10:49
36. Gebühren fressen die Zulagen auf

Eine aktuelle Studie hat vier Riester-Rentenverträge unter die Lupe genommen: die "Axa TwinStar Rente Invest", die "DWS Riester-Rente Premium", die "Allianz Riester-Rente mit Fonds und Garantie" und die "Nürnberger Fondsgebundene Zulagen-Rente Doppel-Invest". Je nach Produkt zahlt der Sparer zwischen 42.000 und 43.830 Euro ein. Die Gebühren, die die einzelnen Versicherungsgesellschaften abzwacken, unterscheiden sich erheblich. So bleiben beim Allianz-Angebot von den eingezahlten 42.549 Euro gerade einmal 38.399 Euro übrig - 4150 Euro fließen an die Allianz. Bei dem Riester-Angebot der Axa zwackt der Versicherer 4706 Euro ab. Die DWS bittet den Anleger mit 2257 Euro zur Kasse, bei der Nürnberger müssen Sparer satte 6940 Euro berappen. So alimentiert der Staat die Versicherungswirtschaft.

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moritz-ma 24.06.2011, 11:00
37. Ich schließe mich an

Als das Thema für mich und meine Frau anstand, hab ich mal zwei Beispiele durchgerechnet: Eine Fondsspar-Riesterrente, die von Finanztest empfohlen wurde, sowie als Vergleich ein regelmäßiges Ansparen in einen passiv gemanagten, mit Aktien hinterlegten Index-ETF ohne jede staatliche Förderung. Unterstellt wurde in beiden Fällen eine durchschnittliche Rendite von 8 Prozent, und das über 30 Jahre. Das Riester-Angebot zog jährlich 2 % des Anlagevermögens als Gebühr ein. Nicht nur war das eigene Fondssparmodell am Ende ertragreicher als die Riesterrente, sondern der Aufzinsungseffekt bewirkte auch, dass man, die staatliche Förderung herausgerechnet, am Ende mit halb so viel Geld dagestanden hätte wie beim Indexfonds. Das bedeutet, dass die Bank am Ende die Hälfte unseres Geldes eingesteckt hätte, im Rechenmodell über 300 000 Euro! Denkt man gar nicht, wenn man "2 Prozent Jahresgebühr" hört.

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Over the Fence 24.06.2011, 11:18
38. Wer Riestert braucht Gottvertrauen

Zitat von sysop
Die Förderung der privaten Altersvorsorge hat einen stolzen Preis: 8,7 Milliarden Euro hat der Staat bereits für Verträge der Riester-Rente gezahlt. Dazu kommen noch Steuerbegünstigungen. Experten kritisieren, der Markt werde nicht ausreichend beobachtet.
Das Produkt macht mindestens eine Seite zum Gewinner: die Banken- und Versicherungswirtschaft.
Ansonsten handelt es sich ja i.d.R. um sehr mässige Produkte, die eigentlich erst durch den Zuschuss des Staates eine gewisse Rentabilität erwirtschaften.

Diese Art von Produkt lebt auch davon, daß man in den Staat und seine Währung Vertrauen hat. Ehrlich gesagt bin ich mir nicht mehr sicher, ob es in über 20 Jahren noch einen Euro gibt, oder ob der Staat nicht zwischenzeitlich Schuldenabbau durch Extreminflation betrieben hat.

Wie hier schon anderweitig erwähnt wurde, bringt Riestern Menschen, die die Aussicht auf Grundrente haben, nichts. Die sollten lieber das Geld hier und heute ausgeben, statt damit die staatlichen Zuschüsse der Zukunft zu verringern.

Last but not least: das es für dieses Produkt nicht ausreichende Kontrollen gibt, ist wieder einmal bezeichnend für das Verhältnis von Politik und Finanzindustrie. Das verheisst für "den kleinen Mann" am Ende mal wieder nichts Gutes.

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sabine_26 24.06.2011, 11:20
39. Warum schützt der Staat mich nicht vor solcher Vorsorge?

Zitat von Bernhard65
Tausende Euro an Provisionen fließen pro Vertrag in die Taschen der Versicherer. Unter findet sich ein Vergleichsrechner der aufzeigt wie Banken mit Fonds hohe Provisionen erzielen, meist ohne das es die Anleger bemerken. So werden Fondsgebundene Versicherungen zu Provisionsmaschinen.
Danke lieber Staat! Nach diesen Erkenntnissen werde ich meine Riester-Rente kündigen und mich um eine ehrliche Geldanlage bemühen.

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